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Mut tut Gut

Gedenktag am 22.02.21

Jedes Jahr gedenken die SPD, die Organisation "Reichsbanner" und Bürger der Stadt, den Opfern der greulichen Taten der SA, die am Abend des 21.02.1933 eine SPD-Veranstaltung mit Waffengewalt überfielen. Vor 88 Jahren wurden am Lister Turm mehrere Menschen schwer verletzt und ermordet.

Zu sehen sind rote Nelken © Foto: sybille Heller

Gedenkveranstaltung

Die Vergangenheit wird bewältigt mit der Erinnerung und mit aktuellen Anknüpfungspunkten zum Thema rechte Gewalt.

In diesem Jahr fand die Kranzniederlegung zum Gedenken an die SPD-Mitglieder der SPD-nahen Organisation Reichsbanner nicht öffentlich und unter Maßnahmen zum Infektionsschutz unter COVID-19 statt.

SPD-Stadtverbandvorsitzender Adis Ahmetovic, Bezirksbürgermeisterin Irma Walkling-Stehmann (SPD) und SPD-Mitglied sowie Fördervereinsvorsitzender Andreas Pieper waren vor Ort. Den Tag über könnten die Menschen Anteil nehmen und Nelken, die im Stadtteilzentrum Lister Turm bereit standen, niederlegen.

Der Heizer Wilhelm Heese und der Dreher Willi Großkopf wurden in der Nacht vor 88 Jahren durch die Schüsse so schwer verletzt, dass sie verstarben. Karl Essmann starb später an den an diesem Tag erlittenen Verletzungen.

Die Beisetzung der damals Verstorbenen war eine der letzten Großdemonstrationen gegen das NS-Regime, bevor alle demokratischen Verbände verboten wurden.

Deshalb ist dies ein Tag, um sich zu erinnern, zu mahnen und um sich für eine Zukunft ohne Ausgrenzung und Gewalt einzusetzen.

Eine 1976 am Stadtteilzentrum Lister Turm angebrachte Gedenktafel erinnert an diese Vorfälle.

Kooperationsveranstaltung mit dem Förderverein Lister Turm e. V.

Freizeitheim Lister Turm © Landeshauptstadt Hannover