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Ricklinger Kiesteiche

Erhöhtes Aufkommen von Burgunderalgen

Hundebesitzer sollten den Siebenmeterteich und den Großen Teich derzeit meiden. Burgunderalgen produzieren Giftstoffe, die für kleinere Lebewesen gefährlich werden können.

Der Ricklinger Kiesteich, umrandet von Wiese und Bäumen, blauer Himmel. © Thomas Langreder, Region Hannover

Ricklinger Kiesteiche

Bei aktuellen Messungen am Siebenmeterteich und Großem Teich, zwei der drei Badeteiche der Ricklinger Kiesteiche, haben die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes der Region Hannover ein erhöhtes Vorkommen von Burgunderalgen festgestellt. Diese sind an ihrer typischen rötlichen Färbung zu erkennen.

Besonders gefährlich ist der Algenbefall für Hunde. Denn Burgunderalgen gehören wie Blaualgen zur Familie der sogenannten Cyanobakterien. Sie produzieren Toxine, die zu Vergiftungen führen können. Bei Hunden reichen für Vergiftungen schon kleine Mengen verschlucktes Wasser, oftmals enden solche Vergiftungen tödlich.

Die Region Hannover warnt daher explizit davor, Hunde im Siebenmeterteich und im Großen Teich baden zu lassen. Auch das Schwimmen im Gewässer sollte derzeit vermieden werden. Der Fachbereich Gesundheit hat dazu Warnschilder aufgestellt. Beim Verschlucken des Wassers ist mit Übelkeit, Erbrechen oder Atemnot zu rechnen. Auch der Kontakt mit der Haut kann zu Reizungen führen.

Offiziell wird die Badesaison Mitte Mai eröffnet – erst mit diesem Datum werden die EU-Badestellen vom Gesundheitsamt der Region Hannover zum Baden freigegeben. Die Gewässer werden dann bis Mitte September regelmäßig von den Hygieneinspektorinnen und -inspektoren auf Verunreinigungen und Keime untersucht.

veröffentlicht: 12.03.2020