Das offizielle Portal der Region und der Landeshauptstadt Hannover

Veranstaltungen

Oktober 2017
10.2017
M D M D F S S
25 26 27 28 29 30 1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30 31 1 2 3 4 5
Heute | Wochenende | kostenlos | Suche

Zuletzt aktualisiert:

Ausstellungen

Stadt als künstlerisches Material

Das gemeinsame Projekt von Kirsten Johannsen, Bärbel Schlüter und Birgit Szepanski befasst sich vom 28. Oktober bis zum 26. November im Kubus mit dem Thema "Stadt als künstlerisches Material". Für die Ausstellung im KUBUS werden ortspezifische Arbeiten in Hannover entstehen. Verschiedene Workshops und Gespräche mit Kunstschaffenden werden die Diskussion um das Thema Wahrnehmung von Stadt und urbanen Räumen ergänzen.

Ein Projekt von Kirsten Johannsen, Bärbel Schlüter und Birgit Szepanski © Johannsen, Schlüter, Szepanski 2017

Ein Projekt von Kirsten Johannsen, Bärbel Schlüter und Birgit Szepanski

STADT als künstlerisches Material

Stadt besteht aus einer Vielzahl von sozialen, politischen und architektonischen Räumen, ökonomischen Strukturen, historischen Kontexten und zufälligen Begegnungen. Kirsten Johannsen, Bärbel Schlüter und Birgit Szepanski verbindet ein künstlerisch-forschender Blick auf die Stadt. Es geht um spezifische Atmosphären städtischer Räume, um Momente des Dazwischen, um Vorder- und Rückseiten, um das erzählerische Potential urbaner Räume, um Grenzen und um räumliche Zeichnungen, die sich im Stadtraum entwickeln lassen.

Für die Ausstellung im KUBUS haben sich die drei Künstlerinnen mit Hannover auseinandergesetzt. So ist eine Ausstellung entstanden, die auch aus stadtplanerischer Sicht, aus architektonischer und aus sozialer Sicht ein Potential bietet. Es geht um spezifische Atmosphären städtischer Räume, um Momente des Dazwischen, um Vorder- und Rückseiten, um das erzählerische Potential urbaner Räume, um Grenzen und um räumliche Zeichnungen, die sich im Stadtraum entwickeln lassen. 

Kirsten Johannsen arbeitet mit Fotografie, Video und partizipativen Anleitungen über das subjektive Erleben des städtischen Raumes. Dabei konfrontiert sie beispielsweise Stadtansichten mit pointierten Begriffen wie "betriebsam", "sonnig", "historisch" etc.

In der Serie "pixel places" löst sie die urbane Wirklichkeit regelrecht auf – in grobe Farbraster. Andererseits finden auch hier Zuspitzungen statt, indem die jeweils dominanten Farbwerte für die Pixel gewählt werden. In ihren Stadtreisen fordert sie die Besucher auf, selbst aktiv zu werden und die eigene Stadt neu zu sehen, zum Beispiel mithilfe eines selbst zu bastelnden "urban spotters".

Bärbel Schlüter forscht an den Grenzen der Städte und erstellt zeichnerische und installative Kartografien, die mit Beobachtungen an konkreten Orten konfrontiert werden. Ihr Thema sind Zwischenräume und Randzonen. Mit Bauplane und Tape umreißt sie Konturen von Städten, macht sie neu sichtbar und nimmt diese wiederum als Ausgangspunkt für eigene Expeditionen. Vor Ort, an den Rändern der "Zivilisation" erfroscht sie mit der Kamera Manifestationen menschlichen Handelns wie ein Vogelhaus an einem Baum oder Bettzeug in einem Fenster, das zum Teil der Fassade wird.

Birgit Szepanski recherchiert Stadtgeschichte(n). Sie fertigt textile Objekte und fotografische Montagen aus Archivmaterial. Ihre Arbeiten kombinieren die gegenwärtige Erfahrung von Stadt mit historischen Bezügen und erzählen diese weiter, bis zu fiktiven Fortführungen in Form von Nachbildungen wie Kleidungsstücke. Für Berlin erfand sie den "Helene Nathan Verlag für Urban Studies, zeitgenössische Kunst, Mode, Design und Film" als Hommage an die gleichnamige Bibliothekarin Helene Nathan (1885-1940).

In Form von Publikationen und Tragetaschen wird der Verlag sichtbar gemacht. Auf Stadtspaziergängen werden die Tragetaschen fotografisch dokumentiert und erzählen die Fiktion in den heutigen Stadtraum hinein. Für Hannover werden orstsspezifische Arbeiten auf Grundlage von Materialien aus dem Stadtarchiv entstehen.

Termine

Zur Eröffnung am Freitag, 27.10. um 19 Uhr wird Judith Siegmund (Philosophin und Künstlerin) über künstlerische Forschungsmethoden sprechen.

Am Freitag, 03.11. um 19 Uhr findet ein Vortrag zum Thema "Theorie und Praxis des städtischen Raums" mit Prof. Dr. Stephan Günzel statt. Der Philosoph und Raumtheoretiker diskutiert – ausgehend von Henri Lefebvres dialektischem Verständnis urbaner Prozesse – das Spannungsfeld von Konzeptionen und Praktiken des städtischen Raums und zeigt anhand der Geschichte der Stadt die Wechselwirkungen zwischen deren Planung und ihrer Nutzung auf. Berücksichtigt werden hierbei vor allem künstlerische Strategien des Urbanen und virtuelle Erweiterungen des Raums.

Am Freitag, 24.11. um 19 Uhr führt im Rahmen der neuen Reihe IM DIALOG die Architektur- und Kunsthistorikerin Ute Maasberg durch die Ausstellung.

Führungen

sonntags 15:00 Uhr

Termin(e): 28.10.2017 bis 26.11.2017
samstags  sonntags 
von 11:00 bis 16:00 Uhr
31.10.2017 bis 24.11.2017
dienstags  mittwochs  donnerstags  freitags 
von 11:00 bis 18:00 Uhr
Ort

Städtische Galerie KUBUS

  • Theodor-Lessing-Platz 2
  • 30159 Hannover