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Ausstellungen

Christmas Edition 2019

51 Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker aus neun verschiedenen Werkbereichen zeigen vom 23. November bis 15. Dezember spannende Objekte in der Handwerksform. 

Auch 2019 zeigen wir Ihnen in der Handwerksform Hannover am Jahresende wieder eine besondere Ausstellung mit hochkarätigem Kunsthandwerk. Im Fokus steht in diesem Jahr eine Gefäßform, die zur Jahreszeit besonders gut passt: Kerzenleuchter. 

Teilnehmende und Ausgangsmaterialien

Kerzenleuchter

Catherine Bernaisch aus Mönchengladbach hat leuchtende Blütenschalen bzw. opulente Kerzenleuchter der Extraklasse mitgebracht. Die ausgebildete Glasmalerin erzeugt mit der einmaligen Materialkombination von Fiberglas und Harz transparente Lichtobjekte, die beim Betrachter Erstaunen auslösen. Die hauchfeinen Wände mit Rändern, die wie Wassertropfen aussehen, lassen Licht und Farbe besonders gut zur Geltung kommen. 

Einfach klassisch mit einem Hauch von Bewegung hat die Gold- und Silberschmiedin Margit Bindernagel das Thema Kerzenleuchter interpretiert.  Die Leuchter „Lichtscheiben – tanzend“ überzeugen in ihrer minimalistischen, schlichten Form, aber auch mit dem besonderen Clou der Spiegelung. In der sanft glänzenden Oberfläche aus Silber spiegelt sich der Schein der Kerze oder ein „Meeresblau“ schimmert auf der unteren Silberfläche. Die kleinere, unten emaillierte Schale, welche die Kerze trägt, erhält dadurch die Anmutung einer Blüte auf dem Wasser.

Das Ehepaar Ulla und Martin Kaufmann ist in der Kunsthandwerkerszene seit Jahrzehnten eine feste Größe. Für die Christmas Edition haben sie neben klassisch schönen Silber-Kerzenleuchtern mit winkligen Füßen neue farbige Magnetleuchter entworfen. Auf farbigen, pulverbeschichteten Platten stehen, mit Magnet befestigt, stabile, mit Kupfer patinierte Leuchter, die die Möglichkeiten des Lichts durch geänderte Standpunkte ausloten und neu erlebbar machen. 

Zwei Kunsthandwerker aus dem Werkbereich Metall steuern ebenfalls außergewöhnliche Leuchter zur Ausstellung bei. Der junge Nachwuchsdesigner David Müller spielt mit dem Material Stahl. Er zeigt mit seinen Kerzenleuchtern in Übergröße die klassisch schlichte, stelenartig schlanke Variante ebenso wie die spielerische Variante, die Stahl in Bewegung zeigt. Der Metallgestalter Peter Schmitz, der 1991 mit dem niedersächsischen Staatspreis für das gestaltende Handwerk ausgezeichnet wurde, steuert überdimensional große Leuchter aus geschmiedetem und geschweißtem Stahl zur Ausstellung bei. Filigraner oder robust, beides ist bei ihm zu haben.

Selbstverständlich dürfen auch Kerzenleuchter aus Porzellan in der Christmas Edition nicht fehlen. Zwei Designerinnen aus Leipzig haben ihre besten Exponate nach Hannover geschickt. Ulrike Sandner setzt bei der Gestaltung ihrer Kerzenleuchter aus Porzellan auf einfache und klar strukturierte Formen, die der Funktion und  Funktionalität folgen. Mit ihren Leuchtern kann man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, denn die Leuchter lassen sich auch als Vasen nutzen. Helene Scharge  hat sich in ihrer Arbeit dem farbigen Porzellan verschrieben. Ihre Kollektion umfasst Tableware, die sich durch hohe Funktionalität und schlichte, reduzierte Formen auszeichnet.

Klaus Kirchner legt auch beim Thema Kerzenleuchter großen Wert darauf die natürliche Schönheit des Holzes herauszuarbeiten. Seine gedrechselten und geschnitzten Arbeiten ziehen ihren besonderen Reiz aus dem unverleimten Holz, das mit seinen Ästen, Rissen und Überwallungen bearbeitet wird, und aus der besonderen Oberflächenstruktur, die geschliffen, geschnitzt, gebürstet, coloriert oder geölt und gewachst sein kann.

Schmuck

Die Schmuckstücke von Anke Hennig-Kämpf  aus Dresden entstehen aus dem Prozess des spiralförmigen Verdrehens und Raffens unterschiedlicher zarter Garne. Durch das Experimentieren mit verschiedensten Fäden in lebhaften Farbkontrasten und durch eine variantenreiche Form- und Materialsprache entstehen phantasievolle Schmuckstücke mit einer Leichtigkeit und Transparenz, die ihren Ursprung kaum mehr erahnen lassen.

Auch die Goldschmiedin Silke Lazarevic aus Husum hat sich aus Nachhaltigkeitsgründen einem eher ungewöhnlichen Material für Schmuck verschrieben. Echtes Pergament - unter Spannung getrocknete Tierhaut - spielt bei ihren Stücken eine Hauptrolle. Trotz seiner zarten Anmutung ist es robust und sehr beständig. Es bietet durch  seine Eigenschaften die Möglichkeit mit Leichtigkeit Furore zu machen.

Keramik

Die junge Keramikerin Corinna Petra Friedrich aus Leipzig ist das erste Mal in der Handwerksform Hannover zu Gast. Ihre Tonschalen zeichnen sich durch farbige und moderne Muster aus, die sie in verschiedenen Schichten zu Gefäßen zusammensetzt.  Dabei sind schöne Stücke für die besinnlichste Zeit des Jahres entstanden, die berühren und berührt werden wollen.

Textil

Ulrike Isensee verbindet die Kenntnisse aus einem Kunststudium mit den Fähigkeiten, die sie in ihrer Ausbildung als Handweberin erworben hat. Mit ungewöhnlichen Materialien und anspruchsvollen Techniken entstehen handgewebten Schals, die  transparent, kontrastreich farbig oder in elegantem Schwarz-Weiß als ausdrucksvolle Körperkunst die Trägerin schmücken. Dies und eine sorgfältige Verarbeitung machen jedes Stück zu einem exklusiven Unikat.

Marina Krogs Plisseearbeiten haben etwas Skulpturales an sich, solange sie nicht getragen werden. In der Bewegung beginnen sie zu leben. Die Sachlichkeit der Schnitte und die Flexibilität des gefalteten Materials ermöglichen eine individuelle Gestaltung von Kleidung und Accessoires. Marina Krog ist es besonders wichtig, dass der komplette Arbeitsablauf – vom Bau der Plisseeform, über die Schnittgestaltung, das Plissieren und Nähen, bis zur Verpackung – in ihrer Hand liegt.

Holz

Im Werkbereich Holz sticht das junge Nachwuchstalent Gabriel Tarmassi aus München mit seinen Arbeiten hervor. Seine Dosen und Objekte bieten den Besucher*innen ein besonderes haptisches Erlebnis. Inspiriert durch organische Strukturen, wie sie Felsen, Dünen oder Wasser aufweisen, gestaltet er die massiven Deckel  seiner Gefäße mit rauer, geschnitzter oder gesandstrahlter Oberfläche.

Das handwerkliche Können von Thomas Pildner reicht von der Herstellung hauchdünner, lichtdurchscheinender Holzgefäße bis hin zu massiven, dickwandigen, archaischen Gefäßobjekten und Oberflächen, die das Material Holz kraftvoll zur Geltung bringen und die Grenzen des Gewohnten sprengen. Dabei ist es ihm wichtig, die dem Material innewohnenden Elemente hervorzubringen und so jedem Werkstück einen ganz eigenen Charakter zu verleihen.

Drei Wochen lang ist die Ausstellung Christmas Edition geöffnet. Wer besonders viel Kunsthandwerk erleben möchte, der sollte das letzte Wochenende der Schau nutzen. Drei Tage lang wird dann die Christmas Edition durch einen bunten und vielfältigen Kunsthandwerkermarkt - den Adventszauber 2019 ergänzt.

Termin(e): 22.11.2019 
von 20:00 bis 22:00 Uhr
23.11.2019 bis 15.12.2019
dienstags  mittwochs  donnerstags  freitags 
von 11:00 bis 18:00 Uhr
23.11.2019 bis 15.12.2019
donnerstags  samstags 
von 11:00 bis 14:00 Uhr
Ort

Handwerksform Hannover

  • Berliner Allee 17
  • 30175 Hannover