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Ausstellungen

allesun(d)ordnung

Unter diesem Titel zeigt die Galerie für Fotografie die Ausstellung der Bachelor-Absolventen täglich vom 23. Januar bis 2. Februar.

Regeln, Ordnungen und Systeme sind die Grundlage jeder Gesellschaft. Aber wie genau sehen diese Ordnungen aus, wie erschließt man sie und wie entflieht man ihnen? Wen fangen sie auf und wer fällt durchs Raster? Und was, wenn genau diese etablierten Systeme, die Lösungen bieten sollen, ein Problem sind? Neun Studenten des Studiengangs Fotojournalismus und Dokumentarfotografie nehmen in ihren Abschlussarbeiten die [Un]Ordnung der Welt in den Fokus.

Die Absolventen und ihre Arbeiten

Nach einem Schlaganfall mit Gehirnblutung, wird Oleg (46 Jahre) von seinen in Deutschland lebenden Halbschwestern in Russland gepflegt. In der Arbeit Alles wird gut, Oleg begleitet Fabian Fiechter die Geschwister und gibt einen intimen Einblick in die Herausforderung der Pflege von Angehörigen in einem Land mit ausgeprägt mangelndem Versorgungssystem.

Anett Findeklee geht in ihrer Arbeit Alle an einen Tisch der Frage nach, wie Integration funktionieren kann und berichtet über die Anstrengungen von aus Afghanistan, Syrien und der Elfenbeinküste geflüchteten Menschen, sich in Deutschland ein neues Leben aufzubauen.

In seinem Abschlussprojekt Die Ordnung der Dinge setzt sich Volker Crone mit dem Drang des Menschen auseinander, die Welt und alles in ihr verstehen zu wollen. Im Fokus dieser Arbeit stehen aktuelle erkenntnisorientierte Wissenschaftsdisziplinen, von denen der Fotograf einige besucht hat, um ein Bild dieser Suche nach Erkenntnis zu zeichnen.

Fünf Jahre nachdem das erste zivile Rettungsschiff Kurs aufs zentrale Mittelmeer nahm, zieht Chris Grodotzki in seiner Arbeit POS ein Zwischenfazit: Zwischen Helden-Pathos und Kriminalisierung, humanitärer Verantwortung und politischem Aktivismus erkundet der Fotograf die Häfen des Mittelmeeres als symbolische Schlachtfelder und besetzt sie als Orte der Reflexion.

In seiner Videoarbeit Iyabo setzt sich Dustin Weiss am Beispiel der parteilosen Oberbürgermeister-Kandidatin Iyabo Kaczmarek mit politischer Teilhabe auseinander und dokumentiert den Wahlkampfalltag und die auftretenden Schwierigkeiten, die eine Kandidatur ohne
Partei mit sich bringt.

Marvin Ibo Güngör hat sich für seine Arbeit Berlin Exiles in die deutsche Hauptstadt begeben, die mitunter als "Exil-Hauptstadt" und das "neue Damaskus" bezeichnet wird. In seiner Serie beschäftigt er sich dabei mit den Herausforderungen und Lebenssituationen unterschiedlicher Exilantinnen und Exilanten, die aus politischen, kulturellen oder persönlichen Gründen nicht mehr in ihre Heimat zurückkehren können. 

In ihrer Arbeit Coalscapes begeben sich Lucas Wahl und Julius Schrank auf eine fotografische Reise in die deutschen Braunkohletagebaue. Aus der Vogelperspektive dokumentieren sie den jahrzehntelangen Raubbau an der Natur. Neben abstrakten Luftaufnahmen ermöglichen sie es dem Betrachter, mit Hilfe von Virtual Reality Technologie, in die Welt des schwarzen Goldes einzutauchen und ein Gefühl für Dimension und Bedeutung der Braunkohle zu bekommen.

Jeder Mensch besitzt die Freiheit das zu tun und der zu sein, der er sein möchte. In der Portraitserie Landed stellt Laura Ludwig Personen vor, die mit viel Energie und Leidenschaft einem fantastischen Hobby nachgehen: Live Action Role Play.

Termin(e): 22.01.2020 ab 19:00 Uhr
23.01.2020 bis 02.02.2020
von 12:00 bis 18:00 Uhr
Ort

Galerie für Fotografie (GAF)

  • Seilerstraße 15D
  • 30171 Hannover

Vernissage: 22. Januar 2020 um 19 Uhr.