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Ausstellungen

Hiwa K: Moon Calendar

Der Kunstverein Hannover zeigt vom 26. Mai bis 29. Juli eine umfangreiche Einzelausstellung des kurdisch-irakischen Künstlers.

Spätestens beim Besuch der documenta 14 in Kassel und Athen haben Hiwa Ks installative Arbeiten eine mediale Aufmerksamkeit bewirkt – die großen Betonröhren als Formen der Behausung aus "When We Were Exhaling Images" (2017) und die filmischen Werke "View from Above" (2017) im Stadtmuseum Kassel sowie "Pre-Image (Blind as the Mother Tongue)" (2017) in Athen. Letztere Videoarbeit wird nun auch in Hannover zu sehen sein und betitelt zeitgleich die Einzelausstellung des Künstlers im New Museum in New York. Die umfangreiche Einzelausstellung des kurdisch-irakischen Künstlers Hiwa K im Kunstverein Hannover entstand in Kooperation mit dem belgischen Museum für zeitgenössische Kunst in Gent (Stedelijk Museum voor Actuele Kunst, S.M.A.K.).

Über die "Pre-Images"

Der 1975 im nordirakischen Kurdistan geborene Künstler und Musiker reflektiert in seinen Videoarbeiten und Installationen über kollektive Ereignisse und innersubjektive Erzählungen, über Zeitlichkeit im stetigen Bezug zur Geschichte mit einer Konzentration auf das Hier und Jetzt und nicht zuletzt über Flucht und Migration auf der Basis seiner persönlichen Geschichte. Hiwa K, Mitglied einer Migrantengeneration der 1990er Jahre, die illegal aus dem nordirakischen Kurdistan zu Fuß nach Europa kam, stellt das Gehen durch die Fremde und das Sich-Zurechtfinden in der ungewohnten Umgebung in den Mittelpunkt seiner Arbeit "PreImage (Blind as the Mother Tongue)". Als Navigationsapparat dient ihm eine Stange mit montierten Fahrrad-, Auto- und Motorradspiegeln, die er auf Nasenbein und Stirn balanciert. Die Spiegel werden als eine Weiterführung der Sinnesorgane verwendet – zum einen um einen Blick auf die fremde Umgebung zu werfen, zum anderen als Reflexion seiner selbst, die jedoch immer bruchstückhaft bleibt. Diese "Pre-Images", also "VorBilder", die als Vorstellungen vor dem Herausbilden des eigentlichen Bildes entstehen, sind gewissermaßen Puzzlestücke, die auf eine Zukunft ohne jegliche Sicherheit verweisen, denn der Schreitende kann weder nach vorne noch zurückblicken.

Installationen für den Kunstverein

Zusätzlich zu existierenden Arbeiten werden für den Kunstverein zwei raumgreifende Installationen realisiert: inspiriert von dem Werk "My Father’s Colour Period" (2013) nutzt Hiwa K die markanten Fenster des Künstlerhauses als Screens, um das Sonnenlicht farbig in den Raum zu leiten. Monumental erstreckt sich schließlich die Sandarbeit "What the Barbarians Did Not Do, Did the Barberini" (2012), die formal Bezug auf das Pantheon nimmt und inhaltlich hieraus dessen Diskurs zum zwiespältigen Charakter des Materials Bronze – zum Zwecke von Kunstschaffung und Waffenherstellung – aufgreift und geografisch ausweitet.

Termin(e): 26.05.2018 bis 29.07.2018
dienstags  mittwochs  donnerstags  freitags  samstags 
von 12:00 bis 19:00 Uhr
26.05.2018 bis 29.07.2018
sonntags 
von 11:00 bis 19:00 Uhr
Ort

Kunstverein Hannover

  • Sophienstraße 2
  • 30159 Hannover