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Wasserstadt Limmer - Portal zum neuen Stadtquartier

Der von der Wasserstadt Limmer Projektentwicklung GmbH (WLEG) in Abstimmung mit der Landeshauptstadt Hannover ausgelobte hochbauliche und freiraumplanerische Realisierungswettbewerb ist entschieden. Die Entwürfe sind bis zum 17. Oktober in der Bauverwaltung ausgestellt. 

Visualisierung eines Gebäudes. © Busch & Takasaki Architekten / mesh Landschaftsarchitekten

Auf dem circa 8.600 Quadratmeter großen Grundstück entstehen 78 Mikroappartments und 60 Wohneinheiten des Betreuten Wohnens sowie 90 vollstationäre Pflegeplätze und 21 Tagespflegeplätze. Hinzu kommt eine Einzelhandelsfläche für einen Vollversorger. 

Der Entwurf für die hochbauliche Planung und der freiraumplanerischen Gestaltung der angrenzenden Außenanlagen des Baufelds 12 für die Wasserstadt Limmer stammt von dem hannoverschen Architekturbüro Busch & Takasaki Architekten und mesh Landschaftsarchitekten. Diese konnten sich gegen 15 teilnehmende Büros durchsetzen. Das Konzept sieht zwei Wohn- und Geschäftshäuser mit einem gemeinsamen Erdgeschosssockel und einem siebengeschossigen Turm mit etwa 26 Metern Höhe vor. Im Einklang mit dem teilweise denkmalgeschützten Umfeld sind die bestimmenden Materialien Vollziegel und Glas. Insgesamt entstehen auf dem circa 8.600 Quadratmeter großen Grundstück 78 Mikroappartments und 60 Wohneinheiten des Betreuten Wohnens, 90 vollstationäre Pflegeplätze und 21 Tagespflegeplätze sowie eine Einzelhandelsfläche für einen Vollversorger. Die Bruttogeschossfläche beträgt insgesamt etwa 22.700 Quadratmeter. Baubeginn soll im Frühjahr 2021 sein, die Fertigstellung ist für Sommer 2023 geplant. 

Baufeld 12 dient als Aushängeschild

"Das Baufeld 12 wird neben dem zentralen Conti-Turm das erste sein, das Anwohner*innen, Besucher*innen und Tourist*innen von der Wasserstadt wahrnehmen. Es dient als Aushängeschild und Wegweiser des gesamten Bauvorhabens. Dementsprechend hatten wir den Anspruch, dass der Entwurf die richtige Balance zwischen individuellem, identitätsschaffendem Hochpunkt und der Integration in das Quartier findet", sagte Dipl.-Ing. Architektur Jörg Jungesblut, Geschäftsführer der Wasserstadt Limmer Projektentwicklung GmbH (WLEG). Während der siebengeschossige Turm die Mikroappartments  beinhaltet, weisen die viergeschossigen Gebäudeeinheiten Betreutes Wohnen sowie Tages- und vollstationäre Pflegeplätze auf. Verbunden werden die unterschiedlichen Konzepte durch ein gemeinsames Erdgeschoss mit Einzelhandels- und Parkflächen. Zudem wird das Ensemble abgerundet durch zwei Freiräume.

Mikroappartements mit 27 Quadratmetern

"Mit der Skulpturalität des Turmgebäudes wollen wir der Funktion eines repräsentativen Portals zur Wasserstadt Limmer gerecht werden. Wir haben bei der Konzeption Wert darauf gelegt, für das neue Quartier eine moderne Architektursprache zu entwickeln. Gleichzeitig halt es, mittels Materialität und Ausdrucksform Bezug auf den städtebaulichen Kontext und die Historie des Standorts zu nehmen", sagte Dr. Julian Busch vom Architekturbüro Busch & Takasaki. Das ehemalige Continental-Gelände sei ihm bereits seit seiner Jugend als hervorragender Badeort bekannt. Auch sein Partner, Simon Takasaki, hatte schon während seiner Lehrtätigkeit an der Leibniz Universität Hannover häufig Berührungspunkte mit dem Areal. "Wir haben die Halbinsel mit Student*innen untersucht und Konzepte zur Revitalisierung entworfen. Die heterogene Nutzung spielt eine wichtige Rolle für die Entwicklung von lebendigem, urbanem Stadtraum. Neue Wohnformen wie Mikroappartements und altersgerechtes Wohnen unter einem Dach zu planen, halten wir für richtig und zukunftsweisend." Die Größe der Mikroappartements wird bei 27 Quadratmetern liegen, die des Betreuten Wohnens bei 30 bis 65 Quadratmeter. 

Hintergrund

Am 29. April 20169 wurde der Realisierungswettbewerb für das Baufeld 12 ausgerufen. Dem Preisgericht gehörten unter anderem Stadtbaurat Uwe Bodemann und Prof. Hilde Léon, Dekanin der Fakultät für Architektur und Landschaft, sowie Auslober Jörg Jungesblut, Geschäftsführer der Wasserstadt Limmer Projektentwicklung GmbH an. 

Über die Wasserstadt Limmer

Auf dem 287.800 Quadratmeter großen ehemaligen Continental-Werksgelände zwischen Leineabstiegskanal und dem Stichkanal Hannover-Linden haben im Frühjahr die Bauarbeiten auf zwei von insgesamt 14 Baufeldern im ersten Bauabschnitt begonnen. Bis 2022 sollen auf dem ersten Bauabschnitt mit 87.000 Quadratmeter Fläche etwa 550 Wohneinheiten realisiert werden. Insgesamt entstehen auf der Halbinsel in den nächsten zehn Jahren rund 1.800 Wohneinheiten als Geschosswohnungen und in Reihen- und Stadthäusern für etwa 3.500 Menschen. Das Quartier hat von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) ein Vorzertifikat erhalten.  

Termin(e): 27.09.2019 bis 17.10.2019
montags  dienstags  mittwochs  donnerstags  freitags 
von 08:00 bis 18:00 Uhr
Ort

Bauverwaltung

  • Rudolf-Hillebrecht-Platz 1
  • 30159 Hannover