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Bunt Wild Frei?

Ein Hauch von Anarchie in Hannover?

Vortrag von Dr. Anna Berlit-Schwigon zur Roten-Punkt-Aktion im Sommer 1969 am 16. Januar 2018, 18 Uhr.

„Ein Gespenst geht um in Hannover. Das Gespenst des roten Punktes. Es fährt umsonst." So apostrophierten hannoversche SDS-Mitglieder den fast zwei Wochen andauernden Ausnahmezustand, der im Juni 1969 Hannover erfasste. Die Rote-Punkt-Aktion war eine Kampagne gegen eine Fahrpreiserhöhung im öffentlichen Personennahverkehr, die ausgehend von Gruppen der Außerparlamentarischen Opposition einen großen Teil der hannoverschen Bevölkerung erfasste und sich damit von den vorherigen Aktionen der Studentenbewegung abhob. Zum ersten Mal entwickelte sich hier eine beispiellose Solidarität zwischen Studenten und Schülern sowie Arbeitnehmern und weiten Teilen der Bevölkerung, was der Rote-Punkt-Aktion einen singulären Charakter verlieh. Als einziges Ereignis der hannoverschen Studentenbewegung fand diese Kampagne bundesweite mediale Aufmerksamkeit, weil durch die Solidarisierung eines großen Teils der Einwohner eine neue Qualität und Intensität der Proteste erreicht war.

Termin(e): 16.01.2018 
von 18:00 bis 19:00 Uhr
Ort

Historisches Museum

  • Pferdestraße 6
  • 30159 Hannover
Historisches Museum, Am hohen Ufer, Eingang Burgstraße © LHH, Historisches Museum Hannover