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Historisches Museum, Am hohen Ufer, Eingang Burgstraße © LHH, Historisches Museum Hannover

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sammeln, forschen, bewahren

Heinz & Nanny Geyer-Stiftung unterstützen das Historische Museum

Die Stiftung wahrt das kulturelle Erbe Hannovers und stellt dem Museum Mittel für den Ankauf und die Restaurierung historischer Objekte zur Verfügung.

2008 begründete Nanny Geyer, eine Nichte von Hannovers früherem Oberbürgermeister Arthur Menge, die nach ihrem Mann und ihr benannte Stiftung. Sie suchte sich dabei kompetente Partner, die langfristig gewährleisten, dass diese Ziele umgesetzt werden. Die "Heinz & Nanny Geyer-Stiftung" verfolgt, außer der Wahrung des hannoverschen Kulturerbes ein weiteres, ihr wichtiges, gesellschaftliches Ziel: Sie möchte die Not armer Hannoveraner lindern. Auf sozialem Gebiet ist das Stephansstift der Partner der Stiftung.

Ein Beispiel für die Förderung des Historischen Museums ist der Erwerb der Fahne der Hannoverschen Knopffabrik Gompertz & Meinrath. Mit Hilfe der Heinz & Nanny Geyer-Stiftung konnte sie auch restauriert werden.

Die Fahne stammt aus dem Jahr 1889 und wurde wahrscheinlich anlässlich des ersten Hannover-Besuches von Kaiser Wilhelm II. angefertigt, den Firmen und Vereine mit einer "Flaggenparade" in der Bahnhofstraße begrüßten. Die Knopffabrik Gompertz & Meinrath war bereits 1877 gegründet worden. Die auf dem Banner abgebildeten Werkzeuge verweisen noch auf die Herkunft aus dem Handwerk der Knopfmacher.

Das innovative Unternehmen nahm früh die Fertigung von Knöpfen aus Kunststoff auf. Seit 1913 an der Vahrenwalder Straße ansässig, war die Firma auf Expansionskurs mit Abnehmern im In- und Ausland. Die Erfolgsgeschichte wurde unterbrochen, als die jüdischen Firmeneigentümer 1935 Deutschland verlassen mussten. Nach Kriegsende wurde das Unternehmen restituiert und 1951 kehrte der frühere Direktor Erich Gompertz aus dem Exil zurück, um bis 1964 wieder die Firmenleitung zu übernehmen. In den 1960er Jahren begann der Niedergang des Unternehmens, das 1972 verkauft und ein Jahr später aus dem Handelsregister gelöscht wurde.

Die sehr komplexe Restaurierung der Fahne, die durch Alterungsprozesse und schlechte Lagerung gelitten hatte, umfasste verschiedene Schritte. Dazu gehörten die Sicherung beschädigter Partien des Seidenstoffes und der Stickereien ebenso wie eine vorsichtige Reinigung der Fahne. Dadurch konnten die alten Verschmutzungen zwar nicht beseitigt, aber doch stark reduziert werden.

Jeder ist herzlich eingeladen die Ziele der Heinz & Nanny Geyer - Stiftung durch eine Spende zu unterstützen. Spenden werden komplett im Sinne des Stiftungszweckes, der vom Spender gewählt wird – Soziales oder Kultur – verwandt, kein einziger Euro wird für Verwaltungskosten abgezogen.

Nähere Informationen zur Heinz & Nanny Geyer-Stiftung: www.geyer-stiftung.de