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Historisches Museum, Am hohen Ufer, Eingang Burgstraße © LHH, Historisches Museum Hannover

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Neues und Altes

Jahrespressegespräch 2019

Sonderausstellungen und Veranstaltungen: Prof. Dr. Thomas Schwark, Leiter der Museen für Kulturgeschichte, Dr. Andreas Fahl (Leiter der Sammlungsabteilung), Dr. Andreas Urban (Leiter der Ausstellungsabteilung) und Dr. Jan Willem Huntebrinker (Leitung Bildung & Kommunikation) stellten am 8. Januar während der Jahrespressekonferenz die Ausstellungen und Veranstaltungen im Historischen Museum  vor.

Jahrespressekonferenz 2019 © Historisches Museum Hannover

Jahrespressekonferenz 2019

Ein erfolgreiches Jahr 2018 liegt hinter dem Historischen Museum Hannover. Im Dezember konnte die 25.000 Besucherin in der PLAYMOBIL- Austellung begrüßt werden und die vielen im Voraus ausgebuchten Veranstaltungen zeigen den Erfolg des Programms, dass den Gästen des Museums angeboten wird.

Für das Jahr 2019 haben sich die Kuratoren des Museums ein umfangreichres Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm für das Museum Schloss Herrenhausen und das Historische Museum überlegt.

Museum Schloss Herrenhausen

Bis zum 17. Februar ist im Museum Schloss Herrenhausen die Ausstellung "Draußen. Landschaften der globalen Verstädterung" zu sehen. Sie endet mit einer Finissage einer letzen Führung durch die Ausstellung und anschließend laden die Ausstellungsteams der gezeigten 7 Projekte zur offenen Gesprächsrunde ein. Am 16. März 2019 eröffnet die Ausstellung "Herrenhausen und Europa. Ein Gartennetzwerk" in der Galerie Herrenhausen. Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit der Technischen Informationsbibliothek Hannover (TIB), der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen und des Historischen Museums Hannover.

Karl Albrecht Haupt

Die Ausstellung zeigt erstmals seit der 300-Jahrfeier des Großen Gartens 1966 eine Reihe von bedeutenden druckgrafischen Werken zur Gartenkunst der Renaissance, des Manierismus und des Barock. Der Architekt und Bauforscher Karl Albrecht Haupt (1852-1932) trug sie zusammen. Seine umfangreiche Sammlung umfasst Reiseskizzen und Studienblätter, Monografien zur Architekturgeschichte, -theorie und Gartenkunst sowie Zeichnungen und Druckgrafiken. Sie ist heute eine bedeutende Sondersammlung in der Technischen Informationsbibliothek (TIB).

Historisches Museum am Hohen Ufer

Am 26. März wird im Historischen Museum in der Altstadt Hannovers die Ausstellung "Trecker nach Hannover. Gorleben und die Bewegung zum Atomausstieg" eröffnet.

Im März 1979 zogen Männer und Frauen im „Gorleben-Treck“ aus dem Wendland in großer Zahl in die Landeshauptstadt – auf Traktoren, Fahrrädern und zu Fuß. Und es wurden immer mehr.

Gorleben

Zeitgenössische Fotos, Dokumente, Zeitzeugenberichte und „Erinnerungsstücke“ berichten über die Ereignisse und ihre Auswirkungen. Protagonisten im Wendland und in Hannover kommen zu Wort, Akteur*innen und Initiativen werden vorgestellt – und mehrere illustrative Inszenierungen lassen die Protest-Szene in Hannover, Gorleben und auch die Position der AKW-Befürworter anschaulich werden. Schließlich richtet sich der Blick auf das Wendland nach 1979, beleuchtet den politischen Protest seither und zeigt anhand der „Kulturellen Landpartie“, wie sich das Wendland als Kulturregion etabliert hat. Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Institut der Didaktik der Demokratie und Studierenden am Historischen Seminar der Leibniz-Universität sowie dem Gorleben-Archiv in Lüchow.

Hannover Geschichte in Fotografien

Ende des Sommers zeigt die Fotoausstellung "Hannoverwandelt. Fotografierte Zeitgeschichte 1946 – 2019" Hannover nach dem Zweiten Weltkrieg. Hannover und das Leben der Menschen in der Stadt haben sich in vielfältiger Weise gewandelt. Vor dem Hintergrund der großen zeitgeschichtlichen Entwicklungen präsentiert die Ausstellung 80 Fotografien von hannoverschen Berufsfotografen und Fotoamateuren aus der Sammlung des Bildarchivs des Historischen Museums Hannover. Sie zeigen politische Ereignisse oder Impressionen aus dem Alltag der Menschen und damit den Wandel der Stadtgesellschaft.
Die Ausstellungseröffnung findet am 3. September 2019 statt.

Bildung und Kommunikation

Das Museum kann auf ein erfolgreiches Jahr 2018 zurückblicken. Zu allen Ausstellungen gab es ein vielfältiges und von den Gästen des Museums gern genutzte Programme. Kindergeburtstage, Lerngruppen (vom Kindergarten über Schule bis zum Integrationskurs), Familienworkshops und Ferienangebote, öffentliche Führungen, private Führungen für Erwachsene und weitere Veranstaltungen wie Vorträge, Feste, Buchvorstellungen, Seminare, Tagungen etc. wurden weit im Voraus gebucht und waren häufig ausgebucht.

2019 werden viele der begehrten Veranstaltung noch einmal stattfinden.

Besondere Veranstaltungen 2019

Auf neue und innovative Wege begibt sich das Historische Museum mit dem Projekt "Heimat"

Das Thema Heimat hingegen gehört zu den Kernthemen des Historischen Museums Hannover. Dies schon allein aus seiner eigenen Geschichte heraus. Spielte das Museum doch eine prominente Rolle in der konservativen Heimatbewegung des frühem 20. Jahrhunderts und auch in der völkischen und nationalsozialistischen Aneignung des Heimatbegriffes. Zudem führte das Museum selbst einst als „Niedersächsisches Heimatmuseum“ den Begriff im Namen. Die Auseinandersetzung mit Heimat bleibt für das Museum aktuell: sie wird auch die geplante Neukonzeption der Dauerausstellung beschäftigen.

Heimat

Heimat ist für die meisten Menschen jenseits politischer Debatten ein Gefühl, das sich mit einem Ort oder einer Erinnerung verbindet. Wer dieses Gefühl ausdrücken möchte, verwendet oft Bilder. Aber kann man dieses Gefühl auch hörbar machen? Mit dieser Frage – "Wie klingt Heimat?" – beschäftigt sich ein Projekt des Historischen Museums Hannover in Kooperation mit dem Musikzentrum Hannover, dem Klangkünstler Lukas Dolphin und der Kulturvermittlerin Friederike Bill. Menschen in Hannover mit ganz unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft sowie unterschiedlichen Alters erarbeiten zusammen mit Lukas Dolphin kleine Klangcollagen, in denen ihre Vorstellung von Heimat vertont wird. Begleitet werden sie von der Kulturvermittlerin Friederike Bill, die die Idee zu diesem Projekt hatte. Die Klangcollagen reisen dann im Sommer 2019 in Form einer Klanginstallation an verschiedene öffentliche Orte in Hannover. Sie laden die Zuschauer und Zuhörer ein, sich mit ihren subjektiven Perspektiven auf Heimat zu beschäftigen. Im Herbst und Winter 2019 soll das Material für die Arbeit an Schulen genutzt werden.

Preview der Eurovision Song Contest-Beiträge

„Dr. Eurovision“ Irving Wolther präsentiert am Freitag, 26. April in einer exklusiven Video-Preview im Foyer des Historischen Museums die Beiträge des diesjährigen Wettbewerbs von A wie Albanien bis Z wie Zypern. Unterhaltsam und kenntnisreich erzählt der ausgewiesene Song-Contest-Experte interessante Hintergründe zu den einzelnen TeilnehmerInnen und ihren Liedern, aber auch zur Veranstaltung in Israel. Wie beim echten Song Contest werden eine Expertenjury und die ZuschauerInnen vor Ort ihre Favoriten wählen. Das geht dank eines komfortablen Online-Tools ganz einfach per Smartphone. Damit es ein richtiger „Grand-Prix-Abend“ wird, sorgen Getränke und kleine Knabbereien für die richtige Partyatmosphäre. Der Eintritt ist frei.

Natürlich wird auch 2019 gefeiert.

Museumsfeste

Am 8. September findet ein Fest zur gerade eröffneten Ausstellung "Hannoverwandelt" statt.
Kleidung und Kostüme aus den 50er Jahren bis heute liegen bereit, um von kleinen und großen Besuchern angezogen zu werden. Ein Schnappschuss mit der guten alten Polaroid-Kamera hält diesen Verkleidungsspaß fest. Außerdem laden verschiedene Spiele und Aktionen ein, die Erinnerungen an die letzten Jahrzehnte aufleben zu lassen! Geplant sind Musikaufführungen, ein Tanzkurs und Handwerksvorführungen. Ein Museumsfest für Jung und Alt.

Bevor das Museum für die geplanten Bauarbeiten geschlossen wird, wollen wir noch einmal feiern – am Sonntag, 17.11.2019

„Best of“

Vom Mittelalter bis zur Neuzeit geht die Zeitreise an nur einem Tag. Viele unserer Highlights werden heute noch einmal angeboten: Themenschwerpunkte sind: Mittelalter, Märchen, Leben um 1900 und natürlich verkleiden in unsere Kostüme aus unterschiedlichen Epochen. Schwertkampf, Bogenschießen und Katapulte bauen stehen auf dem Programm. Aber auch Kerzenziehen, Kaffeemahlen und verschiedene Spiele, die schon unsere Urgroßeltern gekannt haben. Ein Kindertheater wird zu Gast im Museum sein. Für das leibliche Wohl wird beim Lagerfeuer im Innenhof gesorgt: es gibt Grillwürstchen und Kinderpunsch.

Alle Veranstaltungen des Historischen Museums werden, wie gewohnt, im gedruckten monatsprogramm und auf der Homepage des Museums veröffentlicht.