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Selbstbildnis Karl Pohle

Eine Schenkung an das Historische Museum Hannover

Das Selbstporträt entstand für die Herbstausstellung des Kunstvereins unter dem Thema "Maler sehen sich selbst" im Oktober 1936 und erhielt den 1. Preis. Das Besondere seiner Darstellung: In Zeiten des Nationalsozialismus ist sein Porträt in der Art der Neuen Sachlichkeit modern – gar nicht im Sinne der Deutschen Kunst. Sein Sohn bemerkte zudem: "Karl Pohle hatte sich in einem roten Hemd gemalt! Der unpolitische Künstler hatte nicht bedacht, dass die fröhliche Hemdfarbe als staatsfeindliches Symbol gedeutet werden könnte".

Karl Pohle (*30.11.1905 Bennigsen/Deister, † 08.10.1969 Hannover) studierte an der Kunstgewerbeschule angewandte und freie Malerei und legte 1929 sein Staatsexamen ab. 1931 wurde er als nebenamtlicher Lehrer an die Kunstgewerbeschule Hannover berufen und war als freischaffender Künstler u.a. regelmäßig Gast in den Frühjahrs- und Herbstausstellungen des Kunstvereins. Seit 1957 wirkte er an der Werkkunstschule als Lehrer für Zeichnen und Malen.