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Klanginstallation

Wie klingt Heimat?

Das Historische Museum Hannover beschreitet neue und innovative Wege in der Auseinandersetzung mit dem Thema Heimat.

Klanginstallation mit Einwurfmöglichkeit für Postkarte © Historisches Museum Hannover

Klanginstallation

Der Begriff Heimat ist derzeit in aller Munde. Zahlreiche Diskurse in Politik und Gesellschaft werden darüber geführt, was Heimat ist und sein soll, wer dazugehören kann und wer davon ausgeschlossen wird.
Heimat ist für die meisten Menschen jenseits politischer Debatten ein Gefühl, das sich mit einem Ort oder einer Erinnerung verbindet. Wer dieses Gefühl ausdrücken möchte, verwendet oft Bilder. Aber kann man dieses Gefühl auch hörbar machen?

Klänge

Mit dieser Frage – „Wie klingt Heimat?“ – beschäftigt sich ein Projekt des Historischen Museums Hannover in Kooperation mit der Kulturvermittlerin Friederike Bill, dem Musikzentrum Hannover und dem Klangkünstler Lukas Dolphin. Neun Menschen aus Hannover mit ganz unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft sowie unterschiedlichen Alters haben zusammen mit Lukas Dolphin kleine Klangcollagen erarbeitet, in denen ihr Gefühl von Heimat vertont wurde. Begleitet wurden sie von der Kulturvermittlerin Friederike Bill, die die Idee zu diesem Projekt hatte.

Installation auf Reisen

Die Klanginstallation lädt die Zuschauer*innen und Zuhörer*innen ein, sich mit ihren subjektiven Perspektiven auf Heimat zu beschäftigen. Im Juli reist die Klanginstallation an verschiedene öffentliche Orte in Hannover. Zudem wird die sie vom 21.6. bis 30.7.2019 im Foyer des Historischen Museums Hannover ausgestellt sein. Weitere Ausstellungsorte sind in Vorbereitung. Im Herbst und Winter 2019 soll das Material für die Arbeit an Schulen genutzt werden.

Neue Wege

Das Museum hat in der Auseinandersetzung mit dem Thema Heimat einen neuen Weg beschritten. Im Gegensatz zum Bild hat der Klang in der Beschäftigung mit Heimat bisher kaum eine Rolle gespielt. Wobei Klang generell im Museum eher selten vertreten ist. Das Thema Heimat hingegen gehört zu den Kernthemen des Historischen Museums Hannover. Dies schon allein aus seiner eigenen Geschichte heraus. Spielte das Museum doch eine prominente Rolle in der konservativen Heimatbewegung des frühem 20. Jahrhunderts und auch in der völkischen und nationalsozialistischen Aneignung des Heimatbegriffes. Zudem führte das Museum selbst einst als „Niedersächsisches Heimatmuseum“ den Begriff im Namen. Die Auseinandersetzung mit Heimat bleibt für das Museum aktuell: sie wird auch die geplante Neukonzeption der Dauerausstellung beschäftigen.

An folgenden Orten ist die Klanginstallation zu hören:

Sa, 06. Juli - Küchengarten (Linden) - 12-15 Uhr 

Sa, 13. Juli - Kröpcke (Mitte) - 12-15 Uhr

Sa, 20. Juli - Lister Platz (List) - 12-15 Uhr 

Sa, 27. Juli - Christuskirche (Nordstadt) - 12 - 15 Uhr