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Historisches Museum, Am hohen Ufer, Eingang Burgstraße © LHH, Historisches Museum Hannover

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Führungen

Wege zum Smartphone

Führung in Gebärdensprache durch die Sonderausstellung "Wege zum Smartphone" mit Martina Bergmann

Wie andere Lebewesen besitzt auch der Mensch optische, akustische und Tastsinne, die ihm eine Interaktion und Kommunikation mit seiner Umwelt ermöglichen. Allerdings ist er auf Grund der begrenzten Reichweite dieser Sinne auf einen engen lokalen Raum beschränkt.

Die technischen Fortschritte des 19. und vor allem des 20. Jahrhunderts erweiterten die Kommunikationsmöglichkeiten des Menschen und eröffneten die Perspektive auf globale Lebensbezüge. Zunächst konnte durch die Telegrafie die Übermittlung von Nachrichten radikal beschleunigt werden. Durch das Telefon konnte die sprachliche Lokalität aufgehoben werden. Dann machten es Rundfunk, Film und schließlich das Fernsehen möglich, in Ton und Bild an nahezu jedem Ort der Welt zu sein. Fotografie und Schallplatte ermöglichten die Speicherung von Bildern und Tönen. Rechner boten die Voraussetzung für eine allgemeine Datenkommunikation mit digitalisierten Bild- und Tonsignalen. Mit dem Smartphone verfügt der Mensch über eine Kombination aller bisher genannten Kommunikationsformen, kann stets online sein und sich mit anderen vernetzen.

Aber welche Techniken verbergen sich hinter den Apparaturen und Geräten, mit denen Menschen seit mehr als einhundertfünfzig Jahren spielend Raum und Zeit überwinden? Auf welchen physikalischen Gesetzen basieren diese elektronischen Kommunikationsmedien? Und wie haben die modernen Medien die Wahrnehmung und den Denkhorizont der Menschen verändert? Dies sind zentrale Fragen der Ausstellung, die in der Zusammenarbeit von Wissenschaftlern der Leibniz Universität Hannover und dem Historischen Museum Hannover konzipiert wurde. Die Ausstellung stellt elektrotechnisch vermittelte Kommunikation im Rückblick vor und verbindet interdisziplinär Sichtweisen der Technikgeschichte und der Kulturgeschichte miteinander. Experimentelle Aufbauten dienen zur Erläuterung von technischen Funktionsweisen und physiologischen Vorgängen im menschlichen Wahrnehmungsapparat. Technische Objekte, Fotografien, Werbeplakate, Filmausschnitte und andere Dokumente  stellen die Kommunikationsmedien im historischen Wandel vor. Das Smartphone bildet den bisherigen Endpunkt, in den die früher getrennt verlaufenden Stränge technischer und medialer Entwicklungen auch in der Ausstellung münden.

Die Ausstellung stellt folgende Themen vor:

-           drahtgebundene Übertragung von Zeichen – die Telegrafie

-           Übermittlung von Sprache – das Telefon

-           Senden und Empfangen von Tönen – das Radio

-           drahtloser Transport bewegter Bilder – das Fernsehen

-           Momentaufnahmen der Wirklichkeit – die Fotografie

-           Zelluloid und Malteserkreuz – der Film

-           Musik aus der Konserve – Schallplatte, Tonband und CD

-           Prägung unserer Kommunikation durch die Digitalisierung

-           Faszination Smartphone

Die Ausstellung spricht Besucher aller Generationen an. Sie leistet einen Beitrag zur kulturellen und technischen Bildung, indem sie elektrotechnische Vorgänge der Telegrafie, der Telefonvermittlung, beim Rundfunksender und -empfänger, im Fernsehgerät und im Filmprojektor erläutert. Besucher erfahren anhand interaktiver Exponate und Experimente den Unterschied von analoger und digitaler Verarbeitung von Information. Die Ausstellung wird die Grundlagen als auch die Chancen und Gefahren der heutigen digitalen Welt verständlich machen, die einen schnellen und scheinbar unbegrenzten Austausch von Informationen in Form von Sprache, Musik und Bildern ermöglicht.

Termin(e): 05.11.2017 
von 14:00 bis 15:00 Uhr
Ort

Historisches Museum

  • Pferdestraße 6
  • 30159 Hannover
Preise:
Kosten Museumseintritt