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Präsentationsreihe

Jahrhundertmünze

Wenn eine Münze die Geschichte ihrer Entstehungszeit emblematisch widerspiegelt, wird sie im Museum August Kestner zur Jahrhundertmünze und im Erdgeschoss des Museums präsentiert.

Jahrhundertmünze – 5. Jahrhundert n. Chr.

Die aktuelle Goldmünze ist ein Solidus des römischen Kaisers Flavius Honorius, der in seiner Herrschaftszeit die große Schmach der ersten Plünderung Roms erleben musste (410 n. Chr.). Den Untergang des alten "Nabels der Welt" und den Aufstieg Konstantinopels deutet auch die Münzrückseite an: Als thronende Frau mit Helm, Lanze und Schild ist die Stadt stolz und herrschaftlich wiedergegeben. Das Kürzel CONOB darunter steht ebenfalls für die Stadt Konstantins und ihre Münzstätte. Hier ist der Solidus geprägt worden.

Die Vorderseite der Münze zeigt den Kaiser als fast frontale Büste. Er trägt ein Perlendiadem und einen verzierten Brustpanzer. Er schultert rechts eine Lanze und hält links einen Schild, dessen Verzierung mit einem Reiter erkennbar ist.

Tiefgreifende Veränderungen prägten die Spätantike am Übergang zum Mittelalter: Die immer stärker werdende Dominanz des Christentums markiert den religiösen Wandel. 

Diesen thematisierte die letzte Jahrhundertmünze. In geographischer Hinsicht manifestiert sich die neue Zeit in der wachsenden Bedeutung von Konstantinopel (heute Istanbul). Die Stadt ersetzte als "neues Rom" bald das alte Zentrum des Römischen Reiches.

Eingangsfassade: Museum August Kestner © MAK