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Jahresvorschau

2018 im Sprengel Museum

Mit dem Rückenwind der Auszeichnung "Museum des Jahres 2017" blickt das Sprengel Museum Hannover ins neue Jahr und auf ein profiliertes Ausstellungsprogramm zur Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Drei große Sonderausstellungen führen durch das Jahr 2018 und setzen ihre jeweiligen Akzente im Bereich der Fotografie, der Moderne und der zeitgenössischen Malerei.

Den Auftakt macht die Ausstellung zum Werk von Rineke Dijkstra, die als eine der herausragenden Fotografinnen der Gegenwart mit dem renommierten SPECTRUM Internationaler Preis für Fotografie der Stiftung Niedersachsen ausgezeichnet wird. Für ihre Ausstellung im Sprengel Museum Hannover entwickelt die Künstlerin erstmals eine Präsentationsform, die auf einem Dialog von ausgewählten Werken ihres eigenen OEuvres mit Werken aus der museumseigenen Sammlung aufbaut.

Mitte des Jahres beleuchtet das Sprengel Museum Hannover in einer umfassenden Präsentation das Werk des Künstlerpaares Ella Bergmann-Michel und Robert Michel im internationalen Kontext als Künstler der avantgardistischen Moderne. Ihre Bilder und Collagen sind eine Synthese aus expressiven und dadaistischen Ansätzen sowie konstruktivistischen Tendenzen. Die neuen Medien ihrer Zeit – Typografie, Leuchtreklame, Fotografie und Film – prägten ihr Werk auf unverwechselbare Weise.

In Kooperation mit der Albertina, Wien, zeigt das Sprengel Museum Hannover ab September eine Retrospektive der österreichischen Malerin und Grafikerin Florentina Pakosta. Bekannt wurde die sich durch ihr feministisches Engagement auszeichnende Künstlerin mit großformatigen Werken – geometrische Bilder in starken Farben und Arbeiten auf Papier, plastisch dargestellte Köpfe und Hände in zahlreichen Grauwerten.

Internationale zeitgenössische Positionen wie unter anderem Olav Christopher Jenssen, Theaster Gates und – im Bereich der Fotografie – Anne Collier setzen weitere Akzente. Eine kleine Ausstellung in der Einblickshalle feiert schließlich den 90. Geburtstag des hannoverschen Künstlers und Publizisten Asmus Petersen.

Das Kurt Schwitters Archiv am Sprengel Museum Hannover setzt 2018 gemeinsam mit der Bergischen Universität Wuppertal und dem Center for Digital Humanities, Trier, das von der DFG finanzierte Editions-Projekt zu Kurt Schwitters fort. Der vierte Band ist der Avantgarde-Zeitschriftenreihe MERZ gewidmet, dem Herzstück seiner künstlerischen Strategie.

100 Jahre Frauenwahlrecht – von dieser Jährung ausgehend findet im Herbst 2018 eine Lesereihe unter dem Titel "Frauenschicksale" statt. Nachgegangen wird dem Lebensweg von Protagonistinnen der Avantgarde vor und nach dem Ersten Weltkrieg, darunter Hannah Höch, Lou Straus-Ernst, Gabriele Münther, Käte Kollwitz und Paula Modersohn-Becker.

Eine Feier anlässlich der Preisverleihungen zum "Museum des Jahres 2017" und zur "Ausstellung des Jahres 2017" ("Surreale Sachlichkeit. Werke der 1920er und 1930er Jahre aus der Nationalgalerie" in der Sammlung Scharf-Gerstenberg) findet Anfang 2018 im Sprengel Museum Hannover statt.