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Ausstellungen

Fred Stein: Dresden – Paris – New York

Bis Ende Januar 2020 ist im Sprengel Museum eine Ausstellung mit Fotografien von Fred Stein zu sehen – einem Zeitgenossen von Hannah Arendt.

Eine historische Straßenaufnahme von sieben Personen © Estate of Fred Stein

Little Italy, New York, 1943

Hannah Arendt teilte mit dem in Dresden geborenen Fred Stein (1909-1967) die Erfahrungen von Flucht, Exil und Staatenlosigkeit. Stein war Mitglied der Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands (SAPD). Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurde er gezwungen, seine Arbeit als Jurist aufzugeben und mit seiner Frau Lilo nach Paris zu emigrieren. Das gemeinsame Hochzeitsgeschenk, eine Leica, begründete seine neue Karriere als Fotograf. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs flohen die Steins ebenso wie Hannah Arendt 1941 nach New York.

Fred Stein fotografierte Architektur, Straßenszenen und Menschen in Paris und New York. Bekannter sind seine Porträts. Bilder von Bertolt Brecht, Le Corbusier, Dorothy Parker, Albert Einstein, Günter Grass oder Hannah Arendt, die er über Jahrzehnte fotografisch begleitete, fanden Aufnahme in das kollektive Bildgedächtnis. Aufgrund seiner vielfach durch Brüche gekennzeichneten Biographie blieb der Name des Fotografen bis zum Engagement seines Sohnes Peter Stein jedoch weitgehend unbekannt. Anlässlich der HANNAH ARENDT TAGE 2019 gibt das Sprengel Museum Hannover einen Einblick in das umfangreiche Werk. Die Ausstellung wurde kuratiert von Inka Schube, Sprengel Museum Hannover, in Zusammenarbeit mit Peter Stein und Dawn Freer.

Termin(e): 23.10.2019 bis 26.01.2020
dienstags 
von 10:00 bis 20:00 Uhr
23.10.2019 bis 26.01.2020
mittwochs  donnerstags  freitags  samstags  sonntags 
von 10:00 bis 18:00 Uhr
Ort

Sprengel Museum Hannover

  • Kurt-Schwitters-Platz
  • 30169 Hannover
Preise:
Eintritt 7,- €
ermäßigt 4,- €
freitags frei