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De-extinction, 2014 © Pierre Huyghe

Pierre Huyghe: De-extinction, 2014

Jahresvorschau

Das passiert 2016 im Sprengel Museum

Das Programm 2016 hat klare Konturen mit definierbaren Schwerpunktthemen. Ab Juni 2016 präsentiert das Museum "130% Sprengel" auf 7.000 Quadratmetern.

Zur Vorbereitung der Wiedereröffnung Anfang Juni 2016 wird ab dem 1. Februar 2016 das Museum in Teilen für einige Monate schließen. In der Umbau- und Renovierungszeit zeigt das Sprengel Museum Hannover ab 30. Januar 2016 im Erweiterungsbau die Ausstellung "Kurt-Schwitters-Preis der Niedersächsischen Sparkassenstiftung 2015: Pierre Huyghe. Orphan Patterns". Der französische Künstler wird eine neue Installation vorstellen.

In der Einblickshalle wird ab 26. April 2016 die Präsentation "Niki de Saint Phalle – The Big Shots" mit einer Auswahl ihrer besten Werke aus der Sammlung des Sprengel Museum Hannover gezeigt.

Die Abteilung Grafik setzt ab 5. Juni 2016 die Reihe "Kunst um … – Tiefenbohrungen" in der Sammlung fort.

Ab 10. Dezember untersucht die Ausstellung "Und plötzlich diese Weite. Kleine transatlantische Fotografiegeschichte nach '66" die Verbindungslinien zwischen amerikanischen Positionen der Fotografien und der Werkstatt für Photographie in Berlin-Kreuzberg in den Jahren zwischen 1976 und 1986.

Die anderen Sammlungsräume werden in der Zeit vom 1. Februar bis Anfang Juni 2016 für die große Neueröffnung im Juni 2016 mit 130% Sprengel umgebaut und sind während dieser Zeit geschlossen.

Ausstellung im Erweiterungsbau

Kurt-Schwitters-Preis
der Niedersächsischen Sparkassenstiftung 2015
Pierre Huyghe. Orphan Patterns
30. Januar bis 24. April 2016

Der Preisträger des Kurt-Schwitters-Preis der Niedersächsischen Sparkassenstiftung 2015, Pierre Huyghe (*1962, Paris), wird im Erweiterungsbau des Sprengel Museum Hannover seine neue Installation Orphan Patterns zeigen.

Für die zehn großen, in einer Folge liegenden Ausstellungsräume hat er einen "parcours" entwickelt, auf dem die Besucherinnen und Besucher durch verschiedene Atmosphären, Helligkeiten und Erscheinungen eine jeweils zeitlich und individuell verschiedene Erfahrung machen können.

Wie in den vorherigen großen Installationen des Künstlers werden auch hier sowohl Tiere und Schauspieler als auch künstliche Elemente und Medien eingesetzt. Fliegen werden sich in einem Raum bewegen, im Ungewissen verbleibende Nahaufnahmen von in Bernstein verewigten Insekten werden in einer Projektion sichtbar oder man begegnet dunkel gekleideten Figuren mit leuchtenden Visieren, die zum Teil im Würfelspiel versunken sind.

Die Durchdringung von Kunst und Leben, die prägend für Kurt Schwitters’ Merzkunst war, findet sich bei Huyghe in der Trias von Tier, Mensch und Artefakt. Diese Grundlagen von Kultur, in Verbindung mit der Bewegung der Lebewesen sowie einer Zeitachse von den Ursprüngen der Welt bis heute, bilden die Basis für die präzise gestalteten und eindrucksvollen Räume des französischen Künstlers.

Der Kurt-Schwitters-Preis wird 2015 zum zehnten Mal vergeben und ist mit 25.000 Euro dotiert. Er möchte Künstlerinnen und Künstler würdigen, "deren Werk durch die Berufung auf Kurt Schwitters gekennzeichnet ist und sich durch das Vorwagen in neue Bereiche künstlerischen Gestaltens und künstlerischer Vorstellungen auszeichnet oder deren Werk einen Beitrag zur Verbindung und Integration
der künstlerischen Gattungen leistet".

Die Vergabe des Kurt-Schwitters-Preises ist ein wichtiger Baustein der Kulturförderung der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, die sich nicht nur für die bildende Kunst, sondern auch in den Bereichen Musik, Museen und Denkmalpflege engagiert.

Ausstellung in der Einblickshalle

Niki de Saint Phalle
The Big Shots
27. April 2016 bis 7. Mai 2017

Zum Auftakt der großen Sammlungspräsentation eröffnet das Sprengel Museum Hannover in der Einblickshalle eine Präsentation mit den besten Arbeiten von Niki de Saint Phalle, die auf der großzügigen Schenkung der Künstlerin im Jahr 2000 gründet.

La mort du patriarche (Der Tod des Patriarchen), 1962-72 © NCAF – Donation Niki de Saint Phalle – Sprengel Museum Hannover

La mort du patriarche (Der Tod des Patriarchen), 1962-72

"Niki de Saint Phalle – The Big Shots" präsentiert Niki de Saint Phalles Entwicklung anhand ihrer Meisterwerke von der Mitte der 1950er bis in die 1990er-Jahre. Ihre frühe Emanzipation als Künstlerin in der Kunstszene manifestieren die Schießbilder, wie das zentrale Hommage to Bob Rauschenberg (Shot by Rauschenberg) (1961), ein in Anlehnung an den derzeit bereits berühmten amerikanischen Assemblagen-Künstler Robert Rauschenberg gefertigtes Schießbild von Niki, das sie von ihm beschießen ließ.

Schließlich wird der in den 1970er-Jahren von Niki de Saint Phalle begonnene Tarot-Garten mit den kompletten Modellen auf einem bühnenartigen Podest inszeniert. Den Abschluss bilden die großformatigen Skulpturen mit Mosaiken, wie der Obélisque de miroirs (1993), die auf die Grotte in den Herrenhäuser Gärten in Hannover von 2000 vorausweisen.

Nach den großen Retrospektiven von Niki de Saint Phalle im Grand Palais in Paris 2014 und dem Guggenheim Museum in Bilbao 2015, bei denen das Sprengel Museum Hannover Hauptleihgeber war, sind die Meisterwerke de Saint Phalles jetzt wieder in einer umfassenden Präsentation in Hannover zu sehen.

Neupräsentation der Sammlung im ganzen Museum

130% Sprengel
5. Juni 2016 bis 29. Januar 2017

Ab 5. Juni 2016 gibt das Sprengel Museum Hannover seiner Sammlung die ganz große Bühne: Unter dem Titel 130% Sprengel wird im gesamten Haus auf knapp 7.000 qm die eigene Sammlung präsentiert.

Mit mehr als 1.500 ausgestellten Werken wird es eine Schau der Superlative, die einen Rundgang durch die Kunstgeschichte der Moderne von ihren Anfängen um 1900 bis in die unmittelbare Gegenwart ermöglicht.

Erstmals sind die Meisterwerke der Klassischen Moderne in den großzügigen Naturlichträumen im Erweiterungsbau zu sehen. Die Ausstellung unterstreicht eindrucksvoll den außerordentlichen Rang dieser einzigartigen Sammlung.

Der Einstieg in den großen Rundgang beginnt in der Wechselausstellungshalle explizit zeitgenössisch mit der fulminanten Film-Installation Manifesto von Julian Rosefeldt.

 Musikzimmer, 1915, Öl auf Leinwand © Sprengel Museum Hannover

 Musikzimmer, 1915, Öl auf Leinwand

Die großangelegte Videoinstallation, die den Großteil der Ausstellungshalle ausfüllt, konnte mit Hilfe der Sprengel-Freunde erworben werden. In insgesamt 12 Episoden werden die großen Manifeste des 20. Jahrhunderts vorgestellt und nach ihrer Aktualität für unsere heutige Zeit befragt. 

Der Parcours setzt sich im Erweiterungsbau fort und stellt dort die Klassische Moderne mit den Meisterwerken der Sprengel-Sammlung vor. Ausgangs- und Endpunkt ist ein "Sprengel-Raum" mit einem
repräsentativen Querschnitt der Sammelschwerpunkte von Bernhard und Margrit Sprengel, die 1937 im Anschluss an den Besuch der Ausstellung "Entartete Kunst" ihr erstes Werk erwarben.

Es folgen Räume zur französischen Avantgarde (Pablo Picasso, Fernand Léger, Henri Laurens), zum deutschen Expressionismus (Brücke, Blauer Reiter) und zur Neuen Sachlichkeit, die Vertretern von Bauhaus und Surrealismus gegenübergestellt werden. In einem eigenen Raum treffen die großen Künstlerpersönlichkeiten Pablo Picasso, Paul Klee und Max Beckmann aufeinander. Der letzte Raum im Erweiterungsbau ist schließlich der Kunst in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur gewidmet.

Der Rundgang setzt sich in der Enfilade der oberen Sammlungsräume mit Positionen der Nachkriegskunst (Henry Moore, Lynn Chadwick, Ernst Wilhelm Nay etc.) fort. Markante Akzente setzen hier u. a. großformatige Rauminstallationen von Daniel Spoerri (Espace basculée) und Anna Oppermann sowie Arbeiten von Francis Bacon, Franz Gertsch, Gerhard Richter und Marlene Dumas. Der Rundgang endet mit eindrucksvollen zeitgenössischen Werken von Wim Delvoye und Atelier van Lieshout.

Im Untergeschoss wird rund um den Merzbau von Kurt Schwitters der "Kosmos Schwitters" vorgestellt: Zentrale Werke von Kurt Schwitters werden im Kontext seiner Zeitgenossen im Hannover der 1920er-Jahre präsentiert.

Die Museumsstraße und der Museumsplatz werden als Skulpturen-Boulevard mit großen Arbeiten u. a. von Aristide Maillol, Anthony Caro, Barbara Hepworth, Richard Deacon, Tony Cragg und Bogomir Ecker bespielt; im Calder-Saal erhält Alexander Calders großformatiges Mobile Blizzard einen großen Auftritt. Im Skulpturenhof, der nach wie vor auf seine bauliche Wiederherstellung wartet, richtet der in Berlin lebende, albanische Künstler Petrit Halilal eine große Installation ein.

Einen weiteren Schwerpunkt im Untergeschoss bildet die grafische Sammlung, in der zunächst die Geburt der Moderne Thema ist mit Werken, die um 1910 entstanden.

In Kooperation mit der Niedersächsischen Sparkassenstiftung stellt sich die Abteilung Sprengel Foto ganz neu auf: In insgesamt acht Räumen mit einer Fläche von ca. 500 qm präsentiert das Sprengel Museum Hannover dort dauerhaft Fotokunst,
projizierte und bewegte Bilder.

Im ehemaligen Raum für Fotografie an der Museumsstraße wird eine Kinderausstellung eingerichtet  Im Mezzaningeschoss sind Bestände von größeren Stiftungskonvoluten im Sprengel Museum Hannover zu sehen, beginnend mit einer umfassenden
Auswahl von Horst Antes aus der Sammlung Hermann.

Ausstellung der Abteilung Grafik

Geburt der Moderne
Kunst um 1910 aus der grafischen Sammlung
5. Juni bis 18. September 2016

Der künstlerische Umschwung, den Picasso im Jahr 1907 mit der Erfindung des Kubismus vollzog, gilt als Geburt der Moderne in der Kunst. Das Sprengel Museum Hannover konzentriert sich in seiner Sammlung vor allem auf die Kunst seit jenem Umbruch. Insbesondere in der Grafischen Sammlung befinden sich viele der Highlights aus dieser Periode.

Ausstellung der Abteilung Fotografie und Medien

Werkstatt für Photographie 1976-1986
UND PLÖTZLICH DIESE WEITE
Kleine transatlantische Fotografiegeschichte nach ‘66
10. Dezember 2016 bis Mitte März 2017

Die Ausstellung UND PLÖTZLICH DIESE WEITE. Kleine transatlantische Fotografiegeschichte nach ‘66 zeichnet die Geschichte der Rezeption amerikanischer Fotografie in Deutschland nach.

Im Sprengel Museum Hannover ist die Ausstellung darüber hinaus die letzte in einer Reihe von drei Präsentationen, die sich auf der Grundlage der Sammlung der Niedersächsischen Sparkassenstiftung
mit der amerikanischen Fotografie der ausgehenden 1960er- bis ca. 1980er-Jahre und ihrer Rezeption in Europa beschäftigt.

Ausstellung der Abteilung Bildung und Kommunikation

"Bei SPRENGELs unterm Sofa"
Ein SehLabor
Eine Installation für kleine und große Besucher des Museums
5. Juni 2016 bis 29. Januar 2017

Ein Sammelsurium von Bildern und Motiven, Fragen und Vorstellungen, Geschichten und Eindrücken finden sich bei "SPRENGEls unterm Sofa". Wie findet man Wege aus diesem großen Durcheinander von Farben und Formen, den Bildern von Menschen und Tieren und den Darstellungen von Bäumen, Blumen und Landschaften?

Im Rahmen von „130% Sprengel“ wird in den Räumen der früheren Fotogalerie auf der Museumsstraße eine Ausstellung für Kinder präsentiert. Die Sammlung des Museums steht im Mittelpunkt, und verschiedene KUNSTEntdeckungswege und KUNSTExperimente werden entwickelt, die das Sammelsurium und das Durcheinander "unter SPRENGELs Sofa" ordnen.

So entsteht ein SehLabor mitten im Museum. Gebaut wird eine Installation, die Kindern und Eltern, Schülern und Lehrern spielerische Möglichkeiten anbietet, durch eigene Erfahrungen und Erlebnisse das Museum und seine Kunstwerke kennenzulernen.

Zwei Projekte zu El Lissitzkys "Kabinett der Abstrakten" (1927)

Projekt "Demonstrationsraum" – Neue Formen der Vermittlung

Eine Kooperation mit dem DFG Graduiertenkolleg "Das Fotografische Dispositiv" an der Hochschule für bildende Künste in Braunschweig ermöglicht es, zur Eröffnung der Sammlungspräsentation "130% Sprengel" einen hoch aktuellen und versierten Zugang zu dem wichtigen Raum von El Lissitzky zu gewährleisten. Mit Unterstützung des Museums wurde auf Basis von historischen Fotografien eine Augmented Reality-App für Besucher entwickelt, die mittels eines i Pads im rekonstruierten Kabinett die Aufnahmen des Originals aus den 1920er- und 1930er-Jahren sowie weitere Informationen abrufen können.

Neubau einer Rekonstruktion

Die im Sprengel Museum Hannover existierende Rekonstruktion von El Lissitzkys Demonstrationsraum aus dem Jahr 1968 ist nicht länger akzeptabel. Neben Problemen erheblicher Abweichungen vom Original haben die Jahrzehnte der Nutzung deutliche Spuren hinterlassen.

Unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Isabel Schulz wird deshalb eine neue Rekonstruktion realisiert. Dafür hat das Museum einen kompetenten Partner und Sponsor gefunden: die bei Hannover ansässige, international tätige Firma EXPOMONDO (Brand and Event Architecture) mit dem Geschäftsführenden Gesellschafter Claus Holtmann. Bis spätestens Februar 2017 zur Eröffnung der Ausstellung "revonnaH ─ Kunst der Avantgarde in Hannover 1912–1933" soll ein neuer Nachbau entstehen.