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Veranstaltungen der Gartenregion

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Blick vom Schlosshof auf das Schloss Landestrost. © Stahl, Region Hannover

Schlosshof von Schloss Landestrost

Neustadt a.Rbge.

Schloss Landestrost mit Erichsberg

Der kulturelle Leuchtturm im Nordwesten.

Flanieren durch den Amtsgarten und hinabblicken zur Leine und der Leutnantswiese mit einzelnen Prachtbäumen im weiten Rasen – das ist schon ein guter Anfang. Den Laubengang durchschreiten, den historischen Hafen anschauen, sich in der Sektkellerei umsehen und Kultur im Schloss genießen, so kann es weitergehen. Schloss Landestrost ist einer der kulturellen Leuchttürme in der Region, der weit strahlt.

250 Jahre alt und 70 Meter lang, 8 Meter hoch, im Sommer angenehm schattig und grün, dreieckig im Querschnitt – das ist der Laubengang im Amtsgarten von Schloss Landestrost. Wer unter den knorrigen Hainbuchen entlang geht, erlebt das Grüne Gewölbe in Vollendung. Darin geht es liebevoll zu – Hochzeitspaare tauchen öfter auf. Da kann man aber einfach auch einmal Verstecken spielen.

Der Schlossgarten und spätere Amtsgarten waren zwei Jahrhunderte lang nur eine schlichte Grünfläche. In einem Plan von 1751 sind Gartenland ohne Gestaltungsform sowie Beete entlang der Ostseite des Schlosses zu erkennen. Dann erst nahm das Ganze langsam Form an: Zwei gestaltete Gärten mit Wegekreuz und Beeten sind in einem Plan von 1757 zu erkennen. Ein Barockgarten wird sichtbar.

Wer oben im Schlossgarten steht, bemerkt nicht, dass die Wallanlage des Schlosses Landestrost hohl ist. Da befinden sich immer noch die Kasematten. Dort lagert Sekt der einzigen Sektkellerei in Niedersachsen. Bei der traditionell praktizierten Flaschengärung müssen die Flaschen von Zeit zu Zeit gedreht werden. Ansonsten ist die Sektkellerei im Gewölbekeller angesiedelt, der sich vom Innenhof des Schlosses aus erreichen lässt. Die historische Ausstellung im Schloss ist ebenso zu empfehlen. Einen Abstecher wert ist auch der 47 Meter hohe Erichsberg. Das rondellartige Bollwerk mit Schießscharten an der Nordwestecke des Schutzwalls von Neustadt ließ Erich II. im 16. Jahrhundert bauen. Es sollte Angriffe abwehren.

Von der höchsten Erhebung Neustadts aus öffnet sich der Blick unter einem alten Baumbestand hindurch nach Süden zu einem Bouleplatz, zu Wegen, einer großen Eiche, einem Teich mit Schilf und zu Pflasterflächen. Es ist ein Ort der Besinnlichkeit.