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Klinik im Zoo Hannover heilte zahlreiche Plüsch-Patienten

Wenn Schnuffi und Teddy krank werden, sind sie ein Fall für die Stofftierklinik. Die öffnete ihre Pforten am 12. September wieder zur Sprechstunde im Zoo Hannover.

Zwei Ärzte verarzten ein Plüschtier. © Erlebnis-Zoo Hannover

Viktor Molnar und Katja von Döernberg operieren Schnuffi.

Der Plüsch-Hase ließ die Ohren hängen, das Fell von Teddy war in letzter Zeit irgendwie ein wenig stumpf und die Frotteegiraffe hatte einen komischen Knick im linken Bein – es war höchste Zeit, die geliebten Stofftiere zu einem echten Tierarzt zu bringen. In der Stofftierklinik im Erlebnis-Zoo Hannover untersuchten die Tierärzte Viktor Molnár und Katja von Dörnberg am Samstag, den 12. September, ganz besonders kuschelige Patienten. Zur Visite kamen das große Flusspferd mit Fußschmerzen ("Es humpelt!") und Zahnschmerzen, ein appetitloses Schaf (das tatsächlich sogar Schokolade "verschmäääähte"), der Dinosaurier mit abgefallenem Ohr (ein kleiner Unfall mit dem Familienhund) und der eigentlich putzmuntere, aber mit windpockenartigen rosa Tupfen übersäte Hund (kerngesund, gehörte eben nur einer seltenen Unterart – Catulus purpura punctum – an, erkannten die Zoo-Docs schnell).

Der Behandlungsverlauf

Alle Lieblinge aus Stoff und Filz, ob Äffchen oder Hund, Teddy oder Einhorn, wurden in der Stofftierklinik auf Herz und Nieren untersucht. Zunächst ging es wie in einer echten Klinik zum Empfang, wo die Patientenkarte ausgestellt wurde: Name, Alter und vor allem Art der Beschwerden wurden vermerkt. Die Zoo-Docs und ihr Team untersuchten Stofftiere mit Bauchweh, gebrochener Pfote, Augen-Aua, Knick-Schwanz, Husten. Vorsichtig tasteten sie weiche Beine und Bäuche ab, während die Kinder ihre kleinen Lieblinge ordentlich festhielten, damit sie nicht vom Behandlungstisch fallen konnten. Ging es zum Röntgen weiter, zeigte die tiermedizinische Fachangestellte Julia Gräger auf dem Röntgenbild, wo etwas gebrochen war oder was das Tierchen gar verschluckt hatte. Es folgten der Herz-Lungen-Check und die Hals-Nasen-Ohren-Überprüfung. Nach der gründlichen Untersuchung wurde jeder Plüsch-Patient sofort behandelt. Mit Pflaster, Spritze und Verband waren Teddy & Co. schnell wieder froh. Das lila Flusspferd erhielt einen Verband für den verstauchten Fuß, Dinosaurier Dorian verließ die Klinik wieder mit beiden Ohren und für Pünktchen-Hund Paul gab es eine Extra-Streicheleinheit – sonst fehlte ihm ja nichts.

Blick in den Rettungwagen

Vor der Stofftierklinik warteten weitere Überraschungen auf die kleinen (und großen) Besucher: Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. öffnete die Türen zu einem ihrer Rettungswagen und die DAK-Gesundheit suchte beim großen Fotowettbewerb "Das schönste Kinderlächeln Norddeutschlands".

(Veröffentlicht: 15. September 2015)