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Elefant © Erlebnis-Zoo Hannover

Elefantenjungbulle Taru lässt sich sein Abschiedsgeschenk schmecken.

Neues vom Zoo Hannover

Leopardin Jilin ange­kom­men, Elefant Taru geht

Ankunft und Abschied im Erlebnis-Zoo: Das chinesische Leoparden-Weibchen Jilin ist am 10. Mai 2018 wohlbehalten aus dem Zoo Thoiry, Frankreich, im Erlebnis-Zoo Hannover eingetroffen. Abschied nehmen, heißt es dafür bei den Asiatischen Elefanten.

Mit einem großen Buffet aus frischem Gras, verziert mit rotem Salat, knackigen Äpfeln, süßen Bananen, Fenchel und Lauch verabschiedete sich der Erlebnis-Zoo von dem Elefantenjungbullen Taru. Der viereinhalbjährige Bulle wird in Kürze in eine Junggesellen-Gruppe im Zoo Szeged, Ungarn, ziehen, wo er seine überschäumenden Kräfte an zwei weiteren Jungbullen messen kann. Auf seiner mit dem Europäischen Erhaltungsprogramm abgestimmten Reise wird der Bulle von zwei Elefantenpflegern aus Hannover begleitet. Eine Wohngemeinschaft für Elefantenbullen ist ein wichtiges Projekt innerhalb des EEP für Asiatische Elefanten und dient als Zwischenstation auf dem Weg der männlichen Tiere als Zuchtbullen in eine eigene Herde. Das EEP koordiniert die Nachzucht der Tiere, um einen gesunden Bestand außerhalb der freien Wildbahn aufzubauen, denn der Bestand in freier Wildbahn ist drastisch zurückgegangen. Lebten vor 60 Jahren noch etwa 160.000 in der freien Natur, sind es heute nur noch rund 30.000 Tiere. Der Erlebnis-Zoo Hannover beteiligt sich seit Jahren sehr erfolgreich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm, um die Art langfristig erhalten zu können.

Willkommen Jilin!

Bevor die Leopardin ihr neues Reich im Dschungelpalast kennenlernt, wird sich Jilin zunächst in aller Ruhe hinter den Kulissen eingewöhnen und ist daher für Besucher zunächst noch nicht zu sehen. Die 1,5 Jahre alte Jilin ist auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für Chinesische Leoparden nach Hannover gezogen, um hier mit ihren neuen Partner Julius – wenn die beiden sich denn gut riechen können – zum Erhalt ihrer stark bedrohten Art beizutragen. Weltweit zählt das EEP des China-Leoparden weniger als 100 Tiere in Zoos. Der Chinesische Leopard ist eine Unterart der Leoparden, deren Bestände in der freien Wildbahn aufgrund veränderter Lebensbedingungen und starker Bejagung sehr bedroht sind. "Jilin ist eine sehr schöne, zierliche, aber noch scheue Katze“, beschreibt Kurator Fabian Krause den Neuzugang. Wann sich das Chinesische Leoparden-Weibchen zeigen wird, sei daher nicht vorherzusehen. „Es kann Tage, vielleicht auch Wochen dauern, Katzen lassen sich gerne Zeit", so Krause. Auf das junge Weibchen wartet ein Gehege mit zahlreichen Klettermöglichkeiten, Brunnen mit sprudelndem Wasser, hoch gelegenen Aussichtsplätzen und dichtem Bambus als Rückzugsort. Wenn Jilin sich im Dschungelpalast eingelebt hat, wird sie den Zoobesuchern und irgendwann ihrem neuen Partner Julius vorgestellt.

(Veröffentlicht am 11. Mai 2018)