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Weißer Bär geht auf drei mit Namen beschriftete Kanister zu © Erlebnis-Zoo Hannover

Die Qual der Wahl: Eisbärin Milana durfte zwischen drei Namen für ihre Artgenossin in Kanada wählen.

Erlebnis-Zoo Hannover

Name für Eisbärin in Kanada gefunden

Die Hoffnung in der Arktis: Die frei lebende Eisbärin in Hudson Bay, für die der Erlebnis-Zoo Hannover die Patenschaft übernommen hat, wird auf den Namen "Hope" getauft. Der Zoo hatte Anfang Februar dazu aufgerufen, Vorschläge einzureichen. Unzählige Namensvorschläge gingen über die Social-Media-Kanäle des Zoos ein. Die Entscheidung traf eine Jury – und Eisbärin Milana im Zoo.

Eisbären in Gefahr

Wie kaum ein anderes Tier steht der Eisbär durch den voranschreitenden Klimawandel vor immer größeren Problemen: Sein Lebensraum schmilzt ihm geradezu unter den Pfoten weg. Das für die Jagd auf Robben notwendige feste Packeis friert für immer kürzere Zeit zu. Auf diese Lage weisen Artenschützer besonders anlässlich 

Mit dem "Bear Tracker" auf den Spuren der weißen Riesen

Um mehr über das Leben der Eisbären und den Einfluss des Klimawandels zu erfahren und um eines Tages sichere Schutzzonen für die Tiere errichten zu können, sind die Artenschützer von "Polar Bears International" (PBI) im ewigen Eis auf den Spuren der Eisbären unterwegs. Ein wichtiges Projekt ihrer Forschungsarbeit ist der "Bear Tracker": weibliche Eisbären werden mit Sendehalsbändern ausgestattet, ihre Wanderrouten werden per GPS übertragen und ausgewertet.

Namenssuche für Paten-Eisbärin

Der Erlebnis-Zoo Hannover hat im September 2018 die Patenschaft für eine besenderte Eisbärin, die in freier Wildbahn an der Hudson Bay lebt, übernommen und finanziert mit Spenden die Arbeit der Artenschützer. Bei dem Besuch der PBI-Mitarbeiterin Alysa McCall in Hannover rief der Zoo Anfang Februar dazu auf, für die Paten-Bärin X19735 einen passenden Namen zu finden. 

Zoo-Eisbärin Milana als Jurymitglied

Von den unzähligen eingegangen Namensvorschlägen einigte sich die Zoo-Jury auf drei Favoriten und überließ Eisbären-Weibchen Milana in Yukon Bay die finale Entscheidung für die Taufe ihrer kanadischen Kollegin in der Hudson Bay.

Auf drei weißen Kanistern, Milanas Lieblingsspielzeug, standen die Namen "Hope", wie die Hoffnung, "Nana", wie die bekannten, bunten Figuren an der Leine, und "Bärbel" oder auch "Bär-Belle" – der schöne Bär.

Milanas Wahl stand ziemlich schnell fest: Ohne lange zu überlegen, wählte sie den Kanister mit dem Schriftzug "Hope" aus, trug ihn stolz zum Wasserbecken und spielte ausgelassen in den Wellen damit. Das Zoo-Team freut sich über die Wahl: "Als wollte Milana uns damit eine Botschaft mit auf den Weg geben, die Hoffnung aufrecht zu erhalten, dass ihre gefährdete Art gerettet und der Klimawandel aufgehalten werden kann", fasst Zoo-Artenschutz-Referentin Kathrin Röper zusammen.

Über die kanadische Eisbärin Hope

Die Eisbärin mit der Nummer X19735 lebt im Nordosten Kanadas an der Hudson Bay. Erstmals begegnete sie 2003 den Artenschützern, die sie damals auf drei Jahre schätzten. Seitdem haben sich die Wege von Hope und den Wissenschaftlern noch mehrere Male gekreuzt. Bereits dreimal wurde sie mit Nachwuchs gesichtet, jeweils Zwillingen, und ihr stets ein guter körperlicher Zustand attestiert, was bei wilden Eisbären immer seltener wird. "Sie ist ein sehr erfahrenes Weibchen und weiß, was sie tut", beschreibt Alysa McCall von Polar Bears International die Bärin. Und hat noch eine Hoffnung bringende Botschaft: "Wenn alles gut läuft, könnte Hope noch einmal Mutter werden."

Die Route der Eisbärin kann dank des Sendehalsbandes nicht nur von den Wissenschaftlern, sondern auch von anderen Interessierten online live mitverfolgt werden.