Sahlkamp-Mitte

Stadtteilpark Schwarzwaldstraße

Der neue Sandkasten samt Spielhaus im Stadtteilpark Schwarzwaldstraße

Der Stadtteilpark Schwarzwaldstraße erstrahlt in neuem Glanz: Bürgermeisterin Regine Kramarek hat die Anlage am 7. Juni offiziell zur Nutzung freigegeben. Das 13.000 Quadratmeter große grüne Herzstück im Sanierungsgebiet Sahlkamp-Mitte wurde im vergangenen Jahr für rund 750.000 Euro umfassend saniert. Die Anlage wurde bereits im August 2018 in wesentlichen Teilen fertig und seitdem auch schon genutzt. Lediglich die Rasenflächen sind wegen des trockenen Sommers erst später fertig geworden.

Am 7. Juni wurde der Stadtteilpark Schwarzwaldstraße offiziell mit einem Fest eröffnet

"Die Neugestaltung hat diesen Park enorm aufgewertet und ihn für die Anwohner*innen noch attraktiver gemacht", so Bürgermeisterin Regine Kramarek. "Ich freue mich, dass sich mehr als 200 Menschen aller Altersgruppen im vorausgegangenen Beteiligungsprozess engagiert haben. Eine so große Beteiligung spricht dafür, dass der Park von den Bewohner*innen in der Nachbarschaft künftig in großem Maße genutzt wird."

Gliederung in drei Teile

Der neue Park hat Angebote für alle Altersgruppen und bietet zudem Raum für Erholung. Auf Wunsch vieler Anwohner*innen ist der ursprüngliche und einladende Charakter erhalten geblieben. Die Grünanlage gliedert sich in drei Teile: Der östliche Bereich des Parks mit den Spiel- und Aktionsinseln bildet den Schwerpunkt der Neugestaltung. Er bietet Spielinseln für Kinder mit neuen Geräten wie einer Seilbahn, einer Schaukel, einer Hängematte, einem Karussell, zwei Trampolinen (eins davon auch mit dem Rollstuhl befahrbar), einer großen Spiel- und Kletterkombination sowie einen großen Sandspielbereich mit barrierefrei zugänglichem Sandspieltisch. Aktionsinseln mit ambitionierten Fitnessangeboten – Rudertrainer, Sprossenwand, Klimmzugreck, Hüftschwungtrainer sowie Bauch- und Rückenstation – richten sich an Jugendliche und Erwachsene. Alle sind barrierefrei erreichbar. Zwei Bank-Tisch-Kombinationen mit Schachbrett ergänzen den Bereich.

Wiesenlandschaft und ruhigere Bereiche

In der Mitte des Parks wird die Wiesenlandschaft von einem Rodelhügel und dem Birkenhain geprägt. Dort kreuzen sich auch die wichtigsten Parkwege.

Im Westen liegt eine von Wegen gerahmte offene Wiese. Dort bieten vier barrierefrei zugänglichen Mehrgenerationen-Fitness-Geräte – Schultertrainer, Beintrainer, Ganzkörpertrainer und Armfahrrad – ruhigere Aktion sowie Erholung. Zum Verweilen laden künftig neue Bänke entlang der Wege ein. Der vom Rodelhügel versetze Rosenpavillon hat einen neuen Standort mit Sitzplätzen, Schachbrettern und Kletterrose.

An allen Eingängen liegen die sogenannten "Willkommensinseln"

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Gestaltung der Eingänge mit "Willkommensinseln". Der Schriftzug "Willkommen" ziert als "Street Tattoo" in 15 verschiedenen Sprachen den Bodenbelag aus Beton. Die Sprachen stehen für die am häufigsten vertretenen Nationalitäten des Stadtteils. Die brachliegende Fläche am Wiehenweg hat zunächst nur eine temporäre Gestaltung erhalten, weil die Flächen für die städtebauliche Entwicklung im Umfeld des Einkaufszentrums Hägewiesen zur Verfügung stehen sollen. Aktuell bietet der Bereich Aufenthaltsflächen, die Möglichkeit zum Boulespielen sowie zwei Tischtennisplatten.

Pflanzen und Mitmach-Projekte

Auch das Grün hat sich ein wenig verändert: Die Blüteninseln an den Eingängen wurden mit Rosen bepflanzt. Der zentrale Birkenhain hat sich um fünf Bäume vergrößert. Weiß blühende Felsenbirnen rahmen die Seilbahn und die Mehrgenerationenfitnessgeräte ein. Im Frühjahr bringen verschiedene Frühlingsblüher, die zum Teil als gemeinsame Pflanzaktion mit Anwohner*innen auf der Wiese beim Rosenpavillon gesetzt worden sind, die ersten bunten Farbtupfer in den Park. Auch weitere Gruppen haben sich an der Gestaltung beteiligt: Schüler*innen der Grundschule Hägewiesen haben Vogelhäuser für den Park gebaut, die Internationalen Stadtteilgärten Hannover e.V. steuerten Insektenhotels für den Park bei, die in einem Projekt mit Geflüchteten hergestellt wurden und die Nähgruppe hat Picknickdecken genäht.

Baulich umgesetzt hat die etwa ein halbes Jahr dauernde Neugestaltung die Firma Rasche Garten- und Landschaftsbau aus Minden. FHS Holztechnik aus Arnsberg hat das zentrale Kletterspielgerät sowie Schaukel, Seilbahn, Windspiel auf dem Rodelhügel, Spielhaus und Sandpodest hergestellt und eingebaut. Finanziert wurde das Projekt durch Städtebaufördermittel aus dem Sanierungsprogramm "Soziale Stadt". Das bedeutet, dass für das Vorhaben Stadt, Land und Bund jeweils 250.000 Euro beisteuerten.