Das offizielle Portal der Region und der Landeshauptstadt Hannover

Veranstaltungen

Dezember 2017
12.2017
M D M D F S S
27 28 29 30 1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30 31
Heute | Wochenende | kostenlos | Suche

Zuletzt aktualisiert:

Erste Etappe

Von Altwarmbüchen nach Bissendorf

Raus aus der Stadt, hinein ins reizvolle Umland von Hannover: Zwischen alten Siedlungen und grasenden Pferden gibt es erste Einblicke ins Moor (ca. 30 km).

Die Moorroute © Thomas Langreder

Die Nordhannoversche Moorroute

Vom Startpunkt an der Stadtbahnhaltestelle Altwarmbüchen/Opelstraße geht es auf dem kürzesten Weg zum Altwarmbüchener See. Der knapp 50 Hektar große und bis zu zwölf Meter tiefe See liegt so selbstverständlich zwischen Birkenwäldern und parkähnlichen Uferzonen, dass man ihm seine künstliche Entstehung gar nicht anmerkt. Und doch ist es so: Sandaufspülungen für die um 1980 gebaute Moorautobahn hinterließen eine Senke, die sich mit Wasser gefüllt hat. Heute hat der See einen verbindenden Charakter: als Brücke zwischen Stadtlandschaft und Altwarmbüchener Moor, ein Freizeitgewässer, das zugleich den Bedürfnissen des Naturschutzes entgegenkommt. Die künstlich angelegte Vogelinsel bietet Wasservögeln Ruhe zum Brüten und darf nicht betreten werden.

Die Moorroute führt gegen den Uhrzeigersinn um den See herum und berührt auf der Südostseite den Rand des Altwarmbüchener Moores. Dieses 15 Quadratkilometer große Moor entwickelte sich vor etwa 10 000 v. Chr. aus einem versandeten See. Schon im 14. Jahrhundert wurde im Moor Torf abgebaut. Auf dem Schiffgraben (von dem noch Reste im Stadtwald Eilenriede zu sehen sind) wurde der Brennstoff in die nahe gelegene Stadt Hannover transportiert. Im 20. Jahrhundert haben die Errichtung der Laher Mülldeponie und der Straßenbau zu großflächigen Landschaftsveränderungen geführt. Gleich drei Autobahnen durchschneiden oder berühren das Moorgebiet. Seit Ende der 1990er Jahre wurden die Entwässerungsgräben verschlossen oder mit Spundwänden versehen, um eine Wiedervernässung zu erreichen. Eine 40 Hektar große Fläche steht unter Naturschutz. Das Moor ist so zu einem Ort der Kontraste geworden: Massive Eingriffe auf der einen Seite, wertvolle biologische Vielfalt nur wenige Meter weiter.

Etwas „Moor-Feeling“ auf der Fahrradroute vermittelt ein U-förmiger Abstecher an der Südwestspitze des Seerundweges. Hier zeigen sich die typischen Birkenbruchwälder mit Wasserlöchern und verrottenden Baumstümpfen. Am Gelände des Wassersportvereins verlässt man den Seerundweg und folgt der Radwegbeschilderung Richtung Altwarmbüchen.

Die Nordhannoversche Moorroute folgt nun dem Rad- und Wanderweg der Grüne Ring und führt über die idyllisch gelegene Flemmingsche Tonkuhle zum Basselthof, einem bekannten Islandpferdegestüt in der Region. Es liegt am „Alte Postweg“, der früher eine Hauptverkehrsachse zwischen Hannover und Celle war. Vom historischen Kopfsteinpflaster, auf dem einst die Postkutschen rumpelten, ist ein kleiner Abschnitt erhalten geblieben, auf dem die Moorroute nun quer durch den Wald über die Autobahn in Richtung Golfplatz und von dort zur Kreuzung Heisterholzmühle verläuft.

Wer einen Abstecher zum Oldhorster Moor einplanen möchte, biegt hier nach rechts in Richtung Neuwarmbüchen ab. Links geht es weiter nach Isernhagen F.B.

In Isernhagen F.B. auf der K 115 und dann auf der K 113 immer in westlicher Richtung weiterfahren und dabei erneut die Autobahn überqueren. Etwa 500 Meter hinter dem Veranstaltungszentrum Isernhagenhof nach rechts in die „Tiefe Trift“ einbiegen und der Beschilderung nach Isernhagen H.B. folgen.

Malerisch wird die Wiesenlandschaft durch einen sanft ansteigenden Geestrücken eingerahmt und durch Hecken und Baumreihen aufgelockert – zum Teil handelt es sich um alte Parzellgliederungen. In Isernhagen H.B. besteht Anschluss an den Schienennahverkehr – die Moorroute führt aber noch weiter nach Bissendorf. Auf dem Weg dorthin passiert man die Wietzeniederung, eine breite Talebene, in der ursprünglich die Weser und später die Leine flossen.

Gleich hinter dem Ortsschild von Bissendorf/Wietze geht es nach links in den Wald hinein (Hinweisschild „Eichenkreuzburg“). Nach der Überquerung der Autobahn gelangt man nach Bissendorf. Die Moorroute führt auf der Burgwedeler Straße / Am Markt durchs Ortszentrum. Über die Bahnhofstraße geht es dann zum Bahnhof von Bissendorf.

Karte und GPX Track