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Spaziergang durch Barsinghausen

Vergitterte Eingang in einen Bergbaustollen und Gleise, die hinein führen

 

Am nordwestlichen Deisterhang liegt die Stadt Barsinghausen. Die fünf Ortsteile am Deister blicken auf eine über 800-jährige Geschichte zurück. Schon das Stadtwappen weist darauf hin, dass der Bergbau lange Zeit eine wirtschaftliche Grundlage bildete. Über 100 Jahre lang förderten in Barsinghausen bis zu 2.000 Bergleute Steinkohle; der letzte Schacht wurde 1956 geschlossen. Heute ist diese industrielle Tradition im Besucherbergwerk Klosterstollen und im Deister-Bergbaumuseum auf eindrucksvolle Weise zu erleben. Neben dem Bergbau hat vor allem die Entwicklung des Klosters Barsinghausen die Geschichte und Geschicke der Stadt geprägt. Neben dem Kloster steht in der Bergamtstraße das Rathaus. Dieser  denkmalgeschützte Fachwerkbau von 1682 diente früher als Wohn- und Arbeitshaus des Klosterverwalters. Um 1885 zog die Königliche Berginspektion ein. Seit 1962 dient das Gebäude der Gemeinde, seit 1969 der Stadt Barsinghausen als Rathaus. Hier beginnen die Informationstafeln zum Deister-Kohle-Pfad und zur Kohle- und Industriegeschichte. Nahe beim Rathaus befindet sich das ehemalige „Kaiserliche Postamt“, heute ein Wohnhaus (Deisterstraße 5). An die Hauswand gelehnt steht noch immer das Posthorn, ein ursprünglich in die Fassade integriertes Sandsteinrelief.  Die geschlossene Fachwerkbebauung der Altenhofstraße aus dem 18. und 19. Jahrhundert spiegelt den ehemals dörflichen Charakter Barsinghausens wider. Die Häuser waren kleine Beibauernstellen, deren Besitzer meist neben der Landwirtschaft ein Handwerk ausübten.