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Glashütte Steinkrug

Kegel einer alten Glashütte © Christian Stahl

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts förderte Freiherr Wilhelm Carl Knigge viele industrielle Unternehmungen im „Gericht Bredenbeck“. Auch die Glashütte am Steinkrug, in der 1834 der erste Glasofen aufgestellt wurde, zählte zu diesen Projekten. 94 Jahre lang wurden hier Gebrauchsgläser aus Buntglas produziert.

Der Brennturm, 1838 aus Deistersandstein erbaut, hatte 1928 ausgedient. Heute steht der Rauchgaskegel als Industriedenkmal unter Schutz und ist aus Sicherheitsgründen nur auf Abstand zu bewundern. Geheizt wurde zunächst mit Holz, später, nach dem Bau der Eisenbahn, mit Kohle aus dem Deister. Der Quarzsand für die Glasherstellung kam zunächst aus den nahen Steinbrüchen, später aus der Lüneburger und der Nienburger Heide. Glashütten mussten auf Grund ihres hohen Holzverbrauchs nach einigen Betriebsjahren in einen unberührten Waldbereich verlegt werden. Deshalb handelte es sich bis ins 19. Jahrhundert um sogenannte „Wanderglashütten“. Unter den Glasmachern gab es verschiedene Spezialisten wie den „Tafelglasmacher“ oder den „Medicinglasmacher“. Durch die Lage ihrer Arbeitsstätten lebten sie abseits der übrigen Bevölkerung. Sie heirateten untereinander, so dass ihre Kinder in enger Verbindung mit ihrem zukünftigen Beruf aufwuchsen.