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Ort der Begegnung

Der Hermannshof

Aussergewöhnlicher Ort für Kulturerlebnisse

Weiss blühender Obstbaum © Thomas Langreder

Der Herrmannshof ist einer der außergewöhnlichsten Orte für Kultur und Grün in der Region Hannover: Auf einer Anhöhe zwischen zwei Kalksteinbrüchen im Springer Ortsteil Völksen lässt der Industrielle Hermann Rexhausen 1916 bis 1920 ein expressionistisches Sommerhaus mit geometrischem Garten auf drei Hektar Land anlegen. Der Worpsweder Künstler und Architekt Bernhard Hoetger konzipiert das Ganze meisterhaft. Heute ist das Gelände niedersächsisches Kulturdenkmal, der Hermannshof im Besitz der Erbengemeinschaft Berg/Liss. Alte Gestaltungsprinzipien sind nun wieder zu spüren. So wurde das historische Kastanienrund wieder bepflanzt und die Streuobstwiese mit alten Apfelsorten neu belebt. Unter der Regie des „Vereins Kunst und Begegnung Hermannshof e.V.“ und ihrem künstlerischen Leiter und Geschäftsführer Eckart Liss, der auch dort wohnt, wird das Gelände zur alten Form zurückgebracht und gleichzeitig mit neuen Impulsen versehen.
Diese Impulse sehen so aus: Bühne frei für ausgesuchte Vortragskünstler, Nachwuchsjazzer, Film- und Buchautoren, das Gemüseorchester Wien mit Flöten aus Karotten, Bässen aus Kürbissen. Das Programm ist ein bunter, vielfältiger Reigen. Liss versteht es, den Hermannshof zu einem Magneten für die feine und feinsinnige Kunst zu machen. Seit 1990 werden zeitgenössische Programme bildender und darstellender Künstler aus ganz Europa präsentiert. Das alles läuft im hinteren Teil des Geländes, denn dort steht gegenüber vom Teepavillon seit 2003 ein „Haus im Park“. Das hannoversche Architektenduo Karsten Schlüter und Kazuo Ishikawa hat es entworfen, das Land Niedersachsen und die Sparkasse Hannover gaben Zuschüsse. Bekannt sind aber auch die jährlichen Treffs von Künstlern, Kulturpolitikern und Kritikern im Teepavillon von 1917. Er wird auch in kleine Kunstprojekte einbezogen.

Das „Haus im Park“ ist einer der kreativen Veranstaltungsorte in der Region und hat eine offene Architektur, die mit Absicht an eine Scheune erinnert. Nach zwei Seiten hin öffnet sich das Haus zur Gartenanlage, so dass sich die Begegnung mit Kunst zwar im Trockenen, aber doch im Park vollzieht. Das Haus hat ein Untergeschoss, das für Ausstellungen genutzt werden kann und einen Tagungsraum, der für Seminare zu mieten ist. So unterschiedlich die Orte und die Aufführungssituationen sein können, so unterschiedlich sind auch die Ansichten des Parkgeländes mit der wilden Schlucht des Steinbruchs und dem geradezu verspielten Charakter der Streuobstwiese. –Gefördert von der Region Hannover im Rahmen des Projekts Gartenregion Hannover.