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Die Stadt Rodenberg - Freilichtmuseum - Rodenberger Windmühle

Artillerieturm aus der Zeit um 1500

Die Stadt Rodenberg
Rodenberg wird erstmals als „Castrum Rodenbergum“ im Jahr 930 urkundlich erwähnt. Burg- und Bauherr war der altsächsische Edelherr Wiringard. Seine Tochter und ihr Ehemann Lothar von Salinglewen sind die Stammhalter der späteren Schaumburger Grafen. Um 1000 nach Christi entstand aus Meierhöfen und Katen der Ort Grove und entlang der befestigten „Langen Straße“ eine Siedlung von Handwerkern und Händlern: der Ort Rodenberg, der sich stetig weiter entwickelte und 1215 das Recht zur Selbstverwaltung erhielt. Um 1500 machte Braumeister Heinz Kinkeldey Rodenberg durch sein Bier bekannt und wohlhabend (ein Brunnen im Ortszentrum erinnert daran); Mühlen und Salzwerk unterstützten den Aufschwung. 1615 erhielt der Ort die Stadtrechte mit Marktrecht und der vollen Rechtsprechung. Rodenberg wurde des öfteren von Bränden heimgesucht, am schlimmsten 1799, als das Rathaus abbrannte.1974, im Zuge der Gebietsreform, haben sich die sechs Kommunen Apelern, Hülsede, Messenkamp, Lauenau, Pohle und Rodenberg zur Samtgemeinde Rodenberg zusammengeschlossen. Heute leben hier etwa 13.500 Menschen. Im 15. Jahrhundert umgaben die Grafen von Schaumburg ihre alte Wasserburg in Rodenberg mit einem hufeisenförmigen Wall und vermutlich sechs Türmen. Seit ihrer Auflassung im Jahre 1663 verfiel die gesamte Anlage rasch. Allein das Ständehaus blieb erhalten.

Freilichtmuseum
In den Jahren 2000 bis 2004 wurde die ehemalige Burganlage wieder ausgegraben und teilrestauriert. Das 2004 gegründete Freilichtmuseum umfasst den gesamten Schlossbereich mit „Ständehaus“, Wall und Graben, sowie zwei Artillerietürme (sechseckige Bastei und Rondell ) aus der Zeit um 1500 mit daran angebauten Stauwehren. Die Anlage aus der weitgehend unerforschten Übergangszeit zwischen Spätmittelalter und früher Neuzeit ist in Deutschland einmalig. Die gut beschilderten Außenanlagen sind ganzjährig begehbar. Das Freilichtmuseum Schloss Rodenberg wird in ehrenamtlicher Arbeit vom Förderverein Schloss Rodenberg e.V. betreut. Das Ständehaus beherbergt das Heimatmuseum. Dargestellt werden die Entwicklung der Stadt Rodenberg, Volkskundliches und die Erdgeschichte der Region. Auch dem berühmtesten Sohn der Stadt, dem Dichter Julius Rodenberg, ist eine Abteilung gewidmet.

Rodenberger Windmühle
Die Mühle wurde im Jahr 1850 als städtische Windmühle mit Wohnhaus und Nebengebäude auf dem „Altenrodenberge“ errichtet. 70 Jahre später wurde sie stillgelegt. Dank einer Restaurierung im Jahr 1980 erhielt die Mühle vier neue Flügel. Heute steht sie unter Denkmalschutz. Vom Berg aus hat man einen weiten Blick auf Rodenberg und den Deister. Mit dem Aussichtspunkt hat es jedoch eine ganz besondereBewandtnis: An Stelle der Mühle befand sich früher eine heidnische Kult- und Opferstätte. Rinder und Pferde wurden hier geopfert, um die germanischen Götter gnädig zu stimmen. Mittelpunkt der Kultstätte war ein zweieinhalb Meter hoher säulenartiger Stein, von Feuer und Rauch schwarz verfärbt und von einem Erdwall begrenzt.