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Lauenau

Hier locken gleich drei Rittergüter und ein Bergwerksstollen

Schloss mit zwei Türmen

Das Rittergut von Meysenbug (an der Kirche links abbiegen) wurde nach einer Feuersbrunst, die im 16. Jahrhundert fast ganz Lauenau vernichtete,1610 wieder auf- und 1776 umgebaut. Der das Herrenhaus umgebende Graben wurde 1858 zugeschüttet, da er bei starken Regenfällen zu „Land unter“ der Gebäude führte. Im Garten stehen bemerkenswerte Einzelbäume mit Stammumfängen von vier bis sieben Metern. Leider ist der Zutritt nicht öffentlich. Auch die Familie von Münchhausen wurde in Lauenau ansässig. Otto von Münchhausen (1561-1601) ließ um 1600 ein Schloss im Stil der Weserrenaissance mit zwei rechtwinkelig zueinander angeordneten Flügeln errichten. Ein sechseckiger Treppenturm erschließt den Hauptflügel. Rund 300 Jahre später wurde die Anlage ergänzt und umgebaut: Die beiden Flügel wurden durch einen Zwischenbau verbunden, die schlichte Gartenseite erhielt zwei Neorenaissancegiebel und das Gebäude eine Treppenterrasse. Im  Norden und Osten schließt sich ein Landschaftsgarten mit altem Baumbestand an. Heute stört ein modernes Wohnhaus das Bild einer ursprünglich geschlossenen Hofanlage. Der Zugang ist nur bis zum Eingangstor möglich. Wer noch tiefer in die Geschichte Lauenaus eintauchen möchte, sollte das Amts- und Fleckenmuseum, direkt neben dem Gut Münchhausen, im ehemaligen Rathaus in der Rodenberger Straße besuchen. Ursprünglich befand sich in dem 1844 errichteten Gebäude das Amts- und Forsthaus. Schwerpunkt ist die Geschichte des vormaligen Amtes Lauenau und der Bunten Gilde Lauenau, einem Zusammenschluss verschiedener Handwerkerzünfte, ergänzt durch viele Originalgegenstände rund um Post, Eisenbahn und Deisterbergbau. Am Ortsausgang Richtung Apelern liegt die Wasserburg Lauenau. Sie wurde um 1190 von Heinrich dem Löwen als Bollwerk gegen die Schaumburger Grafen erbaut. Gleichzeitig war das Wasserschloss auch herzögliche Gerichtsstätte für 21 Orte im Deister-Sünteltal (daher der Name Lauenau bzw. Lowenow: Gericht an der Aue). Im Zuge der Hildesheimer Stiftsfehde zerstörten die Schaumburger Grafen die Burg. 1572 wurde sie im Stil der Weserrenaissance wieder aufgebaut. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war die Burg Sitz des Amtsgerichts Lauenau. Heute ist sie in Privatbesitz und das Gelände nicht öffentlich zugänglich. Die zwei Süntelbuchen im Eingangsbereich sind als „Adam und Eva“ bekannt.