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Wasserzeichen

Mittellandkanal – Plattform bei Misburg

Der Mittellandkanal endete ursprünglich im Misburger Hafen.

Grober Holzbalken mit blauen Metallwellen © Frank Nordiek

Stele in Misburg am Mittellandkanal

Der Mittellandkanal ist mit seinen rund 325 km die längste künstliche Wasserstraße in Deutschland. In Nord­rhein-Westfalen bei Bergeshövede zweigt er aus dem Dortmund-Ems-Kanal ab, durchquert Niedersachsen und geht in Sachsen-An­halt bei Hohenwarthe in den Elbe-Havel-Kanal über. Mit zahlreichen Flüssen und Kanälen bildet er ein umfangreiches Wasserstraßennetz.

Stichkanal Misburg

Unweit vom Standort des Wasserzeichens zweigt der 3,3 km lange Stichkanal Misburg ab und verbindet den Mittellandkanal mit dem Misburger Hafen. Das Hafenareal umfasst eine Flä­che von rund 20 ha und verfügt über einen 280 m langen Kai. Von dort aus fließt der Stichkanal weiter zum Motorsporthafen.
1916 endete der Mittellandkanal im Misburger Hafen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde er auf einer neuen Trasse verlängert. Der alte Abschnitt ist nun der heutige Stichkanal.
Bis 2007 wurde der Stichkanal  ausgebaut, um an die Erfordernisse der Europaschiffe angepasst zu werden.  Als Ausgleich dafür entstanden an der Nordseite der Hafenanlage naturnahe Flachwasserzonen und damit auch neuer Lebensraum für Jungfische,  Amphibien und Wasservögel.

Bau des Mittellandkanals und der Häfen in Hannover

Schon im 16. Jahrhundert gab es Überlegungen, die Weser mit der Elbe zu verbinden.
1906 begann der Bau der künstlichen Wasserstraße und nach 10 Jahren war der rund 170 km lange Abschnitt vom Dortmund-Ems-Kanal bis Hannover-Misburg fertig. Zeitgleich entstanden die vier Häfen der Stadt Hannover: der Misburger Hafen, der Brinker Hafen, der Nordhafen und der Lindener Hafen.
Der Weiterbau des Kanals fand erst nach Ende des Ersten Weltkrieges statt. 1938 erreichte der Mittellandkanal nach 321 km bei Magdeburg die Elbe. Die Bauarbeiten an der Elbquerung und der Schleuse Hohenwarthe wurden im Zweiten Weltkrieg eingestellt. Erst seit Ende der letzte Bauphase 2003 ist der Mittellandkanal durchgängig befahrbar und hat über die großen natürlichen Wasserstraßen Zugang zu den Seehäfen.
Um den Mittellandkanal an die Anforderungen der Europaschiffe anzupassen, wird der Kanal je nach Profilart auf 42 m bis 55 m verbreitert und auf 4 m vertieft. In der Region Hannover ist der Ausbau des Mittellandkanals und seine Zweigkanäle auf die Erfordernisse der Europaschiffe bereits abgeschlossen.

Farbspiele am Mittellandkanal

Eine Besonderheit am Standort ist die kreide- und mergelhaltige Deckschicht des Kanalbodens, deren Calciumgehalt das Wasser grün bis türkis-farben erscheinen lässt. Durch Lichtreflexion auf dem Wasser wird diese Farbenvielfalt noch intensiviert. Von der Aussichtsplattform aus lässt sich dieses faszinierende Farbspiel besonders bei Sonnenschein gut beobach­ten.