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Landeshauptstadt Hannover

Hundesteuer Festsetzung

Die folgende Leistungsbeschreibung gilt für die Landeshauptstadt Hannover.
Jede*r Hundehalter*in ist verpflichtet, ihren*seinen Hund beim Fachbereich Finanzen, Sachgebiet Gewerbe-, Vergnügung- und Hundesteuer, schriftlich anzumelden.

Wird der Hund in einem aus mehreren Personen bestehenden Haushalt gehalten, so sind alle Haushaltsmitglieder als Gesamtschuldner steuerpflichtig. Durch diese Regelung sind die jeweiligen Eigentumsverhältnisse bedeutungslos.

Kosten und Gebühren

Die Hundesteuersätze sind wie folgt festgelegt:

  • für den 1. Hund: 132,00 Euro/Jahr
  • für jeden weiteren Hund: 240,00 Euro/Jahr
  • für gefährliche Hunde: 600,00 Euro/Jahr.

Werden festgesetzte Steuern nicht bis zum Fälligkeitstag entrichtet, sind Säumniszuschläge zu erheben. Auf Antrag können festgesetzte Steuern gestundet oder erlassen werden, wenn die Voraussetzungen hierfür erfüllt sind. Im Fall der Stundung sind Stundungszinsen zu zahlen.

Wie ist der Ablauf?

Anmeldung

Die*Der Hundehalter*in ist verpflichtet, einen Hund innerhalb einer Woche nach der Aufnahme in den Haushalt (Anschaffung) anzumelden. Wenn der Hund durch Geburt von einer von ihr*ihm gehaltenen Hündin zugewachsen ist, muss die Anmeldung innerhalb von einer Woche erfolgen, nachdem der Hund drei Monate alt geworden ist.

Wird ein Hund länger als zwei Monate in Pflege oder Verwahrung genommen, so muss die Anmeldung innerhalb einer Woche nach dem Tag erfolgen, an dem der Zeitraum von zwei Monaten überschritten ist. Bei Zuzug ist die Anmeldung innerhalb der ersten Woche des auf den Zuzug folgenden Monats vorzunehmen.

Bei der Anschaffung eines Hundes sind bei der Anmeldung der Name und die Anschrift der vorherigen Hundehalterin*des vorherigen Hundehalters, Alter und Anschaffungsdatum sowie Chipnummer des Hundes anzugeben. Ferner ist mitzuteilen, bei welchem Versicherungsunternehmen für den Hund eine Haftpflichtversicherung besteht. Im Falle von zugewachsenen Hunden ist das Geburtsdatum mitzuteilen. Bei der Anmeldung ist immer die Rasse bzw. der Typ des Hundes anzugeben.

Die Steuerpflicht entsteht mit dem Beginn des Kalendermonats, in dem ein Hund aufgenommen wird.

Abmeldung:

Der Hund muss abgemeldet werden

  • bei Umzug der Hundehalterin*des Hundehalters an einen anderen Ort
  • bei Tod des Hundes
  • bei Weitergabe des Hundes.

Bei Weitergabe des Hundes sind bei der Abmeldung der Name und die Anschrift der neuen Hundehalterin*des neuen Hundehalters sowie das Datum der Weitergabe anzugeben.

Die Steuerpflicht endet mit Ablauf des Kalendermonats, in dem der Hund veräußert, abgeschafft oder abhanden gekommen ist.

Die An- und Abmeldungen können auch in den Bürgerämtern vorgenommen werden. Das Formular für die An- und Abmeldung finden Sie unter "Anträge & Formulare".

Weiterhin muss die*der Hundehalter*in eine Ummeldung

  • bei Namensänderung der Hundehalterin*des Hundehalters
  • bei Änderung der Wohnanschrift innerhalb des Stadtgebietes

vornehmen.

Der Hundehalterin*Dem Hundehalter wird vom Fachbereich Finanzen, Sachgebiet Gewerbe-, Vergnügung- und Hundesteuer, ein Steuerbescheid zugesandt. Die Hundesteuer ist grundsätzlich vierteljährlich (zum 15.02, 15.05, 15.08. und 15.12. eines jeden Jahres) fällig.

Nach der Anmeldung eines Hundes wird eine Hundesteuermarke ausgegeben, die bei der Abmeldung des Hundes wieder zurückgegeben werden muss. Diese Marke muss der Hund außerhalb der Wohnung oder des umfriedeten Grundbesitzes deutlich sichtbar tragen. Wer diese Verpflichtungen missachtet, muss mit der Festsetzung eines Bußgeldes rechnen.

Rechtsbehelf

Falls die*der Steuerpflichtige mit der Festsetzung oder Erhebung der Steuer nicht einverstanden ist, besteht die Möglichkeit, einen Rechtsbehelf einzulegen.

Die Klageerhebung gegen den Hundesteuerbescheid entfaltet keine aufschiebende Wirkung.

Sollten bis zur Entscheidung über den Rechtsbehelf die Steuern fällig werden, müssen diese termingerecht gezahlt werden. Ein Rechtsbehelf hat nach § 80 Absatz 2 Ziffer 1 der Verwaltungsgerichtsordnung bei der Anforderung von öffentlichen Abgaben keine aufschiebende Wirkung. Eventuell überzahlte Beträge werden später erstattet oder verrechnet.

Anträge und Formulare

Rechtsgrundlagen

Die Landeshauptstadt Hannover erhebt Hundesteuer aufgrund der vom Rat am 09.09.2004 beschlossenen Satzung in der Fassung der Änderungssatzung vom 01.01.2012 (siehe unter "Links und Downloads"). Bei der Hundesteuer handelt es sich um eine zulässige kommunale Aufwandsteuer auf der Grundlage von Art. 105 Abs. 2a des Grundgesetzes und des Niedersächsischen Kommunalabgabengesetzes.