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Niedrigschwellige Betreuungsangebote: Anerkennung und Förderung - von Leistungsanbietern

Die folgende Leistungsbeschreibung ist nur für Bürgerinnen und Bürger der Kommune Garbsen gültig.

Derzeit werden etwa 2/3 Pflegebedürftigen in Niedersachsen in der eigenen Häuslichkeit durch ambulante Pflegedienste oder durch Angehörige gepflegt und betreut.
Niedrigschwellige Betreuungsangebote stellen eine zeitweise Beaufsichtigung und Betreuung dieser Menschen sicher (§ 45 c Abs. 3 SGB XI). Ziel der zeitweisen Übernahme der Beaufsichtigung und Betreuung ist die Entlastung der pflegenden Angehörigen.
Die Betreuung wird - auf der Basis pflegefachlicher Anleitung durch Fachkräfte - durch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer erbracht; sie kann zuhause in Einzelbetreuung, alternativ aber auch außerhalb der häuslichen Umgebung in Gruppen erfolgen. Leistungen werden darüber hinaus auch in der Tagesbetreuung und im Rahmen familienentlastender Dienste erbracht. Zur Zielgruppe der Angebote zählen Menschen mit
 

  • demenziellen Fähigkeitsstörungen,
  • geistiger Behinderung oder
  • psychischer Erkrankung,

wenn diese Menschen aufgrund der Erkrankung in ihrer Alltagskompetenz eingeschränkt sind und sich dadurch ein erhöhter Bedarf an Beaufsichtigung und Betreuung ergibt. Dies gilt bei Vorliegen einer Pflegestufe, aber auch dann, wenn das Ausmaß der Pflegestufe I nicht erreicht wird (sog. „Pflegestufe 0“).

a) Anerkennung als Anbieter niedrigschwelliger Betreuungsangebot

Die Tätigkeit als niedrigschwelliges Betreuungsangebot setzt eine Anerkennung nach der Nds. Anerkennungsverordnung voraus. Dadurch wird auch in diesem vorpflegerischen Bereich die erforderliche Qualität der niedrigschwelligen Angebote sichergestellt.

b) Förderung der anerkannten Angebote

Anerkannte Angebote können auf Antrag für die mit
 

  • der Koordination und Organisation der Hilfen,
  • der fachlichen Anleitung, Schulung und Fortbildung sowie
  • der kontinuierlichen fachlichen Begleitung und Unterstützung der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer

verbundenen und notwendigen Personal- und Sachausgaben Fördermittel des Landes und der Pflegekassen erhalten.

Welche Unterlagen werden benötigt?

a) Der Antrag auf Anerkennung als niedrigschwelliges Betreuungsangebot erfolgt schriftlich ohne Formular
Folgende Unterlagen sind vorzulegen:

  • Konzept für ein auf Dauer ausgerichtetes Betreuungsangebot, aus dem sich die Zielgruppe, der Umfang der Leistungen und die Methode der Betreuung ergibt,
  • Nachweis, dass die fachliche Anleitung, Schulung, kontinuierliche Begleitung und Unterstützung der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer durch eine Fachkraft gewährleistet ist, und zwar insbesondere durch eine Pflegefachkraft, eine Ärztin, einen Arzt, eine Sozialpädagogin, einen Sozialpädagogen, eine Heilpädagogin, einen Heilpädagogen, eine Heilerziehungspflegerin, einen Heilerziehungspfleger, eine Psychologin oder einen Psychologen mit psychiatrischer, gerontopsychiatrischer oder heilpädagogischer Erfahrung (Kopie des Qualifikationsnachweises),
  • Nachweis, dass die Betreuung durch Helferinnen und Helfer erfolgt, die eine auf das Betreuungsangebot zugeschnittene Schulung zum Umgang mit den zu betreuenden Personen von mindestens 20 Stunden absolviert haben und sich diesbezüglich fortbilden (Schulungs- und Fortbildungskonzept)
  • Nachweis, dass die Anbieterin oder der Anbieter zur Deckung von Schäden, die durch die angebotene Betreuung entstehen können, ausreichend versichert ist (Kopie des Versicherungsscheines) und
  • bei Gruppenbetreuung: Bezeichnung der Räumlichkeiten, die für die Gruppenbetreuung zur Verfügung stehen und erforderlichenfalls auf ihre Geeignetheit geprüft werden können (Anschrift).
     

b) Antrag auf Förderung des niedrigschwelligen Angebotes
 

  • lediglich das ausgefüllte Antragsformular (siehe "Anträge/Formulare")

Kosten und Gebühren

Es fallen keine Gebühren an.

Welche Fristen muss ich beachten?

a) Anerkennung als niedrigschwelliges Angebot:
Keine

b) Förderung des niedrigschwelligen Angebotes:
Erstanträge - bis zum 30. September des Förderjahres;
Folgeanträge für das Folgejahr - bis zum 30. September

Anträge und Formulare

Die jeweils schriftlichen Anträge auf Anerkennung und nachfolgend ggf. auch auf Förderung von anerkannten niedrigschwelligen Betreuungsangeboten senden Sie zusammen mit den erforderlichen Unterlagen an die zuständige Stelle.

Antragsformulare finden Sie auf den folgenden Internetseiten.

Niedersächsisches Landesamt für Soziales, Jugend und Familie (LS)

An wen muss ich mich wenden?

Die Zuständigkeit liegt beim Niedersächsischen Landesamt für Soziales, Jugend und Familie.

Was soll ich noch wissen?

Weitere Informationen erhalten Sie auf den folgenden Internetseiten.

Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung
Broschüre vom Informationsbüro für niedrigschwellige Betreuungsangebote in Niedersachsen

Fachlich freigegeben durch

Niedersächsisches Landesamt für Soziales, Jugend und Familie

Rechtsgrundlagen

§§ 45a bis 45c Sozialgesetzbuch - Elftes Buch (SGB XI)

Zuständige Stelle

Dienstgebäude (Altbau) des Landesamtes für Soziales Jugend und Familie in Hildesheim © Quelle: BUS Land Niedersachsen