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Heimplatz (Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene)

Die folgende Leistungsbeschreibung ist nur für Bürgerinnen und Bürger der Kommune Wedemark gültig.

In Einrichtungen der Jugendhilfe finden Kinder, Jugendliche und junge Volljährige, die keine Eltern haben bzw. in ihrem Elternhaus keine reguläre Versorgung erfahren, ein Zuhause.
Die Gründe für eine Unterbringung in Einrichtungen der Jugendhilfe sind verschieden: 

  • der Tod beider Eltern
  • ein Kind erhält seitens seiner Familie nicht die nötige Zuwendung und Fürsorge
  • Eltern fühlen sich der Verantwortung, ein Kind aufzuziehen, nicht gewachsen
  • Schulschwierigkeiten
  • Verhaltensauffälligkeiten
  • Entwicklungsstörungen
  • Seelische Störungen / Behinderungen 

Es besteht eine Vielzahl von Unterbringungsmöglichkeiten für die Kinder, Jugendlichen und junge Volljährige, wie zum Beispiel Wohngruppen, Schichtdienstgruppen, familienanaloge Wohngruppen, Erziehungsstellen, Einzelbetreuungsformen, 5-Tage-Gruppen, Intensivgruppen, Projektstellen im In- und Ausland.

Die Zielsetzung der Heimerziehung ist:

  • Schutz (vor Kindeswohlgefährdung)
  • Rückkehr in die Familie
  • die Erziehung in einer anderen Familie vorbereiten
  • auf längere Zeit angelegte Lebensform bieten
  • Vorbereitung auf ein selbständiges Leben
  • Eingliederungshilfe für seelisch Behinderte
  • Mutter/Vater/Kind Betreuung
  • Intensivpädagogische / Therapeutische Hilfen

Junge Volljährige haben auch einen Anspruch auf Hilfe. Junge Volljährige werden auch in Jugendhilfeeinrichtungen stationär aufgenommen und betreut (vergl. § 41  Sozialgesetzbuch (SGB VIII) - Achtes Buch).

Spezielle Hinweise für - Einheitsgemeinde Wedemark

In der Bundesrepublik Deutschland wurden Fälle von Kindern bekannt, die in den Jahren 1949 bis 1975 in stationären Erziehungseinrichtungen untergebracht waren und in den Heimen misshandelt wurden.

Die Aufarbeitung dieser Vorgänge übernimmt von 2009 an ein Runder Tisch für den Bund und die Länder.

Es wurde ein Entschädigungsfonds eingerichtet, der vom Bund, den Kirchen und den betroffenen Ländern und Kommunen finanziert wird. Hieraus sollen Hilfeleistungen und Rentenersatzleistungen gezahlt werden. Die Hilfeleistungen sind dabei vor allem als Sachleistungen, z. B. Übernahme von Therapiekosten, konzipiert. Die Hilfsleistungen sind dabei grundsätzlich auf maximal 10.000 Euro festgelegt.

Die Rentenersatzleistungen sollen gezahlt werden für ehemalige Heimkinder, die arbeiten mussten, ohne dass Sozialversicherungsbeiträge abgeführt wurden.

Der Fonds hat seine Arbeit am 01.01.2012 aufgenommen.

Betroffene ehemalige Heimkinder, die ihren Wohnsitz in der Gemeinde Wedemark haben, können sich ab sofort im Fachbereich Ordnung und Soziales an die Anlauf- und Beratungsstelle Heimkinder wenden, sich beraten lassen und Hilfeleistungen beantragen.

Ausschlaggebend ist nicht der frühere Standort des Heimes, sondern der heutige Wohnort der Betroffenen.

Kosten und Gebühren

Ist mit dem örtlichen Jugendamt zu besprechen.

Anträge und Formulare

Beim örtlichen Jugendamt muss ein Antrag auf "Hilfe zur Erziehung" gestellt werden.

An wen muss ich mich wenden?

Die Zuständigkeit liegt beim Landkreis und der kreisfreien Stadt.

Die Kontaktdaten der Jugendämter können Sie über die folgende Internetseite ermitteln:

Arbeitsgemeinschaft der Jugendämter der Länder Niedersachsen und Bremen

Spezielle Hinweise für - Einheitsgemeinde Wedemark

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Was soll ich noch wissen?

Die Entscheidung über eine stationäre Unterbringung trifft das Jugendamt im Rahmen der Hilfeplanung gemäß § 36 Sozialgesetzbuch (SGB VIII) - Achtes Buch. Eltern können diese Entscheidung nicht alleine treffen.

Für den Schutz von Kinder und Jugendlichen in Einrichtungen ist das Niedersächsische Landesamt für Soziales, Jugend und Familie, Fachgruppe Kinder, Jugend und Familie zuständig.

Niedersächsisches Landesamt für Soziales, Jugend und Familie - Fachgruppe Kinder, Jugend und Familie

Spezielle Hinweise für - Einheitsgemeinde Wedemark

Die Anlauf- und Beratungsstellen der Kommunen haben lediglich eine vermittelnde Funktion. Die Bearbeitung der Entschädigungsanträge erfolgt bei der Geschäftsstelle der Fondsverwaltung beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) in Köln.

Bemerkungen

Spezielle Hinweise für - Einheitsgemeinde Wedemark

Links

Urheber

Rechtsgrundlagen

§§ 34, 35, 35a und § 41 Sozialgesetzbuch (SGB VIII) - Achtes Buch

Zuständige Stellen

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