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Hannover 2030

Anerkennungs- und Willkommenskultur in Buchholz-Kleefeld

Zukunftswerkstatt im Stadtbezirk.

Etwa 25 Personen sitzen an vier Tischen und blicken nach vorn. Dort steht der Moderator vor Stellwänden, an denen bunte mit Hand beschiebene Papiere hängen. © LHH

Blick in die Aula am ersten Abend.

Am 27. und 28. März fand im Rahmen des Beteiligungsprozesses „Mein Hannover 2030“ für den Bereich Migration und Willkommenskultur die erste von drei lokalen Zukunftswerkstätten statt. Hannover 2030 ist ein breit angelegtes Zukunftsprojekt, nach dem Einwohner/innen in die Gestaltung ihrer Stadt einbezogen werden.

Auf Einladung des Integrationsbeirats Buchholz-Kleefeld – vom Sachgebiet „Integration“ der Landeshauptstadt Hannover – diskutierten Bezirksbeiratsmitglieder gemeinsam mit Akteur/innen des Stadtbezirks zu Themen rund um Anerkennungs- und Willkommenskultur. Im Zentrum standen dabei die Kritik, Wünsche und das Engagement der Teilnehmenden.

Ein sechsköpfige Gruppe sitzt um einen Tisch. Der Moderator steht links daneben. © LHH

Die Teilnehmenden tauschten sich in Einzelgruppen über spezielle Themen, und in der ganzen Gruppe über die Ergebnisse aus.

Von Freitag Nachmittag bis Samstag Nachmittag machten sich 25 Personen unter der Moderation von Prof. Dr. Hartmut Griese Gedanken zu Problemen, Visionen und Projekten für mehr Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Teilnehmenden aus verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen – Politik, Kultur, Soziale Arbeit, Religionen – diskutierten und entwarfen Ideen entlang der drei typischen Phasen einer Zukunftswerkstatt: Kritik, Utopie, Realisierung.

Am ersten Tag begann die inhaltliche Arbeit mit der Kritikphase, also einer Sammlung all dessen, was die Beteiligten aktuell im Hinblick auf Willkommens- und Anerkennungskultur ärgert, stört, oder besorgt. Hier wurden Probleme struktureller Art angesprochen, aber auch Kritik an gesellschaftlichen Verhältnissen und Haltungen in der Mehrheitsgesellschaft geübt. Die Stichworte der Kritik wurden abschließend zu Pressemitteilungen verarbeitet und diskutiert: „Vorurteile leichtgemacht?!“, „Bürokratie abbauen!“ und „Bildung und Integration gescheitert?“, lauteten die teils provokanten Überschriften.

Drei Personen stehen, zwei davon halten Transparente hoch auf denen steht: "Alle menschen sind gleich" (darunter Ausrufe- und Peace-Zeichen) und "Hilf Deinem Nachbarn (w/m)". Links daneben steht der Moderator. Vor und rechts von den stehenden Personen sitzen Teilnehmende an zwei Tischen. © LHH

Transparente für eine fiktive Demostation.

Am zweiten Tag waren die Teilnehmenden angehalten, ihre Utopien und Visionen zur Anerkennungs- und Willkommenskultur zu formulieren. Die gewählten Schwerpunkte Patenschaften, soziale Sicherheit, Begegnung, Sprache sowieSolidariität in der Stadtgesellschaft wurden in fantasievollen Präsentationen dargestellt und weiterdiskutiert. Die abschließende Praxisphase zeigte, dass bereits verschiedene Angebote und Netzwerke in Hannover vorhanden sind. Einige Teilnehmer/innen nahmen sich vor, konkrete Handlungsstränge weiter zu verfolgen, bzw. Themen wie Sport, Ernährung und Mehrsprachigkeit in den bestehenden Strukturen zu stärken.

An einer Backsteinwand hängen unter sieben Papieren mit Themenbeschreibungen in vertikalen Reihen handschriftliche Gedanken und Argumente auf einzelnen, kleineren Zetteln. © LHH

Die Teilnehmer/innen hielten die Gedanken und Argumente ihrer Diskussionen fest.

Der Prozess der Zukunftswerkstätten und deren Ergebnisse werden von den beteiligten Integrationsbeiräten Buchholz-Kleefeld, Nord und Herrenhausen-Stöcken am 9. Mai 2015 auf der Dialogveranstaltung „Zukunft in Vielfalt!“ der Stadtöffentlichkeit präsentiert und zur Diskussion gestellt.