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Städtebauförderprogramm

Radtour "Soziale Stadt" erfahren

"Soziale Stadt" findet großen Anklang. "Hannoversche Initiative für Soziale Stadt" (HISS) radelt mit Interessierten durch vier Stadtteile.

Das Interesse an einer sozialen Stadt ist enorm. So jedenfalls urteilen die Aktiven der "Hannoverschen Initiative für Soziale Stadt" (HISS), die am letzten Samstag im August zum ersten Mal zu einer Radtour unter dem Motto "Soziale Stadt erfahren" eingeladen hatten.

Rund fünfzig Interessierte radelten zwölf Kilometer durch alle drei derzeitigen Sanierungsgebiete, die vom Städtebauförderprogramm "Soziale Stadt" profitieren: Stöcken, Hainholz und Sahlkamp-Mitte.

Auf dem Weg lag das ehemalige Modellgebiet der Sozialen Stadt, Vahrenheide-Ost. Auch dort machten die Radler Halt.

Erste Station - Stöcken

HISS-Aktive Heidi Stolzenwald begrüßte die Gäste am Stadtteilladen Stöcken und führte sie durch "ihr" Quartier.

Der kurze Rundgang führte zum Wohnprojekt der Gesellschaft für Bauen und Wohnen Hannover mbH (GBH) in der Moorhoffstraße, zum Quartiersmanagement-Büro gleich um die Ecke in der Freudenthalstraße und endete am Leckerhaus, einer Einrichtungen für Kinder und Jugendliche, in der Lüssenhopstraße.

Alle diese Einrichtungen haben finanzielle Förderung durch das Programm Soziale Stadt erhalten – bisher. Wie es mit der Finanzierung weitergeht, ist für alle sechshundert bundesweiten Soziale-Stadt-Quartiere allerdings offen.

Zweite Station - Hainholz

Die HISS kämpft wie zahlreiche Initiativen im gesamten Bundesgebiet dafür, dass die Bundesmittel für alle Fördergebiete in Deutschland wieder auf mindestens 95 Millionen Euro jährlich angehoben werden.

Was durch eine Kombination von verschiedenen Förderprogrammen zusätzlich möglich ist, schilderte Jens-Erik Narten, Stellvertretender Vorsitzender der Sanierungskommission Hainholz, den Radlern, nachdem sie am Kulturhaus Hainholz ankamen.

"Unser Kulturhaus und das Familienzentrum wurden mit Millionenaufwand durch europäische Fördermittel, die mit dem Programm Soziale Stadt kombiniert wurden, saniert beziehungsweise gebaut."

Dritte Station - Vahrenheide-Ost

Vahrenheide-Ost war die dritte Station auf der Radtour. Dort führte Lutz-Rainer Hölscher, Stellvertretender Bezirksbürgermeister im Stadtbezirk Bothfeld-Vahrenheide, die Radler zu einigen wesentlichen Projekten im Sanierungsgebiet.

Dazu zählt die Fläche, auf der einst die Hochhäuser im Klingenthal standen, die nach dem Abriss Platz für die Neubebauung der Fläche mit Reihenhäusern machte – eine städtebaulich hervorragende Lösung.

Vierte Station - Sahlkamp-Mitte

Die vierte und letzte Station auf der Radtour war das noch junge Sanierungsgebiet Sahlkamp-Mitte. Die dortige Sanierung begann Anfang 2010, bereits im Oktober 2011 konnte die Neugestaltung des großen Spielplatzes in der Odenwaldstraße gefeiert werden.

Die Teilnehmer der Radtour lernten  den NachbarschaftsDienstLaden NadiLa, das Projekt „Wohnzufriedenheit“, den BildungsLADEN und das NaDu-Kinderhaus im Sahlkamp kennen – alles Einrichtungen und Projekte, die während der Sanierungszeit von immerhin rund zehn Jahren aus Mitteln des Sozialdezernates mitfinanziert werden.

Zum Abschluss der Halbtagestour konnten sich die Teilnehmer bei Kaffee und Kuchen im Stadtteilbauernhof entspannen.

Fazit der Gäste

Eine gelungene sportliche Veranstaltung, die sehr deutlich machte, welche positiven Auswirkungen das Programm "Soziale Stadt" bisher hatte. Dieser Erfolg — so die HISS-Aktiven — darf nicht durch Kürzungen im Städtebauförderprogramm gefährdet werden.

Mehr Infos zum bundesweiten Bündnis "Soziale Stadt", dem die Landeshauptstadt Hannover bereits im Herbst 2011 beigetreten ist, gibt es im Internet unter buendnis-soziale-stadt.de.