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Umsetzung und Wirkungen des Stadtbezirksmanagements in Hannover

Im März 2011 legte die Verwaltung eine detaillierte Auswertung der Wirksamkeit des im Sommer 2008 eingesetzten Stadtbezirksmanagements in Hannover vor.

Zum 01. Juli 2008 wurden in allen dreizehn Stadtbezirken Hannovers sogenannte Stadtbezirksmanager/innen eingesetzt, die seither als fachbereichsübergreifende Ansprechpartner/-innen für Bürger, Organisationen und Politik in den jeweiligen Stadtteilen zur Verfügung stehen. Das Gesamtkonzept wurde in der Informationsdrucksache 3017/2007 vorgestellt und eine detaillierte Auswertung der Wirksamkeit des Stadtbezirksmanagements für das Frühjahr 2011 angekündigt, in der Nachholbedarfe bzw. Notwendigkeiten einer Neujustierung in einzelnen Bereichen – Aufgabenstellung, Organisationsstrukturen, Ressourcenausstattung - identifiziert werden sollten.

Im März 2011 legte die Verwaltung einen Auswertungsbericht zu Umsetzung und Wirkungen des Stadtbezirksmanagements in Hannover vor, diese Evaluation wurde im zweiten Halbjahr 2010 durch das Deutsche Institut für Urbanistik durchgeführt.

 

Die Kommunalverwaltungen haben in den letzten Jahrzehnten auf die zunehmend komplizierteren Aufgabenstellungen mit einer wachsenden Spezialisierung reagiert, die heutige Struktur mit den klar abgegrenzten Zuständigkeiten in Fachbereichen und Bereichen ist das Ergebnis. Insbesondere seit dem Beginn des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt“ wird in den bundesweiten Diskussionen jedoch zunehmend darauf hingewiesen, dass diese starke fachliche Spezialisierung und Fachsicht zwar überwiegend sehr gute Ergebnisse erbringt, gleichzeitig aber ganzheitliche Lösungen für komplexere Aufgabenstellungen oftmals erschwert. Diese Erkenntnisse, sowie das Interesse an einer zusätzlichen Einbeziehung der stadtteilbezogenen Möglichkeiten (z.B. örtliche Anbieter, bürgerschaftliches Engagement und Selbsthilfe)  führten zu der Einführung einer fachbereichsübergreifenden Koordination - im Bereich der Stadtteile der Sozialen Stadt „Quartiermanagement“ genannt -, die sich in den letzten 10 Jahren als überaus erfolgreiches Modell etabliert hat. Ausgehend von diesen Erfahrungen wird derzeit überregional unter dem Begriff „Raumorientierung der Verwaltung“ über eine Ausweitung dieses Koordinationsmodells auf ganze Kommunen diskutiert. Das in Hannover im Juli 2008 auf der Basis eines Ratsauftrages eingerichtete Stadtbezirksmanagement entspricht diesen skizzierten Zielsetzungen.

Neben der Aufgabe, ein fachbereichsübergreifendes und integriertes, sozialraumorientiertes Handeln der Verwaltung zu erreichen geht es auch um eine intensive Zusammenarbeit mit der Bezirkspolitik, den lokalen Akteuren und den EinwohnerInnen. So stehen den EinwohnerInnen der Stadtbezirke mit dem Stadtbezirksmanagement verlässliche Ansprechparter/-partnerinnen und damit eine verbesserte kundenorientierte Serviceleistung zur Verfügung. Ein weiteres Schwerpunktthema des Stadtbezirksmanagements ist die Integration vor Ort, beispielsweise durch die fachlich-inhaltliche Begleitung der neu eingerichteten Integrationsbeiräte. Darüber sind die StadtbezirksmanagerInnen verantwortlich für die Redaktion und Weiterentwicklung stadtbezirksbezogener » Internetportale. Ein aktuelles Beispiel für zukünftige übergeordnete Aufgabenfelder ist die Begleitung der Weiterarbeit an Ergebnissen der ressortübergreifenden Repräsentativerhebung „Leben und Wohnen im Alter“ durch Übernahme der Moderation der Ideenwerkstätten und ggf. Projektentwicklung.

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