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Friedrich Wilhelm von Halem: Die Insel Norderney und ihr Seebad, nach dem gegenwärtigen Standpuncte. Hannover: Hahn, 1822. (StB Hannover, H 3934)

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Die Insel Norderney und ihr Seebad

Martin Stöber M.A., Historiker und Verleger, Geschäftsführer des Niedersächsischen Instituts für Historische Regionalforschung e. V. in Hannover, stellt am Montag, dem 7. Dezember, den „Reiseführer"  "Die Insel Norderney und ihr
Seebad, nach dem gegenwärtigen Standpuncte " von Friedrich Wilhelm von Halem vor.

„Ein so öder Sandhaufen … ist unsere kleine Insel daher gar nicht“ schrieb Medizinalrat Dr. Friedrich Wilhelm von Halem 1822. Er meinte jenes Eiland, auf dem man 25 Jahre zuvor das erste deutsche Nordseebad gegründet hatte, woran von Halem als ostfriesischer Landphysikus übrigens maßgeblich beteiligt gewesen war: Norderney.
  
Die Zeilen waren an „Curgäste“ und Reisende gerichtet, stammen folglich aus einem Reiseführer. Es gibt gute Gründe, sich dieser bei der Hahn’schen Buchhandlung erschienenen Publikation anzunehmen. Einerseits hebt sich der Band deutlich von seinen modernen Nachfahren ab. Andererseits fällt dessen Entstehungszeit – dies ist kein Zufall – in eine Epoche, die durch einen fundamentalen Wandel im Verhältnis von Mensch und Meer gekennzeichnet ist.
 
Ein berühmter zeitgenössischer Inselgast, Heinrich Heine, stellte später die rhetorische Frage: „Denn wer kannte damals [um 1825] in Deutschland das Meer?“ Er sei im deutschen Sprachraum der erste Dichter von gewissem Rang gewesen, der den Lesenden dieses Thema nahegebracht habe. Von Halem war zwar kein Belletrist, doch er kannte die See. Ein weiterer Grund, sich seiner Veröffentlichung zuzuwenden.

Termin(e): 07.12.2020 
von 19:30 bis 20:30 Uhr
Ort

Stadtbibliothek

  • Hildesheimer Straße 12
  • 30169 Hannover

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