Stadtbibliothek aufgeschlos­sen

Die Insel Norderney und ihr Seebad

Friedrich Wilhelm von Halem: Die Insel Norderney und ihr Seebad, nach dem gegenwärtigen Standpuncte. Hannover: Hahn, 1822. (StB Hannover, H 3934)

Martin Stöber M.A., Historiker und Verleger, Geschäftsführer des Niedersächsischen Instituts für Historische Regionalforschung e. V. in Hannover, stellt am Montag, dem 1. November 2021, den „Reiseführer"  "Die Insel Norderney und ihr Seebad, nach dem gegenwärtigen Standpuncte " von Friedrich Wilhelm von Halem vor.

„Ein so öder Sandhaufen … ist unsere kleine Insel daher gar nicht“ schrieb Medizinalrat Dr. Friedrich Wilhelm von Halem 1822. Er meinte jenes Eiland, auf dem man 25 Jahre zuvor das erste deutsche Nordseebad gegründet hatte, woran von Halem als ostfriesischer Landphysikus übrigens maßgeblich beteiligt gewesen war: Norderney.
  
Die Zeilen waren an „Curgäste“ und Reisende gerichtet, stammen folglich aus einem Reiseführer. Es gibt gute Gründe, sich dieser bei der Hahn’schen Buchhandlung erschienenen Publikation anzunehmen. Einerseits hebt sich der Band deutlich von seinen modernen Nachfahren ab. Andererseits fällt dessen Entstehungszeit – dies ist kein Zufall – in eine Epoche, die durch einen fundamentalen Wandel im Verhältnis von Mensch und Meer gekennzeichnet ist.
 
Ein berühmter zeitgenössischer Inselgast, Heinrich Heine, stellte später die rhetorische Frage: „Denn wer kannte damals [um 1825] in Deutschland das Meer?“ Er sei im deutschen Sprachraum der erste Dichter von gewissem Rang gewesen, der den Lesenden dieses Thema nahegebracht habe. Von Halem war zwar kein Belletrist, doch er kannte die See. Ein weiterer Grund, sich seiner Veröffentlichung zuzuwenden.

Termine

01.11.2021 ab 19:30 bis 20:30 Uhr

Ort

Stadtbibliothek
Hildesheimer Straße 12
30169 Hannover

Dies ist eine Veranstaltung mit freiem Eintritt

Die Veranstaltungsreihe "Stadtbibliothek aufgeschlossen" startet wieder unter Corona-Auflagen mit entsprechenden Hygienekonzepten und Abstandsregeln.
Die Veranstaltung findet jetzt um 19.30 Uhr in der Halle der Stadtbibliothek statt.
Da die Teilnehmer*innenzahl begrenzt ist (40 Personen), ist eine verbindliche telefonische Anmeldung erforderlich. Sie erreichen die Stadtbibliothek zu den Öffnungszeiten montags bis samstags 11:00 bis 19:00 Uhr telefonisch unter: 0511 168-42169.