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Luther, Martin: Vom eelichen Leben. Wittenberg: Johann Rhau-Grunenberg, 1522

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Lesungen & Vorträge

Martin Luther: Vom Eelichen Leben

Dr. Carola Schelle-Wolff, Direktorin der Stadtbibliothek Hannover, spricht am Montag, dem 9. Oktober, über die Schrift "Vom Eelichen Leben" von Martin Luther von 1522.

Noch als Mönch legte Luther mit dem nur 16 Blatt umfassenden Traktat "Vom Eelichen Leben" die Grundlage für das reformatorische Eheverständnis. Luther lobt die Ehe als von Gott gewollten Stand, verneint aber, dass die Ehe ein Sakrament sei. Sexualität ist ein von Gott eingepflanzter Trieb, kann also zumindest in der Ehe nicht sündig sein.

Aus der Bibel leitet er Richtlinien zum Eheleben und zur Elternschaft ab. Erzwungene Ehelosigkeit, wie z.B. bei Priestern und Nonnen, lehnt Luther ab. Neben der Frage der Ehehindernisse (Heirat in der engsten Familie) beschäftigt sich Luther auch mit dem Problem der Ehescheidung, die er bei Ehebruch für möglich erklärt. Seine Grundsätze bildeten die Basis bei der Neugestaltung des Eherechts. Das öffentliche Eheversprechen und Verlöbnis konstituiert die Ehe. Weltliche Instanzen waren zuständig für Ehefragen.

Bereits 1519 hatte er sich in einer Predigt, die unautorisiert veröffentlicht wurde, mit dem Thema beschäftigt. Er sah sich daher 1520 gezwungen, mit dem "Sermon vom ehelichen Stand" eine erste, kurze Schrift zu verfassen, die zusammen mit dem Traktat in einem Band früherer Lutherschriften zusammengebunden ist.

Termin(e): 09.10.2017 
von 17:00 bis 18:30 Uhr
Ort

Stadtbibliothek

  • Hildesheimer Straße 12
  • 30169 Hannover

Wegen der großen Nachfrage werden die kostenlosen Eintrittskarten nach der aktuellen Veranstaltung für die nächstfolgende ausgegeben.

Restkarten liegen an der Zentralinformation in der Stadtbibliothek.

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