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Städtische Pflegeeinrichtungen

Stadt bietet neuartige Besuchszimmer an

Persönliche Nähe unter Einhaltung der Hygiene-Regeln: Durch die Corona-Krise mussten Bewohner*innen von Pflegeeinrichtungen wochenlang auf den Besuch von Angehörigen verzichten. Parallel zur Lockerung der Besuchsverbote in Pflegeeinrichtungen hat die Landeshauptstadt Hannover für fünf städtische Einrichtungen spezielle Besuchszimmer angeschafft, die trotz strenger Hygienevorschriften Besuche möglich machen und Nähe schaffen. Seit dem 12. Mai wird das erste Besuchszimmer im Heinemanhof aufgebaut, vier weitere folgen an den Standorten Margot-Engelke-Zentrum, Anni-Gondro-Pflegezentrum, Klaus-Bahlsen-Haus und Herta-Meier-Haus.

Zwei Personen vor und hinter einer Trennwand. © Messebau Hannover

Gesprächssituation in einem der neuen Besuchszimmer, die Sicherheit für beide Seiten bieten. 

"Wir sind uns bewusst, dass die Bewohner*innen von Pflegeeinrichtungen und deren Angehörige aufgrund der Corona-Krise und den damit verbundenen Kontaktverboten, sich sehr auf ein Wiedersehen mit persönlicher Nähe freuen. Mit den neuen Besuchszimmern ist dies unter den vorgegebenen Hygiene- und Sicherheitsauflagen möglich. Wir freuen uns, mit dieser Maßnahme einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung der Besuchssituation zu leisten", sagte Konstanze Beckedorf, Sozialdezernentin der Landeshauptstadt Hannover.

Besuchszimmer ermöglichen Besuch ohne Betreten der Einrichtung

Die Besucher*innenzimmer, die nach Vorgaben der städtischen Alten- und Pflegezentren von der Firma Hoffmann Messebau Hannover umgesetzt und gebaut wurden, ermöglichen Angehörigen den Besuch der Bewohner*innen der Pflegeeinrichtungen, ohne die Einrichtung selbst betreten zu müssen. Die Zimmer sind sowohl von außen, als auch von innen begehbar.

So funktionieren die Besuchszimmer

Die Räume werden mit einer abwischbaren Wand etwa mittig getrennt. In die Wand wurde ein Sichtfeld (Glas oder Plexiglas) eingesetzt, wobei ein Besuchsraum mit einem Außenbereich für die Angehörigen und einem Innenbereich für die Bewohner*innen entsteht, ohne dass ein Kontakt stattfindet. Für den Besuch gibt es klar festgelegte Zeitfenster, in der Regel zwanzig Minuten und einen kurzen Zeitraum von etwa zehn Minuten für die Reinigung bzw. die Wischdesinfektion. In Einrichtungen, in denen die Außentüren nur von innen geöffnet werden können, beispielsweise bei Terrassentüren, ist die Trennwand mit einer Tür versehen. Am Sichtfeld stehen jeweils ein Tisch und ein Stuhl und auf beiden Seiten sind ein Telefon oder eine Freisprecheinrichtung installiert.

Hoffmann Messebau Hannover hat wichtige Kompetenzen für die Realisierung von Besuchszimmern

Die Firma Hoffmann Messebau Hannover ist mit dem Prinzip - in der Krise umdenken, andere Wege gehen - erfolgreich. Mit dem bundesweiten Bau von Corona-Ambulanzen, dem Bau des Behelfskrankenhauses auf dem Messegelände in Hannover sowie Lösungen für Schulen, hat das Unternehmen wichtige Kompetenzen auch für die Umsetzung von Besuchszimmern in Senioren- und Pflegeeinrichtungen entwickelt. Damit wurde das Unternehmen zu einem starken Partner für die Stadt bei diesem Projekt.

Pflegeeinrichtungen müssen Hygienekonzept vorlegen

Für Pflegeeinrichtungen können die zuständigen Behörden, in diesem Fall das Gesundheitsamt der Region Hannover, Ausnahmen von den Besuchs- und Betretungsverboten zulassen. Voraussetzung ist die Vorlage eines entsprechenden Hygienekonzepts mit dem Nachweis, dass ein geschützter Kontakt zwischen Bewohner*innen und Besucher*innen sichergestellt ist. Die Landeshauptstadt Hannover hat, wie viele andere stationäre Pflegeeinrichtungen, ein Hygienekonzept zur Verbesserung der Besuchsmöglichkeiten beim Gesundheitsamt der Region eingereicht und die Genehmigung erhalten.