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Fragen und Antworten

Coronavirus

Das Coronavirus COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2): Fragen und Antworten sowie Regelungen und Hinweise auf weitere Informationsmöglichkeiten

Inhalt

Wie verläuft die Quarantäne?  

Regelungen und häufige Fragen

Weitere Informationen     

Wie kann ich vor Ansteckung schützen?

Die goldenen Regeln: Abstand halten, und zwar mindesten1,5 Meter, besser zwei Meter, regelmäßig die Hände waschen, nicht ins Gesicht fassen, um den Kontakt mit den Schleimhäuten zu vermeiden.

Soziale Kontakte auf ein Minimum reduzieren, d.h. zu Hause bleiben, wenn es möglich ist.

Papier-Atemschutzmasken schützen eher die anderen, wenn man selbst infiziert ist, als dass es einen vor Ansteckung schützt.

Wann besteht der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus?

Ein begründeter Verdacht liegt vor,

  • wenn bei einem Menschen eine akute Atemwegsinfektion klinisch oder radiologisch (durch Röntgen) belegt ist und der Patient Kontakt zu einem bereits infizierten Menschen hatte 
  • Oder wenn akute Symptome für eine Atemwegserkrankung vorliegen und der Patient bzw. die Patientin bis 14 Tage vor der Erkrankung Kontakt mit einem bestätigten Coronavirus-Patienten hatte.

Welche Personen sind stärker gefährdet?

Besonders gefährdet sind Menschen mit Vorerkrankungen, zum Beispiel Herzkreislauferkrankungen, Asthma oder Diabetes.

Zu den Risikogruppen gehören zudem Menschen ab 50 Jahren – das Risiko, dass eine Infektion einen schweren Verkauf nimmt, steigt mit zunehmendem Alter.

Wie verhalte ich mich, wenn ich Kontakt hatte mit jemandem, der (ggf. über mehrere Ecken) Kontakt mit einem Verdachtsfall oder einem Infizierten?

Nur wenn Sie selbst direkt Kontakt hatten mit jemandem, der nachweislich infiziert ist, stehen Sie selbst für 14 Tage ab dem Zeitpunkt des Kontakts unter Quarantäne. Wenn Sie die Symptome für eine Atemwegserkrankung haben, rufen Sie bitte Ihren Hausarzt an und besprechen Sie mit ihm alles Weitere. Nur Ihr Hausarzt kann veranlassen, das Sie auf Covid-19 getestet werden.
In allen andere Fällen gibt es keine Auflagen außer der Empfehlung, die grundsätzlichen Regeln einzuhalten: Abstandhalten, nicht Hände schütteln, Hände waschen etc.

Ich bin von einem Bekannten informiert worden, dass er mit Corona infiziert ist und dass ich 14 Tage unter Quarantäne stehe. Was muss ich tun, nimmt das Gesundheitsamt Kontakt mit mir auf?

Der Anruf Ihres Bekannten genügt, um Sie unter Quarantäne zu stellen. Bitte informieren Sie entsprechend Ihren Arbeitgeber und halten Sie auch zu Ihren Angehörigen Distanz. Das Gesundheitsamt erhält – wenn alles richtig läuft – Ihre Daten von der infizierten Person. Wenn Sie die Symptome für eine Atemwegserkrankung haben, rufen Sie bitte Ihren Hausarzt an und besprechen Sie mit ihm alles Weitere. Nur Ihr Hausarzt kann veranlassen, das Sie auf Covid-19 getestet werden. Wenn Sie eine Bestätigung für Ihren Arbeitgeber brauchen, wenden Sie sich bitte per E-Mail an das Gesundheitsamt unter der Adresse coronavirus@region-hannover.de. Informationen zu Verdienstausfallentschädigungen nach dem Infektionsschutzgesetz und die dazugehörigen Formulare gibt es unter www.hannover.de/coronaverdienstausfall . Bitte haben Sie Verständnis, dass die Beantwortung einige Zeit in Anspruch nehmen kann, da zzt. viele Anfragen das Gesundheitsamt erreichen.

Ich wohne in einem Mehrfamilienhaus und habe Sorge, dass ein Nachbar infiziert ist – was kann ich tun?

Einfach die normalen Hygieneregeln einhalten; am besten vermeiden, das Treppengeländer anzufassen oder danach gleich die Hände waschen (was man in diesen Tagen ohnehin regelmäßig tun sollte), etwas Abstand zu den Nachbarn halten. Das Virus überträgt sich durch Tröpfcheninfektion. Nur dass ein anderer dasselbe Treppenhaus benutzt, stellt noch keine Gefahr dar. Nachbarschaftshilfe ist im Übrigen auch möglich, wenn man keinen direkten Kontakt hat – zum Beispiel, indem man ein Care-Paket vor die Tür stellt.

Wer wird getestet und wer entscheidet, ob ich getestet werde?

Getestet werden nur Menschen, die direkten Kontakt mit einer nachweislich infizierten Person hatten und b) für Corona typische Symptome zeigen, also Anzeichen für eine Atemwegserkrankung. Der Hausarzt, den Sie telefonisch kontaktieren müssen, entscheidet, ob Sie getestet werden. 

Wer testet und wer teilt mir das Ergebnis des Tests mit?

Die Kassenärztliche Vereinigung hast Testzentren eingerichtet. Dort werden nur Patienten getestet, deren Hausarzt eine Testung verordnet und einen Termin vereinbart hat. Der Hausarzt sollte Ihnen auch das Testergebnis mitteilen. Wenn Sie positiv getestet wurden, nimmt das Gesundheitsamt Kontakt mit Ihnen auf, sofern der Arzt das Gesundheitsamt über das Testergebnis informiert hat. Bei negativem Ergebnis ist es Aufgabe des Arztes, Sie zu informieren. Dem Gesundheitsamt liegt keine Übersicht über negative Testungen vor.

Wie verläuft die Quarantäne?

Was bedeutet es, wenn ich unter Quarantäne stehe?

Dass sie 14 Tage lang zu Hause bleiben und alle persönlichen Kontakte vermeiden. Wenn Sie nicht alleine leben, ziehen Sie sich in ein eigenes Zimmer zurück, essen Sie nicht gemeinsam mit den anderen Hausbewohnern und halten Sie zu allen Abstand
Die Verhaltensregeln des Robert Koch Instituts für Menschen in häuslicher Isolierung finden Sie unter: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Flyer_Patienten.pdf?__blob=publicationFile 

Was tun mit kleinen Kindern/Pflegebedürftigen, wenn man selbst in Quarantäne ist?

Versuchen Sie nach Möglichkeit, irgendeine andere Betreuungsmöglichkeit zu finden – über Freunde, Verwandte oder Nachbarn. Gerade ältere Menschen sind durch Corona gefährdet. Deshalb sollte dort jeder Kontakt vermieden werden. Wenn es überhaupt keine Lösung gibt, müssen die Kinder oder die zu Pflegende Person mit Ihnen unter Quarantäne gestellt werden.

Was tun mit Haustieren (spez. Hunden), wenn man selbst in Quarantäne ist?

Bitte nehmen Sie Kontakt mit Ihren Nachbarn oder anderen Hundebesitzern auf und bitte diese, Ihren Hund mit auszuführen.

Was passiert am Ende der Quarantäne?

  • Für Kontaktpersonen, die für 14 Tage unter Quarantäne gestellt wurden und die in diesem Zeitraum keine Symptome gezeigt haben, ist keine Untersuchung nötig.
  • Kontaktpersonen, die während der Quarantäne-Zeit Symptome zeigen, sollten getestet werden. Das Gesundheitsamt empfiehlt, sich telefonisch beim Hausarzt zu melden, um nach Möglichkeit einen Abstrich zu vereinbaren. 
  • Für erkrankte Personen, die im Laufe ihrer Quarantäne in den letzten 48 Stunden symptomfrei waren, ist die Quarantäne aufgehoben. Sie werden nicht noch einmal getestet.

Können Betroffene nach dem Ende der Quarantäne wieder vor die Tür und zur Arbeit gehen?

Betroffene können sich ohne jede Einschränkung wieder in der Öffentlichkeit bewegen, wenn die obigen Bedingungen erfüllt sind.

Kann ich vorzeitig aus der Quarantäne entlassen werden, wenn ich negativ getestet wurde?

Nein, die Quarantäne von 14 Tagen muss auch eingehalten werden, wenn jemand negativ auf Corona getestet wurde. Die Inkubationszeit beträgt 14 Tage, deshalb sollte auch nur getestet werden, wenn Krankheitssymptome vorliegen, und nicht zu früh, weil der Test die Infektion in einem sehr frühen Stadium der Ansteckung nicht erkennt.

Kann sich ein Unternehmen, dessen Chef positiv auf das Coronavirus getestet wurde, geschlossen in Quarantäne begeben?

Das ist nicht praktikabel und nicht sinnvoll. Der Chef muss auf jeden Fall separiert untergebracht werden. Und wenn nur einer der Mitarbeiter sich tatsächlich angesteckt hat, trägt die Situation dazu bei, dass alle übrigen durch den engen Kontakt mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls infiziert werden. Ratsamer ist es, alle arbeiten getrennt von zu Hause.

Wie kann ich mich und andere vor Ansteckung schützen?

Nach derzeitigem Kenntnisstand handelt es sich um eine Tröpfchen- und Schmierinfektion. Daher gelten hier dieselben Regeln wie für die Erkältung und die Grippe:

  1. Abstand halten,
  2. regelmäßig Hände waschen und
  3. beim Husten und Niesen aufpassen, dass die Tröpfchen nicht in der Umgebung verteilt werden.

Eine wirksame Impfung gegen das Coronavirus existiert noch nicht auf dem Markt.

Regelungen

Allgemeinverfügung - Was ist derzeit erlaubt, wer hat geöffnet?

In den vergangenen beiden Wochen sind mehrere Allgemeinverfügungen erlassen worden, die die geltenden Gebote und Verbote regeln. Einige Allgemeinverfügungen sind inzwischen durch neuere Verfügungen (zum Beispiel des Landes vom 22.3.2020) überholt. Alle Allgemeinverfügungen rund um Corona sind im Netz zu finden unter 

Laut Allgemeinverfügung durch das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung gelten ab sofort folgende Verhaltensregeln:

  • Minimieren Sie Kontakte zu Menschen außerhalb Ihres Haushaltes auf das absolut notwendige Maß.
  • Halten Sie dabei einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu Menschen ein, die nicht zu Ihrem Haushalt gehören.
  • Private oder öffentliche Zusammenkünfte von mehr als zwei Personen sind untersagt. Ausgenommen sind Menschen, die in einer gemeinsamen Wohnung leben.

Ausdrücklich erlaubt sind:

  • Aufenthalt von Einzelpersonen im öffentlichen Raum
  • körperliche/sportliche Betätigung im Freien
  • das Ausüben beruflicher Tätigkeiten
  • Arztbesuche, medizinische Behandlungen
  • Blutspenden
  • Besuch bei medizinischen Fachkräften, sofern dringend erforderlich (z.B. Psycho- und Physiotherapie)
  • Notwendige Tierarztbesuche, Versorgung, Betreuung und Ausführen von Tieren, für eine Pflicht zur Versorgung besteht
  • Betreuung/Versorgung von hilfebedürftigen Personen und Minderjährigen, auch zur ausnahmsweise erlaubten Versorgung mit Lebensmitteln, Gütern und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs
  • Begleitung Sterbender und Teilnahme an Beerdigungen engster Familienangehöriger Familienkreis (begrenzt auf Großeltern, Eltern, Kinder, Enkelkinder, überlebende Ehegatten oder Lebenspartner)
  • Seelsorgerische Betreuung durch einzelne Geistliche
  • Notwendige Besuche von Stellen und Einrichtungen, die öffentlich-rechtliche Aufgaben wahrnehmen (z.B. Gerichte oder Behörden)
  • der Besuch bei Lebenspartnern, Alten, Kranken oder Menschen mit Einschränkungen (außerhalb von Einrichtungen) und die Wahrnehmung des Sorgerechts im jeweiligen privaten Bereich
  • Berichterstattung durch Vertreterinnen und Vertreter von Presse, Rundfunk, Film und anderen Medien
  • Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs
  • Aufsuchen der eigenen Zweitwohnung
  • Private Motorradtouren (Personenbeschränkung laut Allgemeinverfügung i.d.R. eine Person, max. zwei, wenn aus einer Wohngemeinschaft)
  • Private Renovierung von Wohnungen/Häusern (max. zwei Personen bzw. nur Personen aus demselben Haushalt)
  • Privater Umzug (möglichst mit gewerblichem Umzugsunternehmen; es gilt die festgesetzte Personenzahl  max. zwei Personen bzw. nur Personen aus demselben Haushalt)
  • Abwendung unmittelbarer Gefahren für Leben/körperliche Unversehrtheit einer Person, naher Angehöriger oder des Eigentums sowie anderer vergleichbarer Notlagen, die nicht anders abgewendet werden können.

Folgende Geschäfte und Betriebe dürfen geöffnet bleiben, weil ihre Güter und Dienstleistungen zum täglichen oder medizinisch notwendigen Bedarf gehören:

  • Lebensmittelhandel
  • Wochenmärkte
  • Apotheken und Sanitätshäuser
  • Handwerker (Für Handwerker gibt es in der Regel kein Betriebsverbot. Allerdings gibt es Ausnahmen, zum Beispiel Kosmetiksalons. Bei Mischbetrieben hängt es davon ab, wo der Schwerpunkt liegt)
  • Verkauf von Rollstühlen und E-Mobilen bei Bewegungseinschränkungen
  • Drogeriemärkte
  • Orthopäden
  • Getränkemärkte
  • Medizinische Fußpflege
  • Großhandel
  • Tierbedarfshandel
  • Brief- und Versandhandel
  • Poststellen (Wird zusätzlich eine weitere, untersagte Leistung angeboten, muss der Geschäftsbetrieb auf die Poststelle beschränkt werden.)
  • Banken, Sparkassen und Geldautomaten
  • Tankstellen inkl. Shops
  • Bau- und Gartenbaumärkte
  • Onlinehandel
  • Kfz- oder Fahrrad-Werkstätten
  • Gastronomische Abhol- und Lieferdienste (Bedingung: Bestellung kann online/telefonisch aufgegeben werden; 1,5 Meter Mindestabstand zwischen den Kunden, nicht mehr als eine Person pro 10 Quadratmeter)
  • Reinigungen
  • Taxigewerbe
  • Autovermietung
  • Zeitungsverkauf
  • Waschsalons
  • Hörgeräteakustiker
  • Optiker
  • Physiotherapie (nur mit ärztlicher Bescheinigung)
  • Heilpraktiker/Chiropraktiker (in Notfällen)
  • Lieferung und Montage von Ware
  • Campingbetriebe, wenn nur Dauercamper, teilw. ohne anderen Wohnsitz, beherbergt werden
  • Betriebliche Tätigkeiten bei geschlossenen Läden (z.B. Ladenrenovierung, Vorbereitungsarbeiten für Wiedereröffnung, Inventur)
  • Kfz-Schilderläden, sofern Abstandsregel eingehalten wird
  • Imbisse in Tankstellen (Verzehr vor Ort NICHT gestattet; Abstandsregelung muss eingehalten werden)
  • Blumenläden

Ein Betriebsverbot gilt für folgende Einrichtungen und Betriebe:

  • Private Veranstaltungen (Ausnahmen: s. Positivliste), unabhängig von der Teilnehmerzahl, einschl. Besuch von Freunden, anderen Kindern zum Spielen
  • Alle Ansammlungen im Freien von mehr als zwei Personen (auch private Umzüge, Spaziergänge mit Familienmitgliedern aus dem Nachbarort)
  • Bars, Clubs, Kulturzentren, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen
  • Gastronomie/Imbiss (Ausnahme: Liefer- und Abholservice, wenn die Bestellung telefonisch oder online aufgegeben werden kann)
  • Theater, Opern, Konzerthäuser, Museen, Bibliotheken und ähnliche Einrichtungen, unabhängig von der jeweiligen Trägerschaft oder von Eigentumsverhältnissen
  • Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbäder, Fitnessstudios, Saunen und ähnliche Einrichtungen
  • Friseursalons
  • alle Spielplätze einschließlich Indoor-Spielplätze
  • Tattoo-Studios
  • Nagel- und Kosmetikstudios
  • Kinos,
  • Zoos, 
  • Freizeit- und Tierparks
  • Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), 
  • Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen.
  • Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen (z.B. Lovemobile) ebenso wie Straßenprostitution.
  • Messen und Ausstellungen
  • Touristischer Betrieb in Beherbergungsstätten (Hotels, Camping-/Wohnmobilstellplätze, private/gewerbliche Vermietung von Ferienwohnungen/-zimmern, Übernachtungs- und Schlafgelegenheiten, Kur- und präventive Reha-Einrichtungen)(Bereits beherbergte Personen müssen spätestens bis zum 25. März 2020 die Rückreise antreten. Anschlussheilbehandlungen im Sinne des SGB V sind hiervon ausgenommen.)
  • Telefonshops
  • Fahrschulen, Fahrlehrerausbildungsstätten und anerkannte Aus- und Weiterbildungsstätten nach dem BKrFQG
  • Versicherungs-, Reisebüros
  • Betriebskantinen (Ausnahme: Außer-Haus-Verkauf)
  • Verkaufsstellen des Einzelhandels (Ausnahmen: s. Positivliste)
  • Spezialmärkte (alle Märkte, die keine Wochenmärkte sind)
  • Hotelrestaurants (Zimmerservice ist möglich)
  • Reisebusreisen

Was passiert bei Verstößen gegen die Allgemeinverfügung?

Verstöße gegen die erlassenen Regeln stellen laut Allgemeinverfügung "Ordnungswidrigkeiten nach §73 Absatz 1a Nr. 6 des Infektionsschutzgesetzes dar und werden mit Bußgeldern bis zu 25.000,00 Euro geahndet."

Gibt es eine Ausgangssperre?

Es gibt weiterhin keine Ausgangssperre im Land Niedersachsen. Statt einer Einschränkung der individuellen Bewegungsfreiheit steht die Vermeidung sozialer Kontakte im Mittelpunkt der Maßnahmen, um die Übertragungsgeschwindigkeit des Corona-Virus zu verlangsamen

Ich habe meine alte Wohnung bereits gekündigt und stehe kurz vor einem Umzug. Darf ich den noch durchziehen?

Alles, was nicht explizit in der Verfügung steht, ist verboten. Ausnahmen sind dabei dringend notwendige Maßnahmen. Darunter fällt beispielsweise ein Umzug, wenn die alte Wohnung schon gekündigt ist und man ansonsten auf der Straße landet. Wichtig ist aber, dass auch hierbei die Schutzmaßnahmen der Allgemeinverfügung eingehalten werden müssen.

Wenn mein Partner aus einem Risikogebiet gekommen ist und 14 Tage zu Hause bleibt - muss ich dann auch zu Hause bleiben?

Nein, Sie müssen nicht zu Hause bleiben, sollten aber unbedingt 14 Tage Abstand von Ihrem Partner halten und bei Krankheitssymptomen Ihren Hausarzt kontaktieren. Es wird empfohlen, die grundsätzlichen Hygieneregeln einzuhalten: Abstandhalten, nicht Hände schütteln, Hände waschen etc.

Müssen Autowaschanlagen schließen?

Selbst-Waschboxen sind wegen der Tröpfchen-Übertragung problematisch und müssen schließen. Waschstraßen, in denen Kunden ohne weitere Kontakte im geschlossenen Auto sitzen bleiben, stellen aus Sicht der Region keine Gefahr dar und dürfen nach jetziger Einschätzung offen bleiben.

Müssen Verkaufsstände für Lebensmittel schließen?

Wenn in dem Stand Lebensmittel zum frischen Verzehr zubereitet werden, muss der Stand schließen, weil dies Wartesituationen mit sich bringt. Verkaufsstände, die nur Waren anbieten, aber nicht zubereiten, können nach jetziger Einschätzung geöffnet bleiben.

Kann ich mich über Oberflächen oder Lebensmittel infizieren?

Nach Einschätzung des Bundesministeriums für Risikobewertung (BfR) liegen bislang keine Fälle vor, bei denen Menschen sich nachweislich über kontaminierte Gegenstände oder Lebensmittel mit dem neuartigen Coronavirus oder anderen Coronaviren infiziert haben. Das Virus hat eine recht geringe Stabilität in der Umwelt.
Denkbar ist laut BfR eine Schmierinfektion über Oberflächen nur für kurze Zeit nach der Kontamination mit den Coronaviren. Eine Übertragung kann stattfinden, wenn die Viren beispielsweise über die Hände ins Gesicht gelangen. Deshalb ist es wichtig, sich regelmäßig und gründlich die Hände zu waschen und sich nicht ins Gesicht zu fassen.
Ausführliche Informationen dazu hat das BfR auf seiner Website veröffentlicht:
www.bfr.bund.de, auf der Startseite unter „Aktuelles“.
Direkter Link: https://www.bfr.bund.de/de/kann_das_neuartige_coronavirus_ueber_lebensmittel_und_gegenstaende_uebertragen_werden_-244062.html 

Kitas und Schulen geschlossen - wer hat Anspruch auf Notfallbetreuung?

Schulen und Kitas haben vorerst bis zum 18. April 2020 den Betrieb eingestellt. Ausgenommen ist die Notbetreuung in kleinen Gruppen. Die Notbetreuung dient dazu, Kinder aufzunehmen, deren Erziehungsberechtigte in sog. kritischen Infrastrukturen tätig sind. Zum Beispiel:

  • Beschäftigte im Gesundheitsbereich, medizinischen Bereich und pflegerischen Bereich,
  • Beschäftigte zur Aufrechterhaltung der Staats- und Regierungsfunktionen (öffentliche Verwaltung),
  • Beschäftigte im Bereich der Polizei, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Feuerwehr, 
  • Beschäftigte im Vollzugsbereich einschließlich Justizvollzug, Maßregelvollzug
  • und vergleichbare Bereiche
  • Beschäftigte im Bereich der Daseinsvorsorge (insbesondere der Wasser, Strom- und Gasversorgung),
  • Beschäftigte im Bereich der Lebensmittelversorgung (Lebensmittelproduktion und -verarbeitung sowie Lebensmittelhandel)
  • Beschäftigte im Bereich der Informationstechnik und Telekommunikation
  • Beschäftigte im Bereich des Finanzwesens (Bargeldversorgung

Aus Sicht der Region Hannover ist möglichst zu vermeiden, dass Kinder von ihren Großeltern betreut werden, da ältere Menschen besonders gefährdet sind im Fall einer Covid-19-Erkrankung.

Was tut das Gesundheitsamt ganz konkret?

Das Gesundheitsamt erfasst und bearbeitet alle Fälle, in denen Menschen als positiv auf Covid-19 getestet gemeldet werden. Das Gesundheitsamt testet nicht selbst.

Aufgrund der steigenden Infektionszahlen informiert das Gesundheitsamt aktuell nicht selbst Kontaktpersonen von Infizierten, sondern bittet die Infizierten, selbst die Kontaktpersonen zu informieren. Darüber hinaus werden die Infizierten gebeten, dem Gesundheitsamt eine Liste aller Kontaktpersonen zur Verfügung zu stellen.

Fragen ausschließlich mit medizinischem Hintergrund beantwortet das Gesundheitsamt unter der Nummer 0511 616-43434. Wegen des hohen Anfrageaufkommens ist derzeit aber häufig besetzt.

Alternativ gibt es eine Hotline des Landes Niedersachsen und der AOK, die von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 0511 4505-555 zu erreichen ist und Fragen zum Corona-Virus beantwortet.

Kontaktpersonen, die unter Quarantäne stehen, können per Mail an coronavirus@region-hannover.de eine entsprechende Bestätigung für ihren Arbeitgeber bitten.

Weitere Informationen

Wie kann ich helfen?

Unter der Hotline (0511) 3687-108 des Diakonische Werk Hannovers können sich Hilfesuchende, die zu den Corona-Risikogruppen gehören, und Menschen, die Hilfe anbieten, melden. Helfer können zum Beispiel Einkäufe für Nachbarn mitbringen und Rezepte vom Arzt oder Medikamente aus der Apotheke holen.
Auf Facebook gibt es die Gruppe „Solidarität statt Hamsterkäufer“, die in machen Statteilen auch Zettel aufhängt: https://www.facebook.com/groups/523871285213575

Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen - welche Ausnahmen gelten für das Besuchs- und Betretungsverbot?

In allen Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen gilt ein Besuchs- und Betretungsverbot.

Ausgenommen sind Besuche von werdenden Vätern, von Vätern von Neugeborenen, von Eltern und Sorgeberechtigten von Kindern auf Kinderstationen und Besuche enger Angehöriger von Palliativpatienten. Wenn medizinisch oder ethisch-sozial vertretbar, sind die Besuche bei erwachsenen Patienten zeitlich zu beschränken.
Kantinen, Cafeterien oder andere der Öffentlichkeit zugängliche Einrichtungen für Patienten und Besucher sind zu schließen.

Veranstaltungen wie Vorträge, Lesungen, Informationsveranstaltungen etc. dürfen auch in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen nicht stattfinden.

Weitere Informationen für Unternehmen

Erster Ansprechpartner für die Unternehmen ist die Wirtschaftsförderung. Dort werden Fragen unter der E-Mail-Adresse wirtschaftsfoerderung@region-hannover.de angenommen.
Informationen gibt es auch im Netz unter https://www.wirtschaftsfoerderung-hannover.de/corona, zum Beispiel über Kurzarbeitergeld, Finanzierungshilfen und Entschädigungen nach dem § 56 Infektionsschutzgesetz.

Weitere Informationen für Bedürftige und Menschen mit Behinderungen

Der Fachbereich Soziales der Region Hannover hat unter der Rufnummer 0511 616-29999 eine Hotline eingerichtet für Menschen, die Zahlungen der Eingliederungshilfe erhalten, oder sonstige Anliegen, die den Bereich Soziales betreffen. Dort können ggf. auch Fragen zur Unterbringung Pflegebedürftiger beantwortet werden, die aufgrund von Erkrankung oder Quarantäne der Person, die sonst die Pflege übernimmt, nicht versorgt werden können.

Werkstätten für Menschen mit Behinderung, Tagesförderstätten für Menschen mit Behinderung sowie vergleichbare ambulante und teilstationäre Angebote der Eingliederungshilfe dürfen von den dort beschäftigen und betreuten Menschen mit Behinderungen nicht betreten werden,

  • die sich in einer betreuten Unterkunft (z. B. besondere Wohnform, Wohnheim) befinden,
  • die bei Erziehungsberechtigen oder ihren Eltern wohnen und deren Betreuung sichergestellt ist oder
  • die alleine oder in Wohngruppen wohnen und sich selbst versorgen können oder eine Betreuung erhalten

Ausgenommen sind Menschen mit Behinderung, die eine Betreuung während des Tages benötigen und deren Betreuung anderweitig nicht sichergestellt werden kann. Das Betretungsverbot gilt nicht für Betriebsbereiche von Werkstätten für Menschen mit Behinderung, die im Zusammenhang mit medizinischen und/oder pflegerelevanten Produkten, Leistungen oder Unterstützungsarbeiten erbringen oder durchführen, hierzu zählen auch Wäschereien, oder die der Versorgung mit Speisen in medizinischen und/oder pflegerelevanten Einrichtungen dienen. Die Träger der Werkstätten für Menschen mit Behinderung haben in allen Fällen durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass Abstands- und Hygieneregeln eingehalten und Nahkontakte soweit wie möglich verhindert werden.

Wo finde ich auf www.hannover.de die aktuellen Informationen des Gesundheitsamtes?

Wie steht die Zahl der Coronavirusfälle im Verhältnis zu den Grippefällen?

In der Region Hannover ist in der laufenden Grippesaison bislang eine vierstellige Anzahl von Menschen von der Grippe betroffen.

Wo kann ich mich weiter informieren?

Informationen für Geflüchtete und Migranten vom Ethno-Medizinischen Zentrum e.V., Hannover

(veröffentlicht: 29.01.2020, zuletzt aktualisiert 25.03.2020)