HANNOVER.DE | Das offizielle Portal der Region und der Landeshauptstadt Hannover

Veranstaltungen

Dezember 2019
12.2019
M D M D F S S
25 26 27 28 29 30 1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30 31 1 2 3 4 5
Heute | Wochenende | kostenlos | Suche

Auf Jobsuche?

Zuletzt aktualisiert:

Regionalbusnetz wird ausgebaut

Dichter Takt, direkter Weg, moderne Technik

Die "sprintH" kommen – neue Linien gehen noch 2019 an den Start.

Ein Bus fährt durch eine sommerliche Landschaft © regiobus Hannover GmbH / Foto: Nick Langer

Bus der regiobus Hannover GmbH

Rund 30.000 Fahrgäste sind täglich mit den drei "Doppel-Null"-Linien der regiobus unterwegs. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2019 soll das beliebte Regionalbusliniennetz weiter ausgebaut werden. Als "sprintH" könnten dann auch die Linien 440 (zwischen Neustadt und Marienwerder/neu: 400), 650 (Langenhagen – Marienwerder/600) und 640 (Burgdorf – A2-Center/900) einbezogen werden. Auch die heutige Linie 370 (800) der ÜSTRA, die von Mehrum in die hannoversche Südstadt fährt, ist Teil des Konzepts. Alle sieben "sprintH"-Linien sollen sich durch einen dichteren Takt und eine direkte Linienführung auszeichnen und entsprechend beworben werden.

Bedarfsorientiertes Angebot

"Im Zuge der für dieses Jahr geplanten Direktvergabe der Buslinienverkehre im Umland an unser Unternehmen regiobus haben wir uns intensiv mit der Überarbeitung des Angebots befasst", sagt Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz: "Unser Ziel war und ist es, das Liniennetz klarer und effizienter zu strukturieren. Bei gering nachgefragten Linienfahrten werden Anpassungen vorgenommen, gleichermaßen sollen die Verbindungen mit den höchsten Fahrgastzahlen ausgebaut und weiterentwickelt werden."

Neben den bislang schon als "RegioSprintern" bekannten Linien 300, 500 und 700 soll auf vier weiteren Relationen die Angebotsqualität verbessert werden. Die sechs regiobus- und eine ÜSTRA-Linie sollen möglichst einheitliche Kriterien erfüllen und gleiche Ausstattungsmerkmale aufweisen.

Dazu Elke van Zadel, Leiterin des Fachbereichs Verkehr der Region Hannover, und Geschäftsführerin der regiobus: "Alle 'sprintH' verkehren ohne Umwege zwischen dem Umland und wichtigen Verknüpfungspunkten im regionalen Nahverkehr. Sie fahren entweder den nächsten Umsteigepunkt für Stadtbahn und S-Bahn an oder erreichen direkt den ZOB in Hannover. Und dies tagsüber mindestens im Halbstundentakt, ausgerichtet auf den Berufs-, Einkaufs- und Besorgungsverkehr."

Neue Ausstattungsmerkmale

Die eingesetzten Fahrzeuge sollen sich auch durch weitere Merkmale vom "normalen" Regelbusverkehr in der Region unterscheiden: etwa mit Fahrgastinformationen in Echtzeit über große TFT-Bildschirme in den Bussen, WLAN und USB-Steckdosen im Bereich der Sitzplätze. Dies soll in einem ersten Schritt auf den Linien 500 und 700 erfolgen. "Diese neuen Ausstattungsmerkmale werden mittelfristig absehbar Schritt für Schritt auf alle Regionalbuslinien ausgedehnt", kündigte Elke van Zadel an: "Die 'sprintH'-Linien sind die Vorreiter zur Einführung und auch zum Ausprobieren von neuen Qualitäten und Technologien im Regionalbusverkehr in der Region Hannover." Dies betrifft auch die Antriebstechnik.

Die Linien 300, 500 und 700 sind als Pilotlinien für den Einsatz von Elektrobussen im Regionalbusverkehr vorgesehen. Bis dahin werden auf den sechs "sprintH"-Linien der regiobus die jeweils neuesten Fahrzeuge eingesetzt. Sie entsprechen dem aktuellen "Stand der Technik" mit der höchsten Abgasnorm, Niederflurtechnik mit Rampe und Kneeling, Elemente der Barrierefreiheit, Haltestellenansage, hochwertige Bestuhlung und Polsterung sowie Klimaanlage. "Im ersten Schritt rüsten wir fast 40 Busse aus unserem Bestand mit den neuen Merkmalen aus, um das sprintH-Thema zügig voran zu bringen. Bei künftigen Busbeschaffungen kann die neue Ausstattung dann gleich bei der Bestellung mit berücksichtigt werden. Dadurch, dass wir jedes Jahr neue Busse beschaffen, können wir modernste Fahrzeuge für dieses im Regionalbusverkehr wegweisende Projekt zur Verfügung stellen", unterstreicht regiobus-Geschäftsführerin Regina Oelfke. Die ÜSTRA wird auf der Linie 800 (bislang 370) voraussichtlich ab dem Fahrplanwechsel Ende 2020 neubeschaffte Fahrzeuge mit Hybridantrieb einsetzen.

"Qualitätssprung"

"Mit der Einführung der 'sprintH'-Linien wird eine spürbar verbesserte Qualität im Regionalbusverkehr geschaffen", erklärt Verkehrsdezernent Franz: "Fast 25 Prozent der Fahrgäste der regiobus können von diesem Qualitätssprung profitieren. Es werden gezielt und konsequent die Buslinien gestärkt, die einen hohen Nutzen für die Erfüllung der verkehrs- und umweltpolitischen Zielesetzungen der Region Hannover haben. Da insbesondere die Linien 300, 500 und 700 schon heute die 'Nachfragemotoren' im Regionalbusverkehr sind, wird mit dem weiterentwickelten Netz ein Qualitätslevel erreicht, das eine weitere Steigerung der Fahrgastnachfrage erwarten lässt."

Der Verkehrsausschuss der Region Hannover wird sich in seiner Sitzung am 14. Mai 2019 erstmals mit der Einführung der neuen Angebote im regionalen Busverkehr befassen.

(Veröffentlicht am 2. Mai 2019)