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Bahnhof Dollbergen

Mehr Platz und Komfort für Pendler

Die Region Hannover investiert 1,1 Mio. Euro für Stellplätze und neuen Vorplatz

Parkdruck am Bahnhof in Dollbergen: Bis zu 150 Autos von Bahnkunden wurden zuletzt täglich im Umfeld der überlasteten Abstellanlagen gezählt. Die Pkw werden in der Nachbarschaft auf unbefestigten Flächen oder im Straßenseitenraum geparkt. Weil auch die Bike+Ride-Anlage in die Jahre gekommen ist, der Bahnhofsvorplatz unbefestigt und die Bushaltestelle auf der Bahnhofsseite nicht barrierefrei ist, investiert die Region Hannover in eine Komplettlösung: Der zuständige Verkehrsausschuss hat am 23.10.2019 zustimmt, dafür rund 1,1 Millionen Euro als Vorfinanzierung bereitzustellen. Gebaut würde schon im nächsten Jahr.

Das ist geplant

Der Bahnhof in Dollbergen wird werktags von rund 1.700 Menschen genutzt. Auf der Südseite befindet sich bereits eine P+R Anlage mit 57 Stellplätzen, auf der Nordseite eine weitere Anlage mit 27 Stellplätzen. Die B+R Anlagen auf der Südseite mit 144 Vorderradklemmen sind veraltet und müssen ersetzt werden. Die Neuplanung sieht in einer ersten Stufe den Bau von 133 weiteren Pkw-Stellplätzen vor, davon im Bereich des Bahnsteigzugangs zwei behindertengerecht. In einem zweiten Bauabschnitt könnten bei Bedarf weitere 92 Stellplätze entstehen.

Die Parkplätze werden in Senkrechtaufstellung angelegt, die Parkstände werden gepflastert, die Fahrbahn asphaltiert. Die Entwässerung erfolgt über Versickerungsmulden zwischen den Parkreihen. Im Bereich der vorhandenen B+R-Anlage und Teilbereichen des mit Schotter befestigten Vorplatzes wird nach deren Abbruch eine neue B+R Anlage errichtet. Die neue Anlage mit 160 Stellplätzen wird komplett überdacht. 96 Stellplätze davon sind in einem abschließbaren Bereich vorgesehen. Die Anlage wird mit Anlehnbügeln ausgestattet. Außerdem sind Schließfächer sowie ein elektronisches Zugangssystem vorgesehen. Auf dem Vorplatz entsteht ein gepflasterter und entsprechend beschilderter Abstellbereich für Motorräder.

Die Kostenverteilung

Für die Baumaßnahme hat die Region Hannover einen Finanzierungsantrag beim Land Niedersachsen gestellt. Danach werden 75 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten sowie 10 Prozent der Planungskosten vom Land auf Grundlage des Niedersächsischen Nahverkehrsgesetzes (ehemals GVFG) bezuschusst. Die verbleibenden 25 Prozent der zuwendungsfähigen und alle nichtzuwendungsfähigen Kosten werden von der Region Hannover getragen.

Die Planungsunterlagen

(veröffentlicht: 24. Oktober 2019)