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Öffentlicher Personennahverkehr

Metronom hält abends wieder in Großburgwedel

Der ME 82888 verkehrt ab dem 11. Januar 2021 wieder in alter Taktlage

Zug in deren Fenstern sich zwei Triebwagen spiegeln. © metronom

metronom Fahrzeug EVU

Nachfragen der Region Hannover und LNVG an DB Netz um erneute Prüfung waren erfolgreich:

Ab dem 11. Januar 2021, bis vorerst 23. April 2021, hält der Metronom (ME82888) wieder um 19.57 Uhr in Großburgwedel und kehrt damit wieder in die alte
Taktlage – 19.40 Uhr ab Hannover-Hauptbahnhof mit Bedienung aller weiteren Halte zurück.

Vorerst vom 11. Januar - 23. April 2021

Aber: Bis zum 11. Januar 2021 und wahrscheinlich ab 23. April 2021, verlässt der Nahverkehrszug Hannover um 19.29 Uhr – ohne Halt in Großburgwedel. Dies ist die Folge eines sogenannten "Trassenkonflikts" mit einem Fernverkehrsunternehmens, das aber inzwischen die Trasse zumindest bis zum 23. April 2021 wieder storniert hat.

Carmen Schwabl, Sprecherin der Geschäftsführung der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) weist darauf hin, dass Nahverkehrszüge gegenüber dem Fernverkehr fast grundsätzlich benachteiligt würden. "Wenn ein Intercity, ein Flixtrain oder ein ICE um eine bestimmte Zeit auf der Strecke fahren sollen, bekommen diese Züge bei der Fahrplankoordinierung durch DB Netz fast immer Vorrang. Auf die Taktung des Nahverkehrs wird keine Rücksicht genommen." Grund dafür sind Regelungen im Eisenbahnregulierungsgesetz.

Steigende Kapazitätsengpässe

Solche Behinderungen des Nahverkehrs seien in Zukunft bei steigenden Kapazitätsengpässen immer häufiger zu erwarten. "Alle Verantwortlichen im Land sind bestrebt, Nahverkehrszüge im dichteren Takt fahren zu lassen. Aber das stößt an Grenzen, die der Bund zu verantworten hat: Fehlende Schienenwege, überlastete Bahnhöfe, alte Signaltechnik." Deshalb müsse das Regulierungsgesetz geändert werden, bekräftigt die LNVG-Geschäftsführerin.

Niedersachsen und andere Länder fordern dies bereits von der Bundesregierung. Schwabl: "Es ist Kunden des Nahverkehrs nicht zu vermitteln, dass bewährte Verbindungen gekappt werden. Bahnkunde ist Bahnkunde, egal in welchem Zug er sitzt."

"Um das Schienennetz in Deutschland fit zu machen für mehr Verkehr auf der Schiene, sowohl um Straßengütertransporte von der Straße zu verlagern und den öffentlichen Personenverkehr im Sinne einer Verkehrswende auszubauen, muss ausreichend und kontinuierlich in Erhalt und Ausbau des Netzes investiert werden", unterstrich der Verkehrsdezernent der Region Hannover, Ulf-Birger Franz.

Dass der Metronom ab 11. Januar 2021 zunächst doch wieder in Großburgwedel halte sei schlicht Glück: "Der private Anbieter hat den Zug wieder gestrichen - zumindest bis 23.04.2021", so Schwabl. "Der Vorfall zeigt deutlich, dass die gesetzlichen Regelungen angepasst werden müssen."

Der Metronom zwischen Göttingen und Hamburg ist Teil des sogenannten Hanse-Netzes, das federführend durch die LNVG betreut wird. Die Trassenanmeldungen für die Fahrten im Schienenpersonennahverkehr erfolgen bei DB-Netz als Infrastrukturunternehmen für die Gleisinfrastruktur jeweils bis zum April eines Jahres für den dann folgenden Fahrplanwechsel im Dezember.

Für den Fahrplan 2021 (Beginn Dezember 2020) hatte Metronom in Abstimmung mit den Aufgabenträgern LNVG und Region Hannover die Trassen mit jeweils mit Halt in Großburgwedel bei DB-Netz angemeldet. DB-Netz hat diesem Wunsch zunächst nicht entsprechen können.

(Veröffentlicht am 18. Dezember 2020)