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Barrierefreiheit

Region baut 16 weitere Bushaltestellen barrierefrei aus

Verkehrsausschuss berät über Pläne für Gehrden, Pattensen und Ronnenberg.

Barrierefreie Haltestelle mit angepasstem Bordstein. © Region Hannover

Haltestelle in Völksen

Die Region Hannover baut in den Kommunen Gehrden, Pattensen und Ronnenberg 16 weitere Bushaltestellen barrierefrei aus. Die Haltepunkte werden so umgestaltet, dass dort künftig Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer, Eltern mit Kinderwagen oder ältere Menschen mit Gehhilfen sicher ein- und aussteigen können. Der Verkehrsausschuss wird sich mit einer Beschlussdrucksache zu den Vorhaben in seiner Sitzung am 15. März 2018 befassen. Die endgültige Entscheidung trifft der Regionsausschuss im Mai.

Wichtigste bauliche Veränderungen an den Haltestellen sind erhöhte Einstiegsbereiche. Die Borde am Fahrbahnrand liegen dann 16 Zentimeter über dem Straßen-Niveau. So verringert sich der Abstand zwischen Bordsteinkante und Bus und erleichtert das Ein- und Aussteigen. Tasthilfen und Führungselemente im Boden ermöglichen sehbehinderten Menschen eine bessere Orientierung. Vereinzelt sind vergrößerte Wartebereiche, zusätzliche Fahrradabstellplätze oder der Bau neuer Wartehallen geplant. Die Gesamtkosten für den Ausbau belaufen sich geschätzt auf rund 590.000 Euro. Das Land Niedersachsen bezuschusst das Vorhaben mit rund 390.000 Euro, die übrigen Planungs- und Baukosten trägt die Region Hannover.

„Barrierefreier Linienverkehr“

Der Haltestellenausbau ist Teil des Aktionsplans „Barrierefreier Linienverkehr“ der Region Hannover. Ziel ist es, mobilitätseingeschränkten und sehbehinderten Menschen eine sichere und bequeme Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs zu ermöglichen. „Von den insgesamt rund 3.600 Bushaltestellen in der Region sind bereits fast 1300 entsprechend umgerüstet worden“, sagt Ulf-Birger Franz, Verkehrsdezernent der Region Hannover. „Als Zwischenziel wollen wir in jedem Ortsteil einer Kommune mindestens eine barrierefreie Bushaltestelle anbieten. In der Folge wird das Netz dann weiter verdichtet.“ Auch die Kommunen engagierten sich, darauf wies Franz hin. Bis zu 100 weitere Haltepunkte könnten so gegenwärtig im Jahr umgebaut werden.

Voraussetzung für die stufenlose Nutzung des Nahverkehrs ist der Einsatz von Niederflurbussen mit sogenannter „Kneeling-Technik“. Dabei wird das Fahrzeug hydraulisch an der Haltestelle abgesenkt. Dies erleichtert insbesondere Fahrgästen mit einer Gehbehinderung oder Gästen mit Kinderwagen oder schwerem Gepäck den Ein- und Ausstieg.

Betroffene Haltestellen in Gehrden:

  • Lemmie/Deisterstraße
  • Redderse
  • Everloh/Friedhof

Betroffene Haltestellen in Pattensen:

  • Pattensen/Schöneberger Straße
  • Koldingen/Rethener Straße
  • Koldingen/Redener Straße (nur Westseite Richtung Messe/Ost)
  • Reden/Ihssengasse
  • Thiedenwiese (nur Ostseite)

Betroffene Haltestelle in Ronnenberg:

  • Benthe/Am Steinweg