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Radzählstellen

Lust auf Fahrrad bilanziert gleichbleibende Radverkehrsmengen

Die städtische Initiative zur Förderung des Radverkehrs hat die Daten der Zählstellen für 2019 und das erste Halbjahr 2020 ausgewertet.

Das Jahr 2019

Insgesamt haben 10.495.986 Fahrräder die neun Zählstellen im Stadtgebiet von Januar bis Dezember passiert. Mit der im Mai neu installierten zehnten Zählstelle Justus-Garten-Brücke steigt die Zahl auf 11.552.188 Fahrräder. Der absolute Spitzentag, mit über 53.000 Fahrrädern, war der 18. Juni 2019. Weitere vergleichbare Spitzentage fallen ebenfalls in den Juni, den stärksten Monat des Jahres 2019 insgesamt, sowie den Juli und den August. Spitzentage wurden ausschließlich an Werktagen registriert, was die Bedeutung des Fahrrades als Alltagsverkehrsmittel der Hannoveraner*innen herausstellt.

Gegenüber dem auch wetterbegünstigt sehr starken Vorjahr 2018 mit insgesamt 10.579.078 Rädern, wurden ca. 83.000 Fahrräder weniger erfasst. Dies entspricht einem relativen Rückgang von weniger als 1%. Dieser kann zum Teil auch durch einen vorübergehenden Defekt an der Zählstelle Lange Laube begründet werden, wodurch schätzungsweise bis zu 100.000 Räder nicht erfasst wurden.

Sofern nicht anders dargestellt, wird bei der Auswertung die neue Zählstelle an der Justus-Garten-Brücke, die im Mai 2019 in Betrieb genommen wurde, nicht berücksichtigt. Dadurch soll eine bessere Vergleichbarkeit mit den Werten aus dem Vorjahr gewährleistet werden.

Jahresverlauf im Vergleich 2018 / 2019

  • Die Jahresverläufe von 2018 und 2019 ähneln sich stark, Unterschiede und Verschiebungen ergeben sich u.a. aufgrund von Wetterbedingungen, Schulferien und Urlaubszeiten.
  • Die Radverkehrsmengen sind auf weitgehend ähnlichem Niveau.
  • Der milde Winter macht sich besonders im Februar und März bemerkbar.
  • In der Hauptradsaison (Mai bis September) werden täglich ca. 1 Mio. Fahrräder pro Monat erfasst, damit kann das Vorjahresniveau insgesamt gehalten werden.
  • Niedrige Temperaturen, viel Niederschlag und wenig Sonnenstunden sorgen im Mai für deutlich weniger Fahrten als im Vorjahr.
  • Im Herbst werden die sehr guten Radverkehrsmengen aus dem Jahr 2019 nicht ganz erreicht.

Lokale Unterschiede im Radverkehr

  • Die Bedeutung der einzelnen Zählstellen ist im Vergleich zu 2018 gleichgeblieben.
  • Im Jahresverlauf können an den einzelnen Zählquerschnitten lokale Unterschiede festgestellt werden. Die höchsten Dichten werden, wie im Vorjahr, an den Hauptachsen des Kfz-Verkehrs erreicht: Hildesheimer Straße, Schwarzer Bär, Friedrichswall, Maschsee (Rudolf-von-Bennigsen-Ufer). Hier wurden deutlich über eine Million Fahrräder erfasst.
  • Die Hildesheimer Straße ist mit 1,8 Millionen erfassten Fahrrädern die stärkste Zählstelle im gesamten Stadtgebiet.
  • Der Stadtparkweg ist mit einer Entfernung von knapp 3 km vom Stadtzentrum und als ein Teilstück des zukünftigen Radschnellwegs nach Anderten-Lehrte, mit rd. 700.000 erfassten Fahrrädern ebenfalls stark frequentiert, wenn auch nicht so stark wie die zentralen Standorte.
  • Der vorübergehende Defekt an der Zählstelle Lange Laube macht sich, mit Blick auf die Jahresbilanz, bemerkbar. Hier gingen schätzungsweise bis ca. 100.000 Fahrten verloren.
  • Die Zählstelle an der Justus-Garten-Brücke belegt unter allen Zählstellen Platz 6 von 10, trotz nur 8-monatiger Zähldauer. Dies ist auch auf die zentrale Lage und die Bündelung des Radverkehrs am Brückenbauwerk über die Ihme zurückzuführen.

Fahrräder je Wochentag 

  • Die Verteilung der Radverkehrsmengen auf die Wochentage bestätigt das Bild von 2018.
  • 80% der Fahrten wurden an Werktagen erfasst, die verbleibenden 20% am Wochenende.
  • Es zeigt sich eine annähernde Gleichverteilung der Fahrten auf die einzelnen Werktage. Leicht hervor hebt sich der Dienstag mit 17% aller erfassten Fahrten.

Bedeutung von Ferien und Veranstaltungen am Beispiel Rudolf-von-Bennigsen-Ufer/Maschsee

  • Die Bedeutung von Veranstaltungen und Ferien wird anhand der Zählstelle am Maschseeufer deutlich.
  • Mit steigenden Temperaturen und besseren Wetterlagen steigt die Zahl der erfassten Radfahrer*innen stetig bis an.
  • Ein deutlicher Einbruch – mehr als 40% weniger im Vergleich zum Vormonat – ist mit Beginn der Sommerferien am 04. Juli sowie mit dem Aufbau des Maschseefestes etwa ab 10. Juli zu erkennen. Erst nach Ferienende Mitte August und dem Abbau des Maschseefestes gegen Ende August normalisieren sich die Zahlen wieder. Ende September kommt es zum jahreszeitlich typischen Rückgang der Radverkehrsmengen. Durch die temporäre Führung des Radverkehrs auf der Fahrbahn und der dort fehlenden Erfassung ergeben sich Verluste hinsichtlich der tatsächlichen Radverkehrsmengen.
  • Im Jahresverlauf verteilen sich die Radfahrer*innen zu etwa 80 % auf die Maschseeseite und zu 20 % auf die Seite des Sprengelmuseums. Während des Maschseefestes und der gesamten Aufbau- und Abbauphase (ca. 7 -8 Wochen) gibt es eine deutlich erkennbare Verschiebung zugunsten der Seite am Sprengel Museums.

Das Jahr 2020

Januar-Juni 2020

  • Die ersten sechs Monate des Jahres 2020 sind einerseits geprägt durch mildes und fahrradfreundliches Wetter.
  • Andererseits beeinflussen die geltenden Regeln zur Eindämmung der Corona-Infektionen die Mobilitätgewohnheiten der Bürger*innen in vielfältiger Hinsicht. Auf einige Wege wird notwendigerweise verzichtet, u.a. durch Arbeiten im Homeoffice und auch die Schließung von Bildungs- und Betreuungseinrichtungen. Zugleich werden neue Wege in die Gewohnheiten aufgenommen, u.a. auch als Freizeitaktivität oder (sportliche) Bewegungsmöglichkeit.
  • In den Monaten Januar bis Juni 2020 wurden an den zehn Zählstellen 5.764.946 Fahrräder erfasst.
  • Die Auswertung für den Monat Juni weist für das Jahr 2020 eine Anzahl von 1.371.840 Fahrrädern aus. Im Vorjahr waren es 1.372.972 Fahrräder.
  • Mit 62.008 gezählten Fahrrädern ist Dienstag, der 23. Mai 2020 der bisherige Spitzentag des Jahres 2020. Im Jahr 2019 lag der Spitzentag im 1. Halbjahr bei 60.557 Fahrrädern am Dienstag, den 18. Juni.
  • Auch der Vergleich der einzelnen Zählstellen untereinander zeigt, dass die Zählstellen an ausgeprägten Freizeitrouten (z.B. R.-v.-Bennigsen-Ufer, J.-Garten-Brücke) aktuell stärker zur Gesamtsumme beitragen.
  • Im April und Mai 2020 trugen Samstag und Sonntag etwa 1/4 zur Gesamtzahl der erfassten Fahrräder bei, 3/4 entfallen auf die Wochentage Montag bis Freitag. Im Vorjahr 2019 lag das Verhältnis bei etwa einem zu vier Fünfteln. Im Juni hat sich dieses Verhältnis (1:5) wiedereingestellt, was auf die weitergehende "Normalisierung" der Lebensabläufe schließen lässt.