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Mobil in der Region

"Flinkster" ist da: Neues Carsharing-Angebot in der Region Hannover

Bürger und Verwaltung in Burgwedel, Gehrden, Neustadt a. Rbge. und Springe profitieren von der Kooperation mit der Deutschen Bahn.

Drei Herren stehen an einem silbernen Auto. © C. Kirsch / Region Hannover

v. lks. Björn Czyborra-Rätsch, Hauke Jagau und Axel Düker

Mobil sein ohne eigenes Auto: Beim Carsharing besitzt man das Fahrzeug nicht selbst, sondern "teilt" es sich mit anderen.

20 Fahrzeuge an 10 Stationen

Und dies ist jetzt auch an neuen Standorten im hannoverschen Umland möglich: Die Städte Burgwedel, Gehrden, Neustadt a. Rbge. und Springe – unterstützt von der Region Hannover – gehen dabei mit gutem Beispiel voran: Seit Anfang Mai stehen 20 Fahrzeuge von "Flinkster", dem Carsharing Angebot der Deutschen Bahn (DB), an insgesamt zehn Stationen bereit.

Nutzung auch durch Verwaltungen

Sieben Fahrzeuge der Flotte können die Bürgerinnen und Bürgern rund um die Uhr mieten. Die übrigen 13 "Flinkster"-Mietwagen sind tagsüber für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltungen als Dienstfahrzeuge reserviert. Zu den bereitgestellten Fahrzeugen gehören die Modelle Opel Astra, Ford Fiesta und ein kleiner Ford Transporter.

Flächengrößtes Carsharing-Netzwerk

Im Rathaus Burgwedel haben am 9. Mai Regionspräsident Hauke Jagau, Bürgermeister Axel Düker und Björn Czyborra-Rätsch, Regionalleiter Nord der Deutschen Bahn Connect, das Pilot-Projekt vorgestellt und über die Nutzungsmodalitäten informiert: Buchen lassen sich die "Flinkster"-Fahrzeuge einfach über die App oder die Webseite flinkster.de. Nach einmaliger Registrierung können rund 4.500 Fahrzeuge in mehr als 400 Städten ausgeliehen werden. "Flinkster" ist das flächengrößte Carsharing-Netzwerk in Deutschland.

Tragfähig durch dienstliche Nutzung

"In Hannover und auch in Langenhagen ist Carsharing seit langem ein wichtiger Baustein im Mobilitätsverbund. Besonders in kleineren Kommunen scheitert das Auto-Teilen bislang häufig an einer zu geringen Auslastung der Fahrzeuge in der Startphase. Mit unserer Initiative gehen wir einen anderen Weg", erläuterte Regionspräsident Hauke Jagau: "Wir setzen dabei auf die Integration von Carsharing-Fahrzeugen in kommunale und betriebliche Fuhrparks. Die Kommunen und die ebenfalls beteiligte Klinikum Region Hannover Servicegesellschaft fungieren als Ankerkunden, indem sie die Autos tagsüber für dienstliche Fahrten nutzen. Dies ermöglicht es, ein tragfähiges öffentliches Carsharing-Angebot vor Ort zu etablieren."

Offen für weitere Kommunen

Grundlage für das zunächst auf vier Jahre befristete Pilotprojekt ist der Masterplan "Shared Mobility", den die Regionsversammlung beschlossen hat. Ziel ist es, bis 2020 in möglichst allen 20 Umlandkommunen Carsharing-Angebote - in Ergänzung zu ÖPNV, Fahrrad und Taxi – einzurichten. Damit das gelingen kann, hat die Region Hannover einen Rahmenvertrag mit Deutsche Bahn Connect abgeschlossen, dem weitere interessierte Kommunen in der Region Hannover jederzeit beitreten können.

Drei Fahrzeuge in Burgwedel

In der Stadt Burgwedel sind am Rathaus ein Ford Fiesta und ein kleiner Ford Transporter für Dienstfahrten "geparkt". Zusätzlich steht den Bürgerinnen und Bürgern ganztägig ein weiterer Ford Fiesta zur Verfügung. "Wir leisten als Stadtverwaltung damit einen aktiven Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz", so Burgwedels Bürgermeister Axel Düker, "und bieten unseren Bürgerinnen und Bürgern einen Anreiz für zukunftsweisende urbane Mobilität. Zugleich sparen wir Geld ein, da die Fahrzeuge nur bei Nutzung bezahlt werden."

Zeitgemäße und kostengünstige Lösung

Björn Czyborra-Rätsch, Regionalleiter Nord der Deutsche Bahn Connect, erklärt: "Die Region Hannover und ihre kommunalen Partner haben sich für eine zeitgemäße Mobilitätslösung entschieden, die einfach und zugleich kostengünstig zu realisieren ist. Wir stellen die Fahrzeugflotte. Nutzer aus der Verwaltung und Privatkunden zahlen nur die jeweilige Fahrt entsprechend der Preisliste. Das Auslastungsrisiko liegt bei uns als Anbieter. Es gelingt uns, zunehmend mehr Kommunen in Deutschland für dieses nachhaltige Mobilitätskonzept zu begeistern."

Das Tochterunternehmen der DB hatte nach einer europaweiten Ausschreibung den Zuschlag für die Umsetzung des Projekts erhalten.

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(Veröffentlicht am 9. Mai 2019)