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Kartenführerschein

Umstellung der Fahrerlaubnis

Eine generelle Verpflichtung zum Umtausch des alten Führerscheines besteht derzeit nicht. Alte Führerscheine bleiben gültig und brauchen, von Sonderfällen (z. B. bei der Beantragung eines internationalen Führerscheins, einer Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung oder der Fahrerkarte) abgesehen, nicht in einen neuen Kartenführerschein umgetauscht zu werden. Dies gilt auch für DDR-Führerscheine. Den neuen Führerschein gibt es im handlichen Scheckkartenformat. Durch seine hohe Akzeptanz im Ausland erspart man sich gegebenenfalls Ärger. Zwar müssen die "alten" Papierführerscheine grundsätzlich auch bei Reisen ins Ausland anerkannt werden, dennoch sollten Schwierigkeiten, z. B. bei Polizeikontrollen wegen eines veralteten Fotos oder unleserlicher Angaben oder etwa auch beim Anmieten eines Fahrzeuges, von vornherein ausgeschlossen werden. Inhaber eines Kartenführerscheins benötigen innerhalb der EU keinen internationalen Führerschein.

Der Umtausch wird daher ausdrücklich empfohlen.

Die alten Rechte aus der bisherigen Fahrerlaubnis bleiben grundsätzlich erhalten. Ihre Fahrerlaubnis ist weiterhin im bisherigen Umfang gültig. Allerdings sind für einige Fahrerlaubnisinhaber ärztliche Untersuchungen vorgeschrieben. Bei einem Umtausch des Führerscheins werden im neuen Führerschein die neuen Klassen eingetragen, die den alten entsprechen. Die folgende Tabelle gibt die wichtigsten Bestimmungen für die Umstellung einer alten Fahrerlaubnis auf die neuen Klassen wieder:

 
 

Klassen alt

 
 

 
 

Klassen neu

 
 

 

StVZO/D

 

 

StVZO/DDR

 

 

1

 

 

A

 

 

A, A1, L, M

 

 

1 a

 

 

 

 

 

A beschränkt auf Krafträder bis 25 kW und einem Verhältnis Leistung/Leergewicht von nicht mehr als 0,16 kW/kg
 A1, L, M

 

 

1 b

 

 

 

 

 

A1, L, M

 

 

2

 

 

CE

 

 

C, CE, C1, C1E, B, BE, L, M, S, T

 

 

3

 

 

B, BE

 

 

C1, C1E, B, BE, L, M, S;
 auf Antrag CE mit Beschränkung auf bisher in Klasse 3 fallende Züge

 

 

4

 

 

M

 

 

M, L

 

 

5

 

 

T

 

 

L

 

 

Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung in KOM (unbeschränkt)

 

 

D

 

 

D, DE, D1, D1E

 

 

Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung beschränkt auf KOM bis 7.500 kg zul. Gesamtgewicht und/oder 24 Fahrgastplätze

 

 

 

 

 

D beschränkt auf KOM bis 7.500 kg zul. Gesamtgewicht und/oder 24 Fahrgastplätze, D1

 

 

Erweiterungen der Fahrerlaubnis, die mit einer Umstellung auf die neuen Klassen in einigen Fällen verbunden sind, werden erst mit Aushändigung des neuen Führerscheins wirksam.

Übergangsregelungen

Soweit Inhaber einer Fahrerlaubnis der Klasse 3 keine Fahrzeugkombinationen führen wollen, die nach neuem Recht in die Klasse CE fallen, brauchen sie sich keinen ärztlichen Untersuchungen zu unterziehen. Bei einem Umtausch ihrer Fahrerlaubnis erhalten sie neben den Klassen B und BE auch die Klassen C1 und C1E ohne Befristung.
Auf Antrag können in der Land- oder Forstwirtschaft tätigen Personen bei der Umstellung auch die neue Klasse T zugeteilt werden.
Die Berechtigung, mit Klasse 3 auch Fahrzeugkombinationen zu führen, die nach neuem Recht zur Klasse CE gehören (Hierzu zählen vor allem dreiachsige Züge mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 12 000 kg oder Züge aus einem Zugfahrzeug zwischen 3 500 kg und 7 500 kg zulässiger Gesamtmasse und einem Anhänger, dessen zulässige Gesamtmasse die Leermasse des Zugfahrzeugs überschreitet.) erlischt mit Vollendung des 50. Lebensjahres.
Bei einem Umtausch vor Vollendung des 50. Lebensjahres wird auf Antrag zusätzlich zu den Klassen B, BE, C1 und C1E die Klasse CE zugeteilt, beschränkt auf Züge, die bisher in Klasse 3 fielen und befristet bis zur Vollendung des 50. Lebensjahres. Auf dem Führerschein erkennt man dies an der Schlüsselzahl "79" bei der Klasse CE.

Will der Inhaber der Fahrerlaubnis diese Berechtigung dann weiter behalten, muss er - wenn er noch einen alten Führerschein hat - seinen Führerschein umtauschen und hierbei auch die Klasse CE mit Beschränkung auf bisher in Klasse 3 fallende Züge beantragen oder - wenn er seinen Führerschein schon umgetauscht hat - einen Antrag auf Verlängerung seiner eingeschränkten Klasse CE stellen. Voraussetzung für den Erhalt bzw. die Verlängerung der Fahrerlaubnis der beschränkten Klasse CE ist der Nachweis über ausreichendes Sehvermögen und eine ärztliche Bescheinigung, aus der hervorgeht, dass keine für das sichere Führen eines Kraftfahrzeugs bedeutsamen Beeinträchtigungen vorliegen. Die Fahrerlaubnis wird jeweils für fünf Jahre verlängert.

Die geschilderte Regelung gilt auch für Inhaber einer Fahrerlaubnis der Klasse 2. Ihre Berechtigung zum Führen von Fahrzeugen, die in die neuen Klassen C und CE fallen, endet mit Vollendung des 50. Lebensjahres. Bei einer vorherigen Umstellung wird die Fahrerlaubnis der Klassen C und CE entsprechend befristet.

Will der Betreffende die Berechtigung behalten, muss er einen Antrag auf Umtausch seines alten Führerscheins bzw. einen Antrag auf Verlängerung seiner Fahrerlaubnis der Klassen C und CE stellen. Die Verlängerung erfolgt jeweils nach Vorlage einer Bescheinigung über ausreichendes Sehvermögen und einer ärztlichen Bescheinigung über die Eignung um fünf Jahre.

Erforderliche Unterlagen:

  • Antrag (Formular kann hier herunter geladen werden)
  • Personalausweis bzw. Pass (bei Pass zusätzlich Meldebescheinigung)
  • Neues (biometrisches) Lichtbild , das den Bestimmungen der Passverordnung vom 19.10.2007 entspricht (45 X 35 mm im Hochformat und ohne Rand in einer Frontalaufnahme ohne Kopfbedeckung und  ohne Bedeckung der Augen – siehe Foto-Mustertafel).
  • bisheriger Führerschein
  • Wurde der bisherige Führerschein nicht von der Region Hannover bzw. von den alten Landkreisen Burgdorf, Hannover, Neustadt a. Rbge. und Springe ausgestellt, ist von der Antragstellerin/vom Antragsteller eine Karteikartenabschrift von der ausstellenden Behörde anzufordern.

Der alte Führerschein wird eingezogen oder ungültig gemacht. Im Regelfall wird der neue Führerschein dem Antragsteller/der Antragstellerin direkt von der Bundesdruckerei zugesandt.

Auf Wunsch der Antragstellerin/des Antragstellers kann der Versand beschleunigt als Expresssendung erfolgen. Der Führerschein wird dann allerdings der Behörde zugesandt und muss von dort abgeholt werden.

Wird bei der Umstellung auch die Klasse C oder CE mit Gültigkeit über die Vollendung des 50. Lebensjahres hinaus beantragt, wird der Antrag als Verlängerung (siehe dort) behandelt.

 

Dienstleistung

 

 

Gebühren

 

Umstellung einer Fahrerlaubnis 24,00 Euro

 

Wo müssen Sie hin?

Der Antrag kann direkt beim Bürgerbüro der Region Hannover in der Hildesheimer Straße 20 in 30169 Hannover gestellt werden. Viele Bürgerbüros der Städte und Gemeinden leiten ebenfalls den Antrag weiter. Sie haben auch die Möglichkeit, den Antrag per Post zu stellen.

Die Antragsbearbeitung findet ausschließlich durch die Fahrerlaubnisbehörde der Region Hannover (Team 32.08 - Fahrerlaubnisangelegenheiten) statt.