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FrauenNachtTaxi

Wozu brauchen wir kommunale FrauenNachtTaxis?

Damit Frauen sicher und ohne Angst vor Männergewalt unterwegs sein können.
Damit alle Frauen mobil sein können - auch in der Dunkelheit, auch ohne eigenes Auto.
Damit Frauen am öffentlichen Leben teilhaben können.

Männergewalt: ein gesellschaftliches Problem, das auch in öffentlichen Räumen wirkt

Männergewalt gegen Frauen ist ein gesellschaftliches Problem. Die Folgekosten dieser Gewalt dürfen nicht allein den Frauen angelastet werden. FrauenNachtTaxis sind ein Mittel, um der Männergewalt im öffentlichen Raum zu begegnen. Die dadurch entstehenden Kosten sind nicht von den einzelnen Frauen, sondern von der Allgemeinheit zu tragen - damit es auch erschwinglich ist für Frauen.
Natürlich: das FrauenNachtTaxi kostet. Aber bei welchem anderen kommunalen Projekt kann von so wenig Steuergeldern über die Hälfte der Bevölkerung profitieren?

Schluss mit der Isolation der Frauen

Zwei Drittel aller Frauen fühlen sich nicht sicher, wenn sie abends allein unterwegs sind. Sie sind bedroht durch Männergewalt. Auch durch Anmache, Pfeifen, Stöhnen, Grölen, Anstarren, Festhalten, Nachgehen, Bedrohen werden Frauen verletzt. Die Angst vor Gewalt führt dazu, dass viele, insbesondere ältere Frauen, abends nicht mehr weggehen und damit von gesellschaftlichen Aktivitäten ausgeschlossen sind. Angst? Nein. Ich gehe ja beizeiten nach Hause, wie es sich gehört. Bevor Geschäftsschluss ist, und da passiert dann meistens nichts.
Das FrauenNachtTaxi ist eine Möglichkeit, der Gewalt gegen Frauen Einhalt zu gebieten und den Frauen Mut zu machen. In Hannover ist ein Fünftel der FrauenNachtTaxi-Nutzerinnen älter als 50 Jahre. Seit es das FrauenNachtTaxi gibt, traue ich mich abends eher raus. Auch junge Mädchen können durch FrauenNachtTaxis selbständiger sein.

FrauenNachtTaxis - so sollten sie funktionieren

Die Kommunen Burgwedel, Garbsen, Hannover, Lehrte, Ronnenberg und Sehnde bieten bereits kommunale FrauenNachtTaxis an - die Bedingungen finden Sie unter www.gvh.de. Grundsätzlich empfiehlt die Arbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten der Region Hannover folgende Regelungen:

Für wen sind FrauenNachtTaxis da?
FrauenNachtTaxis können von Frauen, Mädchen und Kindern bis 14 Jahre in weiblicher Begleitung benutzt werden.

Zu welchen Zeiten können FrauenNachtTaxis genutzt werden?
FrauenNachtTaxis sollten im Sommer ab 19 Uhr (spätestens 21 Uhr) und im Winter ab 17 Uhr (spätestens 19 Uhr) genutzt werden können. Das FrauenNachtTaxi sollte in Kommunen mit Stadtbahnanschluss bis Betriebsschluss bzw. bis zum Ende des Nachtsternverkehrs der Stadtbahn fahren. In den anderen Kommunen sollte der eltzte Zustieg bis mindestens 3 Uhr möglich sein. Wo Tür-zu-Tür-Nutzung angeboten wird, gilt eine Wartezeit (maximal 30 Minuten) als zumutbar.

Gezielte Beförderung?
Dort, wo es einen großstädtisch gestalteten Öffentlichen Verkehr gibt, bieten FrauenNachtTaxis eine Verbindung von der Haltestelle bis zur (Haus-)Tür. Hier können die FrauenNachtTaxis nach der Fahrt mit Stadtbahn oder Bus benutzt werden. In ländlich geprägten Bereichen sollte auch der sogenannte Tür-zu-Tür-Verkehr zugelassen sein: Hier kann das FrauenNachtTaxi auch ohne Anschluss an Busse und Bahnen genutzt werden.

Tarife
Nutzerinnen zahlen (entfernungsabhängige) Festpreise. Pauschale Zuschüsse - wie in der Stadt Hannover praktiziert - eignen sich nur für den großstädtischen Bereich.