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Auf einer Holzwand im Freien mit der Überschrift "Prototypenwerkstatt und Platzlabor" sind zahlreiche Bilder und Vorschläge zur Umgestaltung des Steintorplatzes befestigt. © LHH (Geoinformation)

Bürgerbeteiligung zum Steintor

Umgestaltung des Steintorplatzes

Bürger*innenbeteiligung zum Steintor – Preisgericht entscheidet den Wettbewerb

Am 21. Januar 2020 wurden in einer finalen öffentlichen Veranstaltung im Alten Rathaus die überarbeiteten Entwürfe der acht beauftragten Landschaftsarchitekturbüros vorgestellt.

Viele Personen in einem Saal - sitzend und stehend. © LHH / 61.24

Mehr als 300 Interessierte verfolgten die Ergebnispräsentation am 21. Januar.

Mehr als 300 interessierte Bürger*innen haben die Gelegenheit genutzt, sich die Arbeiten erläutern zu lassen und diese intensiv mit der Verwaltung zu diskutieren. Moderiert wurde der Abend von Prof. Klaus Overmeyer vom Büro Urban Catalyst, der die Bürger*innenbeteiligung von Anfang an mit seinem Team begleitet hat.

Die Anregungen und Hinweise der Bürgerschaft wurden dann dem Preisgericht übermittelt, das sich am darauffolgenden Tag zusammengefunden hat, um drei Preisträger auszuwählen. Auch Prof. Overmeyer nahm als beratendes Mitglied an dieser Preisgerichtssitzung teil und konnte so immer wieder die Diskussionen aus dem gesamten Beteiligungsprozess in die Fachdiskussion einbringen.

Unter dem Vorsitz von Prof. Jörn Walter (ehemaliger Oberbaudirektor der Freien Hansestadt Hamburg) hat das Preisgericht insgesamt drei Preise vergeben.

Die Preisträger*innen

Der erste Preis geht an das Büro Grieger und Harzer aus Berlin. Das Büro war als „junges Büro“ über ein Losverfahren im Rahmen der Bewerbung um die Teilnahme an diesem Wettbewerb ausgewählt worden. Mitgearbeitet am Entwurf hat zudem die Künstlerin Ina Weise aus Berlin. Die Entwurfsidee zeigt eine deutlich verkleinerte Platzmitte, die als Oval ausgebildet wird und in den Randbereichen ergänzende Bepflanzungen erhält. Der bestehende Baumkranz aus Linden bleibt vollständig erhalten. Eine geänderte Platztopographie stellt die Platzmitte heraus.

Der zentrale Platzbereich (Manege) ist zu den nördlichen und südlichen Rändern hin abgesenkt, um so ein großzügiges Angebot für Sitzstufen zu schaffen. Dagegen ist die im Bestand vorhandene Absenkung an der Goseriede (in Höhe Lange Laube) angehoben. Diese erleichtert die Ost-West-Querung des Platzes in der Achse Georgstraße-Lange Laube für Fußgänger*innen und Fahrradfahrer*innen. Eine weithin sichtbare „Statistische Säule“ in der Platzmitte betont diese und stellt einen neuen Anziehungspunkt dar. Eine Lichtquelle in der Spitze der Säule sorgt für eine Art Leuchtturm-Effekt und lässt das Steintor des nachts erstrahlen.

Den 2. Platz konnte das Büro LAD+, Martin Diekmann aus Hannover für sich verbuchen.

Mit dem 3. Platz wurde das Büro Wests 8 aus Rotterdam ausgezeichnet.

Ausstellung zeigt alle Arbeiten

Alle Arbeiten werden in der Zeit vom 27. Januar 2020 (Ausstellungseröffnung um 15:30 Uhr) bis einschließlich 27. Februar 2020 in der Ausstellungsebene der Bauverwaltung ausgestellt. Die Ausstellungsebene ist täglich von 8 Uhr bis 18 Uhr öffentlich zugänglich (Rudolf-Hillebrecht-Platz 1).

Steintor-Wettbewerb: Präsentation des Siegerentwurfs am 2. März

Der Siegerentwurf des Büros Grieger Harzer wird am 2. März 2020 noch einmal in einer öffentlichen Veranstaltung präsentiert und diskutiert. Ort des Geschehens ist die Christuskirche. Veranstaltungsbeginn ist um 18 Uhr (Einlass:17 Uhr).

Lesen Sie, wie das Bürgerbeteiligungsverfahren bisher abgelaufen ist:

Beteiligungsprozess und Ergebnis: Konstruktiver Dialog führt zur "Steintor-DNA"

Der Rat der Landeshauptstadt Hannover hat 2017 die Durchführung eines breit angelegten Bürgerbeteiligungsprozesses zur Umgestaltung des Steintorplatzes beschlossen. Interessierte waren eingeladen, sich mit ihren Ideen in den Beteiligungsprozess über die Zukunft des Steintors einzubringen. Von Juni 2018 bis Februar 2019 fanden verschiedene Aktionen statt, um schrittweise ein gemeinsam getragenes Verständnis von der Zukunft des Steintors zu erarbeiten („Steintor-DNA“). Es wurde ein offener und konstruktiver Dialog mit verschiedensten Personengruppen geführt. Davon berichten auch zwei Ausgaben der „Steintor-Zeitung“ (I/II):

Steintor-DNA / Ratsbeschluss

Das Beteiligungsverfahren ist zwischenzeitlich abgeschlossen, die gemeinsam erarbeitete „Steintor-DNA“ liegt vor und besteht aus zwei Teilen. Die Steintor-Werte beschreiben übergeordnete Qualitäten, für die das Steintor im Kontext der anderen Plätze und Freiräume in der hannoverschen Innenstadt in Zukunft aus Bürger*innensicht stehen soll.

Die Steintor-Leitlinien umfassen gestalterische Empfehlungen aus der Bürger*innenbeteiligung zu vier Themenfeldern: Raumstruktur, Grün, Nutzung und Mobilität. Die „Steintor-DNA“ kann der zweiten Ausgabe der Steintor-Zeitung (II/II) ab Seite 19 entnommen werden. Ebenso gibt es eine Zusammenfassung in diesem Flyer:

Der Rat der Landeshauptstadt Hannover hat die Steintor-DNA am 23. Mai 2019 als verbindliche Vorgabe für den freiraumplanerischen Wettbewerb beschlossen.

Freiraumplanerischer Wettbewerb hat begonnen – Büros stellten sich am 27. Juni 2019 vor

Über ein europaweit geschaltetes Bewerbungsverfahren konnten sich acht Büros für die Teilnahme an dem freiraumplanerischen Wettbewerb qualifizieren:

  • COBE A/S, Nordhavn (DK)
  • GM013 Landschaftsarchitektur, Berlin („junges Büro“)
  • GRIEGER HARZER Landschaftsarchitekten, Berlin („junges Büro“)
  • lad+ landschaftsarchitektur diekmann, Hannover
  • lohrer hochrein landschaftsarchitekten und stadtplaner GmbH, München
  • PLANORAMA | Landschaftsarchitektur, Berlin
  • Sinai Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH, Berlin
  • West 8 urban design & landscape architecture b.v., Rotterdam (NL)

Die Büros haben sich und einige ihrer Projekte am 27. Juni 2019 direkt auf dem Steintorplatz den Bürger*innen vorgestellt.

Sie möchten wissen, wie die Aufgabenstellung für die Büros aussieht und was diese alles berücksichtigen sollen? Dann schauen Sie gerne hier in die Zusammenfassung:

Zum Ende der Veranstaltung bedankte sich Stadtbaurat Uwe Bodemann bei den teilnehmenden Planungsbüros und erklärte, dass sich schon durch die unterschiedlichen Präsentationen der Büros gezeigt hat, welches Potenzial der nun begonnene Wettbewerb für die Umgestaltung des Steintorplatzes birgt.

Beteiligungsprozess Online

In Zusammenarbeit mit dem Büro Zebralog (Berlin/Bonn) wurde für den Beteiligungsprozess eine eigenständige Onlineseite erstellt. Auf www.steintor-dialog.de wird über die bisher bereits durchgeführten Aktionen des Beteiligungsverfahrens ausführlich berichtet (Texte und Bilder).