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Hannover baut

Klagesmarkt

Die geplanten Neubauten werden noch in 2017 fertiggestellt.

Stadtbaurat Uwe Bodemann und der damalige GBH-Geschäftsführer Dieter Cordes stellten am Freitag, den 21. Juni 2013 die Ergebnisse des Wettbewerbes zur Bebauung des Klagesmarktes vor. 15 Architekturbüros waren aufgefordert, ihre Entwürfe einzureichen. Ein Steckbrief der siegreichen Büros ist auf der Internetseite des Architekturbüros D&K drost consult GmbH www.drost-consult.de abrufbar, das im Auftrag der GBH die Koordination des Wettbewerbs übernommen hatte.

Die hanova (früher GBH) realisiert die Bebauung des Klagesmarktes mit einem siebengeschossigen Bürogebäude, dem sich sieben unterschiedlich gestaltete Wohngebäude mit jeweils bis zu 16 Wohneinheiten, Geschäftsbereichen in den Erdgeschossen anschließen. In einem Gebäude wird zusätzlich eine Zwei-Gruppen-Kita eingerichtet, die von der Stadt Hannover betrieben wird. Die hanova als Bauherrin errichtet mit den Neubauten attraktive, zentrumsnahe Wohn- und Geschäftsbereiche und schafft damit ein zusätzliches Angebot, insbesondere für die in Hannover stark nachgefragten kleineren Wohnungen. Insgesamt beträgt das Investitionsvolumen rund 50 Millionen Euro.

Die Gebäude sind in passivhausähnlichem Standard errichtet. In dem Bürogebäude haben die Verwaltungen des Gleichordnungskonzerns GBH/Union Boden GmbH und zwei Geschäftsstellen der GBH (=hanova) ihren Sitz.

Ein Teil der geplanten Wohnungen wird zu den Rahmenbedingungen des geförderten Wohnungsbaus angeboten. Für einen weiteren Anteil der Wohnungen sind die Mietkosten auf max. 9 €/m² begrenzt. Hierzu hat sich die GBH gegenüber der Stadt Hannover vertraglich verpflichtet.

Bislang hatte das Areal des Klagesmarktes, der überwiegend als öffentliche Parkplatzfläche genutzt wurde, eine eher trennende Wirkung zwischen den angrenzenden Bereichen. Die Bebauung des Klagesmarktes soll diese Strukturen stärker miteinander verknüpfen und damit die Attraktivität der hannoverschen Innenstadt weiter steigern.

Mit der Teilbebauung der Platzfläche - die Wochenmarktfläche am nördlichen Ende des Klagesmarktes bleibt auch zukünftig dauerhaft erhalten - werden aus städtebaulicher Sicht vor allem zwei Ziele verfolgt: Die zuletzt kaum in Anspruch genommene Parkplatzfläche wurde einer höherwertigen, sinnvollen Nutzung zugeführt. Es wurde stark nachgefragter, innenstadtnaher Wohnraum geschaffen - dies schont die Inanspruchnahme von Flächen im Außenbereich. Gleichzeitig wurde der an dieser Stelle bislang weniger attraktive städtische Raum aufgewertet und in einen Ort von besonderer Lebens- und Aufenthaltsqualität überführt. Im Vorfeld der Klagesmarktbebauung wurde in den  Jahren 2012/2013 der ehemals angrenzende Klagesmarktkreisel zurückgebaut, eine neue T-Kreuzung mit deutlich reduziertem Flächenbedarf organisiert hier jetzt die Verkehrsströme. Dadurch konnte der Anteil an Grünflächen für den aufgelassenen St. Nikolai-Friedhof deutlich erhöht werden. Gleichzeitig wurde auch ein Unfallschwerpunkt entschärft. Zudem ist südlich angrenzend an diesen neu gestalteten Verkehrsknoten im Umfeld der Ruine der Nikolaikapelle ein neuer, großzügiger Stadtplatz entstanden.

Mit diesen Umbaumaßnahmen im öffentlichen Raum wurde der Weg für die Bebauung des Klagesmarktes geebnet. Der erste Bauabschnitt ist fertiggestellt. In einem zweiten, zeitlich noch nicht definierten Entwicklungsschritt soll auch der weitere Teilbereich des Klagesmarktes bebaut werden: Das erforderliche Planungsrecht ist über den Bebauungsplan „Nr. 1782 – Klagesmarkt“ sichergestellt.

Das Plangebiet mit circa 5.000 m² Brutto-Grundfläche ist in acht Baufelder unterteilt. Sieben dieser Baufelder werden mit Ausnahme der Erdgeschosse als Wohngebäude entwickelt, die jeweils von drei Architekturbüros entworfen worden sind. Das achte Baufeld ist als Bürogebäude entwickelt worden, für das sechs Architekturbüros entsprechende Entwürfe bearbeitet haben. Auf der Grundlage eines vorab erarbeiteten städtebaulichen Konzeptes – entwickelt vom Büro ASTOC aus Köln - bestand die Wettbewerbsaufgabe in der Erarbeitung ausgereifter Entwurfslösungen für die einzelnen Baufelder.

Die Bauherrin realisiert die Entwicklung eines attraktiven, unter architektonischen, funktionalen, technischen, ökologisch-energetischen und wirtschaftlichen Aspekten hochwertigen Gebäude-Ensembles an, das sich angemessen in sein räumliches Umfeld einfügt und damit der gewünschten Scharnierfunktion des Standortes gerecht wird. Es wurden Konzepte gesucht, die die Attraktivität der hannoverschen Innenstadt als Wohnstandort wirkungsvoll fördern und eine langfristige Bindung der zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner unterstützen. Nicht zuletzt aufgrund ihres innovativen Charakters ist die „Bebauung des Klagesmarktes“ Modellprojekt des vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung geförderten Forschungsprogramms „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau“.

Die hanova ist das Wohnungsunternehmen der Landeshauptstadt Hannover und versteht sich als Instrument der kommunalen Wohnungspolitik. Ihr gehören ca. 13.500 Wohnungen, davon sind etwa 50 Prozent öffentlich gefördert. Im Mittelpunkt ihres unternehmerischen Handelns steht die nachhaltige Wohnungsversorgung aller Bevölkerungsgruppen Hannovers. Bei ihren Aktivitäten lässt sich die Gesellschaft vom Grundsatz der sozialen Verantwortung leiten. Sie setzt sich zum Ziel, in wandelnden Märkten stets ein mit großer Professionalität und Rentabilität arbeitendes Dienstleistungsunternehmen der Wohnungswirtschaft zu sein. Wirtschaftlicher Erfolg und soziale Kompetenz stehen gleichgewichtig nebeneinander und bestimmen das unternehmerische Handeln.

Oberste Priorität haben für die hanova sämtliche Tätigkeiten im und rund um den vorhandenen Immobilienbestand. Sie versteht sich als Partner einer sich wandelnden Kommune und übernimmt Vorbildfunktion als zielgerichteter und innovativer Dienstleister. Sie ist eines der ersten nach DIN EN ISO 9001 zertifizierten Wohnungsunternehmen, bestätigter Sanierungsträger der ADS und Partner der Klima-Allianz Hannover 2020.

Wenn Sie Fragen zum Projekt haben oder sich für eine Wohnung in den neuen Gebäuden interessieren, wenden Sie sich bitte direkt an die hanova. Als Ansprechpartner steht Ihnen Herr Frank Ermlich zur Verfügung – die Kontaktdaten sind im grauen Adressfeld oben rechts eingeblendet.